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Romane

Fahles Feuer

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Über das Buch

Nabokovs vierzehnter Roman – der erste aus der Zeit nach «Lolita» – gibt sich als die kommentierte Ausgabe eines 999 Zeilen langen Gedichts mit dem Titel «Fahles Feuer», verfasst von John Shade, einem bedächtigen neuenglischen Lyriker und Professor, der von einem Mörder erschossen wurde, ehe er die letzte, die tausendste Zeile zu Papier bringen konnte. Der Herausgeber ist sein Kollege, Nachbar und angeblicher Freund Charles Kinbote. Dessen Kommentar verfehlt jedoch Shades ernstes Poem, in dem es um den Selbstmord der schwierigen und hässlichen Tochter, um den Tod und die Wahrscheinlichkeit eines Lebens danach geht, auf eine so dreiste wie groteske Weise. Kinbote gibt sich nämlich als der exilierte König von Zembla zu erkennen, Carl der Vielgeliebte, der Shade nicht dazu bringen konnte, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben, und der es nun in Form von Anmerkungen zu «Fahles Feuer» selber tut. Ihm galt, so meint er, auch die Kugel, die Shade tötete. Freilich ist zweifelhaft, ob es sich so verhält. Nabokov lockt den Leser auf Rätselgänge, Licht des fahlen Feuers flackert von Spiegel zu Spiegel, Echos erklingen: ein Virtuosenstück, «eine Amalgamierung von Ernst und Spiel, einer anrührenden menschlichen Geschichte mit dem kühlen Kalkül einer Problemschachaufgabe». Dieter E. Zimmer

Editionen (3)

ISBN9783644001398
VerlagROWOHLT E-Book
Erscheinungsdatum24.07.18
Seitenzahl608

Rezensionen & Bewertungen

12 Bewertungen

1 Rezensionen

4,0

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  • corsakfan
    corsakfan

    23 Follower

    5,0

    This book truly melted my brain, but I am a glutton for punishment, especially in book form, so this has been a good thing. This book is iconic and I will argue it is also a masterpiece right next to Lolita, or maybe a bit below it, but you get my point. In terms of structure, this story is a real winner. A 999-line poem written by John Shade is written about his relationships to Kinbote, his daughter, religion and spirituality, his life. In this sense, it is a metaliterary narrative method, since Shade and Kinbote both write about being writers and the creative process regarding writing. We, as readers, are reminded through this method that we are reading fiction. But because of this, the structure is not an easy one to follow - you have been warned, but do not let this scare you away. Then there are the multiple ways to interpret the story that really made my mind spin. I enjoy stories like this because I like to daydream and figure out what parts I believe or don't believe, but again, this is a lot to mentally chew on, so let yourself pick this up again for a second read. I'm going to again at some point.

    22. Okt. 2025

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