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Fantasy

A Whisper of Wings

4,1(1180)
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Über das Buch

Wenn Freunde zu Feinden werden und Liebe zu Hass Actionreiche Fantasy-Romance um eine Hexe in einer tödlichen Welt inspiriert von nordischer Mythologie. Als neue Anführerin der Wilden Jagd, der gefürchtetsten Söldnertruppe von Middangard, hat sich die Hexe Smilla einem Ziel verschrieben, das ihr Leben von nun an bestimmt: Sie will das Land von den mordlüsternen Walküren befreien und damit Rache üben. Denn diese nahmen ihr das, was sie am meisten geliebt hat. Auf der Suche nach Verbündeten in ihrem aussichtslos scheinenden Kampf gegen die übermächtigen Walküren zieht die "Wilde Jagd" durch ein verwüstetes Land. Schließlich fasst Smilla einen kühnen Plan: Sie werden die Götter aus ihrem Gefängnis in Addangard befreien, um die geflügelten Bestien mit ihrer Hilfe zu besiegen. Doch in Odins Hallen wartet mehr als eine Überraschung auf die Gefährten ... Carina Schnell, die Bestseller-Autorin der New-Adult-Reihe Sommer in Kanada, entführt zum zweiten Mal nach Middangard: eine düstere nordische Fantasy-Welt, die nur gerettet werden kann, wenn die "Wilde Jagd" die Monster in sich selbst besiegt und die Liebe einer Hexe den Tod überwindet. Die düster-romantische Rabenwinter-Saga ist in folgender Reihenfolge erschienen: A Breath of Winter A Whisper of Wings

Editionen (2)

