Blick ins Buch

Krimis

Alte Taten, neuer Zorn

4,4(37)
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Über das Buch

Aufwühlend, packend, herausragend: Die historischen Krimi-Reihe von Bestseller-Autorin Eva Völler aus dem Essen der Nachkriegszeit geht weiter! Ein besonders heikler Fall landet 1949 auf dem Schreibtisch von Kriminalinspektor Carl Bruns: In Essen wurde der angesehene Richter Dr. Vahrendonk Opfer eines Giftmords. Erste Ermittlungen ergeben, dass der Tote zu Hause ein wahrer Tyrann war und seine junge Ehefrau misshandelte, als er von ihrer Affäre erfuhr. Ist sie die gesuchte Mörderin? Plötzlich tauchen als Anklageschriften formulierte Vorwürfe auf, die Vahrendonk schwer belasten: Während der Nazizeit soll er aufs Grausamste seine Macht missbraucht haben. Durch die Urteile des Richters hat ein Vater seine Tochter verloren, ein Sohn seinen Vater, ein jüdischer Anwalt seine ganze Familie. Sie alle haben ein Motiv für den Mord. Doch für wen geht Vergeltung über alles? Ein Spannungsroman der Extraklasse Eva Völler ist die Bestseller-Autorin der Ruhrpott-Saga. Mit ihren historischen Kriminalromanen beweist sie erneut, dass sie mitreißende Geschichten erzählen kann, in denen auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Ihre Krimi-Reihe erforscht authentisch und anschaulich die Verstrickungen von Polizei und Justiz in Nazi-Verbrechen und deren Aufarbeitung in der Nachkriegszeit. Die Krimi-Reihe um Kriminalinspektor Carl Bruns ist in folgender Reihenfolge erschienen: Helle Tage, dunkle Schuld (1948)Alte Taten, neuer Zorn (1949)

Editionen (2)

ISBN9783732472932
VerlagArgon Verlag
Erscheinungsdatum01.10.24

Rezensionen & Bewertungen

37 Bewertungen

6 Rezensionen

4,4

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  • heidi4
    heidi4

    100 Follower

    4,5

    Gelungene Fortsetzung! Dieser Band hat mich bestens unterhalten und mitgerissen. Er ist flüssig und spannend geschrieben, mit sympathischen Charakteren. Ich mag den Ermittler Carl Bruns, in diesem Band kam noch Assistent Harry dazu, der mir sehr gut gefällt, ebenso wie der Reporter Brinkmann. Diesmal geht es um einen Giftmord und um das Verbrechen und Vertuschen der Justiz im Nationalsozialismus. Man kann gut miträtseln und das Ende war nicht vorhersehbar. Der zweite Band hat mir noch besser gefallen als der erste, ich hoffe dass weitere Bände folgen werden. Klare Leseempfehlung!

    14. Feb. 2026

  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    673 Follower

    5,0

    Alte Taten, neuer Zorn ist der zweite Band einer neuen Kriminalreihe von Eva Völler. Letztes Jahr habe ich Band 1 „Helle Tage, dunkle Schuld“ gelesen und mich sehr auf das Wiedersehen mit Kriminalinspektor Carl Bruns, seiner Verlobten Anna und deren Schwester Frieda gefreut. Essen, 1949: Carl muss herausfinden, wer Richter Vahrendonk vergiftet hatte. Verdächtige gibt es sehr viele, da Vahrendonk ein sogenannter Blutrichter war, der während der NS-Diktatur Juden und Regimegegner für Nichtigkeiten schuldig gesprochen und zu Tode verurteilt hatte. Carl erhält mehrere Anklageschriften, in denen Vahrendonk angeklagt wird „zur Begehung des Mordes an … wissentlich Hilfe geleistet zu haben“. So hat er bei einer 14jährigen Epileptikerin die Zwangssterilisation angeordnet, und eine ganze Familie bei der SS denunziert. Carls Ermittlungen konzentrieren sich auf die Angehörigen der Opfer des Blutrichters. Unerwartete Hilfe bekommt er von einem zwielichtigen Reporter. Doch auch Vahrendonks junger Frau und ihrem Geliebten, Staatsanwalt Albrecht, kommt der Tod des Richters alles andere als ungelegen. Eine große Rolle spielt in dem Buch Carls Privatleben. Er freut sich auf seine baldige Hochzeit mit Anna und muss dafür auch mit ihrer Schwester Frieda zurechtkommen. Carls junger Kollege Harry verliebt sich in Frieda, was Carl wenig begeistert zur Kenntnis nimmt, da er Friedas Geheimnis kennt. Ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit Carl, Anna, Frieda, der kleinen Bärbel, Carls Ex-Frau Magda und ihrem Mann Engelbert gefreut. Sie alle erleben Schönes und Furchtbares. Es war spannend mit zu verfolgen, wie die Protagonist*Innen die Hindernisse überwinden, die ihnen das Leben gestellt hatte. Eva Völler stellt das Leben in der Nachkriegszeit im Ruhrpott sehr authentisch dar. Sie macht uns bewusst, wie wenig erfolgreich die Entnazifizierung im Westen war „Wer nicht gerade SS-Mitglied oder aktenkundig verbrecherischer Funktionär einer Naziorganisation gewesen war, konnte sich im Einspruchsverfahren berechtigte Hoffnung auf einen Persilschein machen und mit weißer Weste von vorn anfangen. Die Behörden waren verzweifelt auf erfahrene Mitarbeiter angewiesen. Nach dem Krieg musste das deutsche Amtswesen in Justiz und Verwaltung wieder ans Laufen gebracht werden, sonst wäre Anarchie ausgebrochen.“ Im Nachwort geht die Autorin detailliert darauf ein. Ich empfehle den Roman Leser*Innen von Kriminal- und historischen Romanen.

    3. Nov. 2024

  • wawaicehopper
    wawaicehopper

    26 Follower

    4,0

    Gift, Geheimnisse und die Schatten der Vergangenheit

    Der zweite Band der Reihe um Kriminalinspektor Carl Bruns knüpft atmosphärisch gelungen an den ersten Roman an, kommt jedoch etwas schleppender in Gang. Während Carls zukünftige Frau Anne mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt, muss er sich mit einem komplizierten und politisch brisanten Mordfall auseinandersetzen. Der Tod des angesehenen Richters Dr. Vahrendonk wirft dunkle Schatten in die Nachkriegszeit – alte Schuld, Lügen und vertuschte Verbrechen der Nazizeit kommen ans Licht. Die Autorin versteht es, die Stimmung einzufangen und die gesellschaftlichen Spannungen der jungen Bundesrepublik spürbar zu machen. Auch wenn die Handlung im Mittelteil etwas an Tempo verliert, bleibt die Geschichte durch die historischen Bezüge und die komplexe Figurenzeichnung interessant. Besonders Carls innere Konflikte und das Misstrauen innerhalb der Justiz verleihen dem Roman Tiefe. Alles in allem ein solider zweiter Band – nicht ganz so fesselnd wie der Auftakt, aber mit einem spannenden Fall und viel historischem Flair.

    Gift, Geheimnisse und die Schatten der Vergangenheit

    11. Okt. 2025

3 von 6 Rezensionen

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