Blick ins Buch

Romane

Habe ich dir eigentlich schon erzählt ...

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Über das Buch

Hänsel und Gretel im Ostblock

Deutschland in den Achtzigern: Anna und Max, beide fast 14, brechen aus. Raus aus der Kindheit, raus aus der DDR. Sich abwechselnd, erzählen sie von der Einsamkeit elternloser Kindheiten, auf sich gestellt, finden sie nur ineinander Halt.

Ein Roadmovie in Buchform, eine Hommage an die Zeit der Adoleszenz, in der noch alles möglich scheint. Selbst schwere Verletzungen zu heilen. Selbst über ein Meer in den Westen zu fliehen.

Editionen (6)

ISBN9783732444045
VerlagArgon Digital
Erscheinungsdatum25.05.22

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

2 Rezensionen

3,8

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  • carriebize
    carriebize

    5 Follower

    5,0

    Sibylle Berg erzählt hier eine außergewöhnliche Geschichte zweier Jugendliche in der DDR, die beschließen aus ihren trostlosen und lieblosen Elternhäusern zu fliehen. Das Buch ist definitiv das beste was ich bisher von Sibylle Berg gelesen habe. So viel Melancholie, Ehrlichkeit und Kritik in 184 Seiten. Eine zitatwürdige Passage folgt auf die nächste. Fast hätte ich Lust, es einfach noch mal von vorne zu lesen.

    4. Dez. 2022

  • 4,5

    Young adult, und dann auch noch zwei Teenager als Protagonisten - eigentlich nicht mein Fall. Aber in "Habe ich dir eigentlich schon erzählt..." hat es mich nicht gestört. Im Gegenteil, das Buch hat mir gut gefallen. Bei all den Märchen-Nacherzählungen, die zur Zeit so kursieren, ist die Ansiedlung der Geschichte in der DDR eine angenehm abwechslungsreiche Idee. Anna und Max sind als Charaktere nachvollziehbar und glaubwürdig, wenn auch manchmal etwas altklug - aber auch das passt zum Teenager-Sein. Beide eint, dass sie von ihren Eltern vernachlässigt werden, auch wenn diese Eltern in der sozialen Hierarchie des Staates auf ganz unterschiedlichen Stufen stehen. Trotz der Kürze des Buches erfährt man sehr viel über das Leben in der DDR und anderen Ostblock-Ländern. Vor allem dass es den Menschen in der DDR im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut ging, lebten sie doch im Vorzeige-Land direkt am Eisernen Vorhang, ist eine Tatsache, die in ähnlichen Publikationen häufig untergeht. Dennoch wird hier nichts beschönigt.Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das Buch als Schullektüre eignet. Es ist nicht zu lang und enthält einige Themen, über die zu sprechen es sich lohnt.Emotional hat es mich nicht ganz abgeholt, aber wie ich eingangs erwähnte, ist das bei Teenagern als Protagonisten nichts Ungewöhnliches für mich, also hatte ich das auch nicht erwartet. Diesen Aspekt sollen anderen bewerten.Vielen Dank an Netgalley und den Argon Verlag für das Rezensionsexemplar des Hörbuchs im Tausch gegen ein ehrliches Review.Fritzi Haberlandt und Alexander Khuon als Sprecher fand ich sehr gut, ziehe aber einen halben Stern ab, weil man Khuons Stimme den Teenager nicht wirklich abkauft, und das hat mich irritiert.

    2. Juni 2024

Autorin / Autor

Über Sibylle Berg

Sibylle Berg lebt in Zürich. Ihr Werk umfasst Theaterstücke, Romane, Hörspiele und Essays. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. den Wolfgang-Koeppen-Preis (2008), den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis (2016) und den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2019).

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