ISBN9783732473427
VerlagArgon Verlag
Erscheinungsdatum15.10.24

Rezensionen & Bewertungen

1180 Bewertungen

297 Rezensionen

4,1

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  • scolardy
    scolardy

    674 Follower

    2,0

    “A Whisper of Wings” von Carina Schnell ist der Abschluss der Rabenwinter-Saga. Eine (Dark) Romantasy inspiriert von der nordischen Mythologie. Wer „A Breath of Winter” noch nicht gelesen hat, sollte hier nicht weiterlesen, da ich in dieser Rezension haltlos spoilern werde. Ihr seid gewarnt. Die Handlung setzt ein Jahr nach dem traumatischen Ende von „A Breath of Winter“ ein. Smilla hat sich komplett in ihren Rachegelüsten verloren und ist von Schuld zerfressen. Kein Wunder, immerhin hat sich der Mann, den sie geliebt hat, als der „Hexenschlächter“ entpuppt: das Monster, das 21 Hexen ermordet hat – darunter Smillas kompletten Zirkel. Doch warum fühlt Smilla sich nun schuldig? Die Liste ist lang: sie fühlt sich schuldig, weil sie Gent noch immer liebt. Weil sie sich überhaupt in ihn verliebt hat. Weil sie den Mann, den sie geliebt hat, töten wollte. Weil sie den Hexenschlächter, der er war, dann aber doch nicht töten konnte. Weil sie sogar versucht hat, ihn zu retten – es aber doch nicht genug versucht hat und dementsprechend gescheitert ist. Jedem empathischen Leser werden in dem Kontext noch weitere Punkte für diese Teufelsspirale einfallen. Emotionen sind halt nicht immer logisch. Carina Schnell fängt diese aber ziemlich gelungen ein und gibt ihrer Protagonistin in diesem Band die Möglichkeit, die Phasen der Trauer zu durchlaufen und sich selbst zu vergeben. Das ist nicht schön. Das ist nicht unterhaltsam. Und wenn man dann im Kopf dieser leidenden Person sitzt, kann das auch mal zermürbend sein. Dennoch ist es eine Schande, dass scheinbar die Mehrheit der Leser Smilla einfach nur nervig findet und mehr Empathie für den Serienkiller aufbringt, der natürlich doch wieder von den Toten aufersteht. Denn dies ist eine vermaledeite Romantasy, also entpuppt sich Gent als Halbgott, der nach seinem Tod von Papa Odin mit offenen Armen in Walhalla empfangen wurde. Papalein ist sogar noch stolz auf seinen „Monstertöter“. Aber er hat das natürlich auch verdient, denn obwohl er durch Middangard gezogen ist und Hexen im Schlaf ermordet hat, nur weil ihm eine Seherin prophezeit hat, dass sein Tod im Zusammenhang mit einer Hexe steht, ist er doch irgendwie einer von den Guten. Er hat doch die besten Intentionen. Das beweist er auch direkt, indem er sich das Jahr lang selbst geißelt, bis er Smilla wiedersieht und ihr darauf prompt zurück in die Welt der Menschen folgt… Mal im Ernst: was möchte uns die Autorin hier eigentlich mitteilen? Das gesamte Narrativ ist damit beschäftigt, um Vergebung für diesen Mörder zu bitten. Auf der einen Seite haben wir die durchweg moralisch überlegene Smilla, die verständlicherweise durchdreht, weil sie sich mit ihrem ehemaligen Geliebten/Mörder ihrer Familie beschäftigen muss und auf der anderen Seite seine sinnlosen Kapitel, in denen er sich selbst beweint, weil er Smilla doch so liebt und er sie nicht verdient hat. Richtig, hat er nicht. Was meine ich mit moralisch überlegen? Smilla ist eine Hexe. Obwohl die Hexen von den Menschen teilweise verfolgt und getötet werden, ist es deren Philosophie, dass jedes Leben lebenswert ist – ergo, retten sie eher einen Menschen, der ihnen schaden möchte, als sich zu wehren. Ja, Smilla wird von Rache getrieben und schließt sich deshalb einem mörderischen Söldnertrupp an, aber sie nehmen genau zwei Aufträge an: der Erste ist die Besänftigung der Quelljungfer, bei der Smilla eine Lösung findet, ohne sie zu töten – was natürlich Gents ursprünglicher Plan