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Romane

PNR: La Bella Vita

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Über das Buch

Die vielfach ausgezeichnete Autorin Sybille Berg setzt ihre Romanreihe um eine Handvoll revolutionärer Nerds scharfzüngig fort. Lisa Hrdina und Torben Kessler bringen aus ihrer jahrelangen Theaterarbeit alles mit, was man für das neue Hörbuch von Sybille Berg braucht: Sinn für hintergründigen Humor und Lust an der großen Erzählung. Beide haben bereits die Vorgänger GRM und RCE virtuos eingelesen. Revolution machen kann (fast) jeder. Eine neue Gesellschaftsordnung aufbauen: das schaffen nur ein paar Nerds. Und Sibylle Berg. Nach einer gelungenen Revolution, die das Finanz- und Gesellschaftssystem sanft beseitigt hat, wird sie endlich errichtet: die schöne neue Welt nach dem Kapitalismus. In dieser Welt ist alles verschwunden, woran die Menschen zu glauben gelernt hatten, in der jeder erstaunt bemerkt - dass es möglich ist, ohne Angst zu existieren und ohne sein Leben an einen Arbeitgeber zu verkaufen. Vom Wohnen bis zur Landwirtschaft, von der Art Urlaub zu machen bis zu der Frage: Wohin mit der Bürokratie? erfindet sich Europa neu. Aber: Was interessiert Don Europa? Sie ist in Italien, dem besten Ort, um auf Ruinen etwas Neues zu errichten.

Editionen (3)

ISBN9783732421794
Verlagargon
Erscheinungsdatum05.11.25

Rezensionen & Bewertungen

19 Bewertungen

7 Rezensionen

4,0

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  • liesmalmeh
    liesmalmeh

    110 Follower

    3,0

    Ein Buch mit einer sehr spannenden Thematik! Leider war es mir stellenweise etwas zu anspruchsvoll, wodurch sich die Lektüre teilweise in die Länge gezogen hat.

    Ein Buch mit einer sehr spannenden Thematik!
Leider war es mir stellenweise etwas zu anspruchsvoll, wodurch sich die Lektüre teilweise in die Länge gezogen hat.

    17. März 2026

  • secretbasement
    secretbasement

    42 Follower

    4,5

    Wer sich von der Erwartung eines konventionellen Spannungsbogens löst, wird belohnt. Dieses Buch ist eher ein Manifest, Kommentar und Utopie-Skizze zugleich. Wer Handlung sucht, wird hier kaum fündig. Wer gern über Alternativen zum Bestehenden nachdenkt, dafür umso mehr. Nach "GRM. Brainfuck" (2019) und "RCE – Remote Code Execution" (2022) für mich ein kluges, provokantes und stellenweise sehr komisches Finale dieser dystopischen Trilogie. ✨️

    Sibylle Berg entwirft in „PNR: La Bella Vita“ eine Zukunft nach dem großen Umbruch und fragt weniger nach dem "Wie kommen wir dahin?" als nach dem "Wie leben wir dann eigentlich?". Statt klassischer Handlung gibt es Momentaufnahmen, Beobachtungen und Gedankenexperimente, die zeigen, wie sich ein Alltag ohne Leistungsdruck, Angst und Verwertung anfühlen könnte. Das liest sich mutig, irritierend und überraschend ruhig. 🌍 Was mich besonders beeindruckt hat, ist Bergs Sprache: Messerscharf, trocken, oft brutal ehrlich – und dann wieder unerwartet zärtlich. Jeder Satz sitzt perfekt, ihre Pointen sind pechschwarz, und trotzdem schwingt hier mehr Hoffnung mit als in vielen ihrer früheren Texte. Der Roman traut seiner eigenen Utopie nicht ganz, macht sich über sie lustig und bleibt dadurch angenehm ambivalent. ✍️ Man muss weder anarchistische Theorie studiert haben noch Bergs politische Haltung teilen, um sich auf dieses Buch einzulassen. Gerade weil vieles bewusst vereinfacht oder offen gelassen wird, funktioniert „PNR: La Bella Vita“ eher wie ein gedanklicher Spielraum als wie ein fertiger Gesellschaftsentwurf. Nicht alles ist bis ins Letzte durchdacht, aber vielleicht ist genau das der Punkt. 🤔

    11. Jan. 2026

  • 5,0

    Nach GRM und RCE gelungener Abschluss der Trilogie. Grandios. Sibylle Bergs neuester Roman lässt in raffiniert düsteren Farben eine utopische Vision aufblitzen, die zugleich wie ein Spiegel unserer Gegenwart wirkt: sie spiegelt hier sehr kunstvoll das Gelingen der Utopie einer neuen Gesellschaftsform mit den momentanen Verhältnissen, in denen Überwachung, ökonomische Verwerfungen und soziale Kälte nicht mehr dystopische Warnung, sondern fast schon normative Realität sind. Ihr Vergleich zwischen der visionären Utopie – etwa in Momenten, in denen Gemeinschaft, solidarisches Handeln und Widerstand gegen die Mächtigen möglich scheinen – und der aktuellen Situation ist dabei so elektrisierend und aufrüttelnd, dass man unwillkürlich fragt: Wie nah sind wir schon an dieser Fiktion? Die Macht des Romans liegt in seiner brutalen Ehrlichkeit und seiner schöpferischen Wut – Berg malt mit Worten, die wehtun, aber auch aufwühlen, Hoffnung keimen lassen und gleichzeitig dafür mahnen, dass diese Zukunft nur erkämpft ist. Nach der Lektüre bleibt ein pochendes Bewusstsein: Die Utopie mag fantastisch klingen, aber sie ist kein ferner Traum mehr – sie ist ein Möglichkeitsraum, den unsere Realität mit jedem Tag enger umklammert.

    13. Okt. 2025

3 von 7 Rezensionen

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