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Romane

Fiesta

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Über das Buch

Hemingways berühmtester Roman in neuer Übersetzung Hemingways frühester Roman aus dem Jahre 1926 liegt hier in neuer Übersetzung vor. Er ist der «Verlorenen Generation» des Ersten Weltkriegs gewidmet. Die Figuren leben, körperlich und seelisch gezeichnet, aber mit fatalistischer Sorglosigkeit als Außenseiter des bürgerlichen Lebens unter der heißen Sonne Frankreichs und Spaniens, zwischen Stierkampf und durchzechten Nächten. Hemingway selbst beschrieb seinen Roman als «eine verdammt traurige Geschichte, in der aufgezeigt wird, wie Menschen zugrunde gehen». So etwa Lady Brett Ashley, die Männer in Serie unglücklich macht: ihren Vertrauten, den Ich-Erzähler Jack Barnes, einen typischen Hemingway-Helden, beherrscht und zurückhaltend; den aus einer wohlhabenden Familie stammenden Amateurboxer Robert Cohn, der, von Brett mal nah, mal fern gehalten, zwischen Unsicherheit und Aggression schwankt; und schließlich Pedro Romero, den Stierkämpfer, stolz, ausdauernd, mutig und voller Würde, aber Lady Ashley gegenüber machtlos. «Fiesta» ist ein großes Epochenporträt, ein Generationenroman mit kraftvollen Zeichnungen von Menschen, Land und Leuten. Das Buch begründete Hemingways Weltruhm. «Eine fesselnde, wunderschön absurde, herzzerreißende Erzählung.» (The New York Times)

Editionen (8)

ISBN9783644043114
VerlagROWOHLT E-Book
Erscheinungsdatum02.06.14
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

97 Bewertungen

7 Rezensionen

3,6

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  • peter_f
    peter_f

    82 Follower

    5,0

    „Fiesta“ von Ernest Hemingway ist für mich ein eindrucksvoller, aber auch etwas ernüchternder Roman über die Verlorenheit einer Generation nach dem Ersten Weltkrieg – sprachlich klar, atmosphärisch dicht und in seiner stillen Melancholie sehr stark. …

    Im Mittelpunkt steht Jake Barnes, ein amerikanischer Journalist, der mit Freunden in Paris lebt und dort in einem Kreis aus Bars, Gesprächen, Alkohol und zielloser Unruhe festhängt. Der erste Teil des Romans zeichnet dieses Leben der „Lost Generation“ in der französischen Hauptstadt nach: viel Nachtleben, viel Leere, viel Sehnsucht nach etwas, das sich nicht greifen lässt. Richtig in Bewegung kommt die Geschichte dann erst mit der Reise nach Spanien, zur Fiesta und zu den Stierkämpfen in Pamplona, wo die Figuren für ein paar Tage glauben, aus ihrem stillstehenden Leben auszubrechen. Besonders stark finde ich Hemingways Sprache: knapp, direkt und ohne jedes Pathos. Gerade diese Nüchternheit macht die innere Leere der Figuren so spürbar. Unter der scheinbaren Leichtigkeit liegt viel Bitterkeit, vor allem in Jakes Beziehung zu Brett Ashley, die von Anziehung, Unmöglichkeit und Verzicht geprägt ist. Ihre Nähe ist intensiv, aber nie erfüllbar, und genau daraus zieht der Roman einen großen Teil seiner Tragik. Auch die Beschreibungen der spanischen Landschaft und der Stierkämpfe bleiben im Kopf, weil Hemingway hier eine fast archaische Spannung erzeugt. Gleichzeitig hat mich „Fiesta“ nicht durchgehend begeistert. Der Roman wirkt stellenweise bewusst kühl und distanziert, sodass man emotional nicht immer ganz nah an die Figuren herankommt. Manche Passagen im Pariser Teil ziehen sich für meinen Geschmack etwas, weil das ziellose Umherirren zwar thematisch passt, erzählerisch aber auch ermüdend sein kann. Trotzdem entfaltet das Buch gerade in seiner Sprödigkeit eine große Wirkung: Es zeigt Menschen, die nach dem Krieg zwar weiterleben, aber innerlich verletzt und orientierungslos bleiben. Insgesamt ist „Fiesta“ ein wichtiger und sehr lesenswerter Roman, der mit wenigen Mitteln viel sagt. Wer auf klare Sprache, existentielle Stimmung und ein genaues Bild der Nachkriegsverlorenheit Wert legt, wird hier viel finden. Für mich ist es ein Buch, das weniger durch Handlung als durch Haltung und Atmosphäre überzeugt – und genau dadurch lange nachhallt.

    „Fiesta“ von Ernest Hemingway ist für mich ein eindrucksvoller, aber auch etwas ernüchternder Roman über die Verlorenheit einer Generation nach dem Ersten Weltkrieg – sprachlich klar, atmosphärisch dicht und in seiner stillen Melancholie sehr stark.

…

    6. Mai 2026

  • toffer
    toffer

    2 Follower

    5,0

    Als wäre man selbst dabei gewesen.

    „Fiesta“ von Ernest Hemingway ist genau das, was man von ihm erwartet: kurze, präzise Sätze und ein schnörkelloser Stil. Keine überflüssigen Worte, kein unnötiges Drama und gerade deshalb wirkt die Geschichte so stark. Die Handlung zieht schnell in ihren Bann. Die Schauplätze sind lebendig beschrieben, ohne sich in Details zu verlieren. Man ist einfach mittendrin. Trotz der inneren Zerrissenheit des Erzählers liegt über dem Buch eine gewisse Leichtigkeit. Eine Haltung zum Leben, die man selbst gern hätte – besonders in einer Zeit, die oft hektisch und belastend wirkt. Ein Roman, der ruhig erzählt ist und trotzdem lange nachhallt.

    27. Feb. 2026

  • evergreen
    evergreen

    40 Follower

    4,0

    Auch hier mag ich seinen puren, verknappten Schreibstil, der die nüchternsten Alltagsbeobachtungen wahr und fühlbar erscheinen lässt.

    7. Apr. 2023

3 von 7 Rezensionen

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