war. Der Zweite ist die Festnahme des Hexenschlächters. Auch hier ist es nicht Smilla, die ihn tötet – obwohl er es verdient hätte. Ihre darauffolgende Jagd auf die Walküre ist ihre einzige „echte Sünde“. Natürlich soll das zeigen, dass sie ebenso Jagd auf „Monster“ gemacht hat wie er, aber effektiv erleben wir Leser nur, wie sie zur Verteidigung getötet hat. Im Text selbst steht nämlich, dass ihre Jagd erfolglos gewesen war. Zurück zu dem Serienmörder, dem jeder verzeiht. An der Stelle, an der die Wilde Jagd wütender auf Smilla ist, weil sie ihnen nicht erzählt hat, was Gent so in seiner Freizeit getrieben hat, statt auf Gent selbst, bin ich fast geplatzt. Nur weil er jahrelang ihr Freund war, muss man das nicht einfach hinnehmen mit der Aussage, es wäre nicht ihr Platz darüber zu urteilen. Ja, sie sind Söldner und sie werden alle Dreck am Stecken haben. Immerhin erleben wir ganz zu Beginn vom ersten Band, wie sie ein ganzes Dorf abfackeln, weil irgendein popeliger Jarl das beauftragt hat. Eine Tat, die Smilla damals direkt zurecht angeprangert hat, worauf Gent sich damit rechtfertigte, dass sie sonst nur Aufträge annehmen, die dem Schutz der Menschen dienen würden, aber die Zeiten wären ja hart und die Aufträge knapp…Jedenfalls erfährt Smilla erst echtes Verständnis von der Gruppe, nachdem diese erfahren haben, dass Smillas Familie zu Gents Opfern zählt. Dass die nicht selbst darauf gekommen sind, ist schon schlimm genug. So oder empfinde ich es als ein Unding, diverse Male lesen zu müssen, dass Smilla doch auch seine guten Seiten berücksichtigen sollte…bitte? Immerhin kommen die beiden nicht wieder zusammen und Smilla lernt am Ende, vor allem sich selbst zu vergeben – er ist nur ein Beiprodukt. Trotzdem ist es für mich ein Unding, dass er mit Göttlichkeit und einem eigenen Reich belohnt wird – auch wenn viele das als Strafe lesen werden (warum auch immer). Aber hey, er erlaubt ihr dafür, dass sie ihre Familie im Reich der Toten besuchen darf so oft sie will. Ende gut, alles gut? Nach dieser Litanei an Wut fällt es mir nicht leicht, noch den Rest des Romans zu bewerten, aber das wäre nicht fair, also: Carina Schnell hat einen wirklich angenehmen Schreibstil. Die Hörbuchsprecher geben ihr Bestes, allerdings gefiel mir die männliche Stimme nicht so gut. Seine Aufnahmen wirkten auch immer dumpfer als die von Corinna Dorenkamp. Der Name des Sprechers wird auch leider nirgendwo aufgeführt – schade. Da wir es hier offensichtlich nicht mehr wirklich mit einer Liebesgeschichte zu tun haben, liegt der Fokus in „A Whisper of Wings“ auf der Fantasy-Geschichte. Das finde ich persönlich natürlich super! In der Fortsetzung tauchen wir auch so richtig tief in die nordische Mythologie ein und der Antihelden-Trupp erlebt so einige Abenteuer. Die einzelnen Quests sind leider sehr schnell abgehandelt und verlaufen viel zu glatt. An einer Stelle müssen sie zum Beispiel ein unwegsames totes Land durchqueren, was zuvor so richtig aufgebauscht wird und dann brauchen sie im Endeffekt nicht einmal einen Tag und treffen auf keinerlei Hindernisse. So verliefen die meisten Kapitel dieser Art, was leider sehr antiklimaktisch war. Ich weiß auch nicht so ganz, ob mir Schnells Interpretation der Edda gefällt, aber zumindest ist es mal ein neuer Ansatz. Alles in allem ist „A Whisper of Wings“ ein recht durchschnittlich gutes Fantasybuch – das aber moralisch komplett verdorben ist. Ich bleibe dabei, dass das Konzept im Rahmen einer Romantasy einfach nicht funktioniert, dafür hätte es eine richtig gute Grimdark Fantasy werden können. Oder „A Breath of Winter“ hätte ein Einzelband bleiben sollen. So oder so funktioniert die Reihe, so wie sie ist, nicht für mich. 2/5 Sterne.

