Der charmante, gut aussehende Mittelschullehrer entzückt gleichermaßen Schüler und Kollegium an der prestigeträchtigen Langhorne Academy. Zwar wundert man sich über sein plötzliches Erscheinen im ländlichen New Jersey und seinen rätselhaften Werdegang, aber seine Referenzen sind makellos und sein Unterricht einnehmend. Doch als im lokalen Naturreservat Fox’ Auto sowie verstreute Teile eines unidentifizierten Körpers gefunden werden, ist für Detective Horace Zwender klar, dass Francis Harlan Fox nicht der Mann ist, der er vorgibt zu sein.
In diesem hypnotisierenden Roman ist eine ganze Gemeinschaft dazu gezwungen, verstörende Blicke hinter die eigene gesellschaftliche Fassade zu werfen. Francis Fox ist ein moderner Tom Ripley, dem man nicht widerstehen kann.
Fox möchte geheimnisvoll sein, erscheint aber oft einfach nur unklar und verliert sich in endlosen Andeutungen + Wiederholungen. Statt Spannung bleibt vor allem Frustration zurück, denn sprachlich ist es zudem SEHR anstrengend - insbesondere das „Kätzchen-Zungen-Spiel“ als Symbol für abartige Pädophilie-Spielchen. Der nicht erklärte mögliche reale Bezug lässt mich ratlos-verstört zurück. Für mich leider ein gewaltiger FLOP! 😵💫👎🏼
4. Juni 2026
0,5
Fox möchte geheimnisvoll sein, erscheint aber oft einfach nur unklar und verliert sich in endlosen Andeutungen + Wiederholungen. Statt Spannung bleibt vor allem Frustration zurück, denn sprachlich ist es zudem SEHR anstrengend - insbesondere das „Kätzchen-Zungen-Spiel“ als Symbol für abartige Pädophilie-Spielchen. Der nicht erklärte mögliche reale Bezug lässt mich ratlos-verstört zurück. Für mich leider ein gewaltiger FLOP! 😵💫👎🏼
Mr. Fox kommt neu an die Privatschule Langhorne Academy in einer beschaulichen Kleinstadt in New Jersey. Der charismatische Lehrer gewinnt schnell die Sympathie der sonst sehr strikten Direktorin sowie auch seiner Schülerinnen und Schüler. Doch hinter seine Fassade verbirgt sich, was niemand für möglich hält. Als in einer Mülldeponie ein übel zugerichteter Leichnam entdeckt wird, bringen die darauffolgenden Ermittlungen die Abgründe zutage, die jahrelang verborgen blieben.
Die im Buch besprochen Themen und die Rechtfertigung der Taten durch Mr. Fox sind für mich sehr schwer nachvollziehbar und zeigen aber wohl leider auch ein Bild der heutigen Gesellschaft, wo vieles öffentlich und doch versteckt passiert. Er scheint als Person ein Mensch zu sein, der immer wieder in die für die Situation richtige Rolle schlüpfen kann.
Der Schreibstil der Autorin schafft es, einem in jeder Situation die Gedankengänge und auch Emotionen der einzelnen Charaktere in ihren eigenen Worten wiederzugeben. Die Unterschiede der Arbeiterklasse kristallisieren sich, in den von der Autorin geschickt geschriebenen Textpassagen, klar heraus und man erkennt, dass viel Arbeit in die Charakterentwicklung geflossen ist. Für mich war es zu teilen etwas repetitiv, da man die Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven, sowohl von Personen als auch Zeitebenen, erzählt bekommt. Ich werde in der Zukunft bestimmt wieder zu einem ihrer Bücher greifen – hoffe dabei aber, dass dies etwas leichter verdauliche Kost sein wird.
Zusatz an den Verlag sowie an verkaufende Buchhändler:
Die geschilderten Taten und Manipulationen sind nichts fürs schwache Nerven. Daher hätte ich mir, wie bei vielen Bücher heute üblich, eine Triggerwarnung gewünscht. Auch würde ich mir wünschen, dass das Buch - da unter Romanen gelistet - eine Altersfreigabe ab 18 enthalten würde.
