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Wolfszeit

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Über das Buch

Der Neubeginn, neu gesehen: ein Panorama der Nachkriegszeit, von der Stunde Null bis zum Wirtschaftswunder

Schönheit und Schrecken in Schutt und Staub: Das Jahrzehnt vom Kriegsende bis zum Wirtschaftswunder bietet Bilder, die man so noch nie gesehen hatte. Kein Wunder, dass Kameras auf dem Schwarzmarkt so hoch gehandelt wurden. Bei seiner Recherche zu dem Buch «Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 –1955», das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, stieß Harald Jähner in den Archiven auf einen wahren Schatz von Fotografien. In ihrer visuellen Kraft bilden sie ein Panorama der Zeit, in der Entsetzen und Lebensfreude eng beieinanderliegen: die Trümmerfrau als Ikone des Wiederaufbaus, Bürger beim Plündern und Städter beim Ackerbau, Tanz in Trümmern, Karneval in Ruinen. Und man sieht regelrecht, wie sich Ost und West auseinanderleben. In dem hier vorliegenden Band versammelt Jähner erstmals viele dieser Bilder und gibt ihnen ihre Geschichten zurück, erzählt sie neu. Die Mentalität und der Alltag der Zeit werden dabei auf besondere Weise erfahrbar:
In diesen Jahren wurden die Deutschen, was sie heute sind.

Editionen (5)

ISBN9783737101011
VerlagRowohlt Berlin
Erscheinungsdatum15.09.20
Seitenzahl264

Rezensionen & Bewertungen

41 Bewertungen

6 Rezensionen

4,5

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  • _rosalie_
    _rosalie_

    39 Follower

    5,0

    🩶 Aufarbeitung mit Nachhall (Hörbuch)

    Wolfszeit: beeindruckend, beklemmend, erschreckend, eindrücklich. So vielschichtig und detailreich erzählt, dass eine der dunkelsten Zeiten unserer Geschichte, die für meine Generation so fern scheint, plötzlich ganz nah rückt. Fernab von nüchternen Geschichtsunterrichtsfakten und geflutet mit historischen Hintergründen sowie unzähligen Details entstehen Zusammenhänge, Verständnis, Mitgefühl und immer wieder Erkenntnisse, Schlüsselmomente, Denkanstöße und neue Sichtweisen. Und unumstößlich präsent: Das Leben geht einfach weiter. Nicht, weil alles wieder gut wird oder die Menschen dazu bereit wären, sondern weil es unaufhaltsam weitergeht. Es gibt kein Verschnaufen, keinen Reset, keinen Stillstand und schon gar kein Zurückspulen. Es gibt nur "nach vorn"; Verdrängen oder Aufarbeiten; Lernen oder Wiederholen. Ein im Schlusskapitel zitiertes Wort von Karl Jaspers rundet das Buch wunderbar zukunftsweisend ab. Seine Gedanken über Zuhören, Gesprächsbereitschaft, echten Austausch und den Mut, den eigenen Standpunkt immer wieder zu hinterfragen, statt in festgeschriebenen Positionen zu verharren, wirken brandaktuell. Schwere Themen erstaunlich leicht zugänglich erzählt. ...mit Nachhall!

    🩶 Aufarbeitung mit Nachhall (Hörbuch)

    3 Tage vor

  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    122 Follower

    5,0

    Harald Jähne beschreibt die Zeit in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg, in der das pure Chaos herrschte. Millionen von Menschen waren heimatlos, Millionen versprengt im Land, einander suchend und dazwischen Millionen von KZ- Überlebenden, Zwangsarbeiter*innen und freigelassenen Kriegsgefangenen. Keine funktionierenden Gesetze, kaum Infrastruktur. Ich habe so viel Neues gelernt, vieles davon lässt mich fassungslos, beschämt und entsetzt zurück. Ich würde mir dieses Buch als Lektüre für den Geschichtsunterricht wünschen. Wer Deutschland und die Deutschen (bis heute) besser verstehen möchte, sollte dieses hochinteressante Buch unbedingt lesen. Auch, wenn es einen sehr bitteren Nachgeschmack hat.

    15. Jan. 2025

  • mirjafox
    mirjafox

    14 Follower

    5,0

    Bemerkenswertes und leicht zu lesendes Sachbuch über die Nachkriegsjahre 1945 - 55. Habe viel gelernt und war so manches Mal erstaunt. Definitv eine Zeitspanne in der deutschen Geschichte über die ich (bisher) zu wenig wusste.

    17. Juli 2024

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Harald Jähner

Harald Jähner, geboren 1953 in Duisburg, war bis 2015 Feuilletonchef der «Berliner Zeitung», zugleich Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin. 2019 erschien das Buch «Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955», das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde; es wurde in zahlreichen Ländern veröffentlicht, darunter USA und England, wo es für den renommierten Baillie-Gifford-Preis nominiert war. 2022 erschien «Höhenrausch. Das kurze Leben zwischen den Kriegen», ebenfalls ein «Spiegel»-Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Die «Neue Zürcher Zeitung» schrieb: «Ein grandioser Erzähler. Das Buch liest sich spannend wie ein guter Roman.»

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