    26. Jan. 2026

  • sirona
    sirona

    173 Follower

    4,0

    „𝔙𝔢𝔯𝔤𝔢𝔟𝔲𝔫𝔤 𝔦𝔰𝔱 𝔗𝔢𝔦𝔩 𝔲𝔫𝔰𝔢𝔯𝔢𝔯 𝔓𝔯𝔦𝔫𝔷𝔦𝔭𝔦𝔢𝔫“, 𝔢𝔯𝔨𝔩ä𝔯𝔱𝔢 𝔡𝔦𝔢 ℌ𝔢𝔵𝔢.

    ⚠️🄱🅄🄲🄷🅁🄴🄸🅂🄴-🄱🅄🄲🄷-Rezi Smilla ist auf Rache aus. Verloren in ihren Gefühlen zwischen Liebe, Hass und Verlust jagt sie mit der wilden Jagd die Walküren die Gent aus dem Leben rissen. Dabei geht es bald mehr als nur um Rache, die Zukunft von ganz Middangard steht auf dem Spiel. Smillas Zerrissenheit wird gut dargestellt und Kritik, die ich an Teil 1 hatte wurde behoben. Spannend wird Smillas Reise beschrieben, denn Vergebung muss sie finden, bevor sie sich in der Schuld ganz verliert und diese sie von innen zerfrisst. Smilla Gefühle werden eindringlich geschildert. Allerdings werden nicht alle Fragen beantwortet und das find ich doof, bei abgeschlossenen Reihen. Ebenso gehen damit erzählerische Lücken einher, als würde die Autorin noch einen dritten Teil schreiben oder es sich zumindest offen halten. Das Ende war passend zur Entwicklung von Smilla und glaubwürdig. Eine Sache muss ich aber noch kritisieren, dazu werde ich Spoilern müssen. Wer das lesen will, liest unten weiter. Empfehlung an alle die ein Faibel für die nordische Mythologie haben und da gerne eintauchen. ⚠️Spoiler: Natürlich steht Gent von den Toten auf und stürzt die arme Smilla in noch mehr Gefühlschaos. Bloß ist es nicht ganz durch dacht, leider erhalten wir viel zu wenig PoV von den Nebencharakteren dazu. Daher steht Smilla das eine oder andere Mal als Zicke da, obwohl ihre Gefühle sehr berechtigt sind. Ebenso kommt Gent für seine Taten bei seiner „Familie“ eigentlich sehr glimpflich davon. Hier hätte ich mir mehr ausloten der Gefühle gewünscht. Wie geht man mit diesem Dilemma um? Da geht Potential der emotionalen Handlung flöten. Ein anderes Genre wie eine DarkRomCom wäre für das Verhältnis von Gent und Smilla passender gewesen.

    26. Apr. 2026

  • 4,5

    Die Trennung von dieser Geschichte ist so schmerzhaft, dass ich gerne weinen würde… Wie sehr liebe ich den Schreibstil von Carina Schnell, wie sehr liebe ich das nordische & überaus glaubhafte Setting & wie sehr bin ich in die ausschmückende Beschreibung der Protagonisten verliebt 🫶🏻 »Ich dachte, du wüsstest es ebenso zu schätzen wie ich, wenn wir den sinnlosen Austausch höflicher Floskeln überspringen.« Eiriks Grinsen wurde breiter. »Wie ich sehe, bist du noch ganz der Alte.« Seine mit Kohle umrandeten Augen waren beinahe so dunkel wie ….. Wenn er sprach, bewegte sich der Drache auf seinem Gesicht, sodass es aussah, als würde er Feuer spucken. »Dabei sind mir höchst seltsame Gerüchte zu Ohren gekommen. Geschichten über deinen Tod.« Die Hexe Smilla auf dem Weg ihr Seelenheil zu finden, so voller Hass auf die Welt & auf sich selbst. Voller Zweifel & Misstrauen wird sie von der wilden Jagt aber gestützt & vor sich selbst beschützt. So viel passiert in diesem Teil, es wird ein Schauplatz nach dem Anderen gewechselt & Langeweile kommt sicher nicht auf. Traumhaft & schaurig sind die Orte die es zu entdecken gilt & eine Horde an neuen Charakteren gibt es kennenzulernen, wer es ehrlich mit einem meint ist wahrlich nicht leicht zu erkennen. Nicht nur die Götter folgen ihren eigenen Zielen & nicht nur einmal wird die wilde Jagt für die Ziele Anderer eingespannt, selbstverständlich ohne es zu ahnen. Etwas mehr Kampf in den Zwischensequenzen hätte mir gut gefallen, aber was an Kampf vorhanden war wurde anschaulich & mitreißend ausgearbeitet. Ein würdiges & zufriedenstellendes Ende einer wundervollen mythologischen Welt.

    22. Feb. 2025

3 von 297 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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froeschchen
froeschchen18. Dez. 2025

Ich war wirklich in Sorge, dieses Buch ohne Gent bestreiten zu müssen. Die Kapitel sind nicht mehr namentlich benannt... Aber jetzt habe ich Hoffnung.

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