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"im Frühjahr iss bitter, im Sommer sauer, scharf im Herbst und Fett im winter"
Wir begleiten Haroko Amemiya alias Poppo-chan aus Kamakura durch die vier Jahreszeiten Hatoko hat das Schreibwarengeschäft ihrer Vorgängerin (ist eig. ihre Großmutter wird aber von ihr Vorgängerin genannt) übernommen. Dort gibt es nicht nur die klassischen Schreibwarenwaren, aus vielerlei verschiedenen Gründen kommen Menschen zu Hatoko um ihr einen Auftrag zu erteilen, wodurch sie Briefe für andere verfasst und versendet. Die Rubriken sind dabei sehr vielfältig, Dankessagungen, Mitleidsbekundungen, Hochzeits, aber auch Scheidungsverkündungen, Briefe an alte Bekannte oder aus den Augen verlorene Menschen. Ich finde es unglaublich mit was für einer Liebe und Hingabe das Buch dem anfertigen von Briefen beschrieben wird. Man taucht in das für mich unbekannte Land Japan ein, erfährt über deren Kultur in einer angenehmen Leichtigkeit. Prinzipiell sind die kulturellen Unterschiede zu unserer europäischen Handlungs- und Denkweise meines Erachtens schon enorm. Wir begeben uns in die Lehre der Kalligraphie, welche Hatoko durch ihre Vorgängerin erlernen durfte. Die jeweiligen Erklärungen sind interessant, allein die verschiedenen kalligrafischen Stile uvm. fordern enorm die Merkfähigkeit. Für uns ist diese Art von Kommunikationshilfe doch gänzlich unbekannt. Ich frage mich ob das auch heute noch so üblich ist? In Hatoko Leben war es scheinbar sehr mühselig den Anforderungen der Großmutter gerecht zu werden, das liest man doch sehr heraus. So lehnte sie sich natürlich auch zeitweise gegen die Anforderungen auf. Die Begegnungen mit so vielen verschiedenen Menschen und Geschichten ist wirklich bereichernd. Die Freundschaft die sich zwischen Barbara entwickelt und Poppo-chan scheint eine ganz besondere und magische zu sein. Die offenbarenden Briefe ihrer Großmutter empfand ich als sehr heilsam, so hat man vielleicht gar nicht so richtig ihre scheinbare strenge Art gegenüber Hatoko nachempfinden können. Was mir dennoch gefehlt hat, war so eine Zielgerade, etwas mehr Spannung was ihr im weiteren Verlauf durch ihre Begabung zuteil kommt. Der Schreibstil ist sehr beruhigend, das wirkt sehr wohlwollend auf einen. Das Buch ist wirklich ganz toll gestaltet. Das Durchleben ihrer Aufträge, gerade zwischenmenschlich, habe ich gerne verfolgt. Dennoch wollte ich die Geschichte wirklich mehr mögen. Doch leider fand ich nicht so ganz den Zugang. Natürlich vermitteln einen solche Bücher immer einen tieferen Sin, was ich sehr mag, nur hätte ich da noch auf mehr gehofft.

29. Apr. 2025
"im Frühjahr iss bitter, im Sommer sauer, scharf im Herbst und Fett im winter"
Wir begleiten Haroko Amemiya alias Poppo-chan aus Kamakura durch die vier Jahreszeiten Hatoko hat das Schreibwarengeschäft ihrer Vorgängerin (ist eig. ihre Großmutter wird aber von ihr Vorgängerin genannt) übernommen. Dort gibt es nicht nur die klassischen Schreibwarenwaren, aus vielerlei verschiedenen Gründen kommen Menschen zu Hatoko um ihr einen Auftrag zu erteilen, wodurch sie Briefe für andere verfasst und versendet. Die Rubriken sind dabei sehr vielfältig, Dankessagungen, Mitleidsbekundungen, Hochzeits, aber auch Scheidungsverkündungen, Briefe an alte Bekannte oder aus den Augen verlorene Menschen. Ich finde es unglaublich mit was für einer Liebe und Hingabe das Buch dem anfertigen von Briefen beschrieben wird. Man taucht in das für mich unbekannte Land Japan ein, erfährt über deren Kultur in einer angenehmen Leichtigkeit. Prinzipiell sind die kulturellen Unterschiede zu unserer europäischen Handlungs- und Denkweise meines Erachtens schon enorm. Wir begeben uns in die Lehre der Kalligraphie, welche Hatoko durch ihre Vorgängerin erlernen durfte. Die jeweiligen Erklärungen sind interessant, allein die verschiedenen kalligrafischen Stile uvm. fordern enorm die Merkfähigkeit. Für uns ist diese Art von Kommunikationshilfe doch gänzlich unbekannt. Ich frage mich ob das auch heute noch so üblich ist? In Hatoko Leben war es scheinbar sehr mühselig den Anforderungen der Großmutter gerecht zu werden, das liest man doch sehr heraus. So lehnte sie sich natürlich auch zeitweise gegen die Anforderungen auf. Die Begegnungen mit so vielen verschiedenen Menschen und Geschichten ist wirklich bereichernd. Die Freundschaft die sich zwischen Barbara entwickelt und Poppo-chan scheint eine ganz besondere und magische zu sein. Die offenbarenden Briefe ihrer Großmutter empfand ich als sehr heilsam, so hat man vielleicht gar nicht so richtig ihre scheinbare strenge Art gegenüber Hatoko nachempfinden können. Was mir dennoch gefehlt hat, war so eine Zielgerade, etwas mehr Spannung was ihr im weiteren Verlauf durch ihre Begabung zuteil kommt. Der Schreibstil ist sehr beruhigend, das wirkt sehr wohlwollend auf einen. Das Buch ist wirklich ganz toll gestaltet. Das Durchleben ihrer Aufträge, gerade zwischenmenschlich, habe ich gerne verfolgt. Dennoch wollte ich die Geschichte wirklich mehr mögen. Doch leider fand ich nicht so ganz den Zugang. Natürlich vermitteln einen solche Bücher immer einen tieferen Sin, was ich sehr mag, nur hätte ich da noch auf mehr gehofft.
29. Apr. 2025