5 Tage vor
4,0
Die Abgründe einer Kleinstadt
Mr. Fox kommt neu an die Privatschule Langhorne Academy in einer beschaulichen Kleinstadt in New Jersey. Der charismatische Lehrer gewinnt schnell die Sympathie der sonst sehr strikten Direktorin sowie auch seiner Schülerinnen und Schüler. Doch hinter seine Fassade verbirgt sich, was niemand für möglich hält. Als in einer Mülldeponie ein übel zugerichteter Leichnam entdeckt wird, bringen die darauffolgenden Ermittlungen die Abgründe zutage, die jahrelang verborgen blieben.
Die im Buch besprochen Themen und die Rechtfertigung der Taten durch Mr. Fox sind für mich sehr schwer nachvollziehbar und zeigen aber wohl leider auch ein Bild der heutigen Gesellschaft, wo vieles öffentlich und doch versteckt passiert. Er scheint als Person ein Mensch zu sein, der immer wieder in die für die Situation richtige Rolle schlüpfen kann.
Der Schreibstil der Autorin schafft es, einem in jeder Situation die Gedankengänge und auch Emotionen der einzelnen Charaktere in ihren eigenen Worten wiederzugeben. Die Unterschiede der Arbeiterklasse kristallisieren sich, in den von der Autorin geschickt geschriebenen Textpassagen, klar heraus und man erkennt, dass viel Arbeit in die Charakterentwicklung geflossen ist. Für mich war es zu teilen etwas repetitiv, da man die Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven, sowohl von Personen als auch Zeitebenen, erzählt bekommt. Ich werde in der Zukunft bestimmt wieder zu einem ihrer Bücher greifen – hoffe dabei aber, dass dies etwas leichter verdauliche Kost sein wird.
Zusatz an den Verlag sowie an verkaufende Buchhändler:
Die geschilderten Taten und Manipulationen sind nichts fürs schwache Nerven. Daher hätte ich mir, wie bei vielen Bücher heute üblich, eine Triggerwarnung gewünscht. Auch würde ich mir wünschen, dass das Buch - da unter Romanen gelistet - eine Altersfreigabe ab 18 enthalten würde.
TRIGGERWARNUNG:
SEXUALISIERTE GEWALT AN MINDERJÄHRIGEN • GROOMING • MISSBRAUCH • MANIPULATION • GEWALT
Kann ein Buch gleichzeitig brillant und kaum auszuhalten sein?
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll.
Auf dieses Buch habe ich fast ein Jahr gewartet. Ich hatte es bereits auf Englisch begonnen und schon nach wenigen Seiten gewusst: Nein. Das möchte ich auf Deutsch lesen. Ich wollte jedes Detail, jede Nuance und jeden Schlag in die Magengrube vollständig verstehen.
Und genau das habe ich bekommen.
Joyce Carol Oates ist für mich ein literarisches Phänomen. Niemand schreibt so kompromisslos über die dunkelsten Abgründe des Menschen wie sie. Niemand schafft es, Ekel, Wut, Angst und Faszination gleichzeitig hervorzurufen.
Mr. Fox umfasst knapp 700 Seiten. Ich habe das Buch in drei Tagen gelesen.
Drei Tage voller Beklemmung.
Drei Tage voller Wut.
Drei Tage, in denen ich mehr als einmal das Buch zuklappen musste, nur um kurz durchzuatmen.
Im Mittelpunkt steht Francis Fox, ein charismatischer, attraktiver Englischlehrer. Beliebt, gebildet, bewundert. Einer dieser Menschen, bei denen man sofort versteht, warum andere ihnen vertrauen. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich etwas zutiefst Verstörendes. Mr. Fox hat eine Vorliebe für junge Mädchen. Er sucht ihre Nähe, gewinnt ihr Vertrauen und überschreitet Grenzen auf eine Weise, die beim Lesen regelrecht körperlich wehtut.
Die Geschichte beginnt mit dem Fund einer Leiche im Wald. Doch lange bevor dieser Fund überhaupt eingeordnet werden kann, entfaltet Oates ein Geflecht aus Manipulation, Verdrängung, Schuld und Machtmissbrauch. Immer neue Figuren treten auf die Bühne, deren Schicksale auf erschreckende Weise miteinander verbunden sind.
Was mich an diesem Roman so umgehauen hat, ist nicht nur die Handlung.
Es ist die Art, wie Oates schreibt.
Sie beschönigt nichts. Sie nimmt keine Rücksicht. Sie schaut dorthin, wo andere Autorinnen und Autoren wegsehen. Dabei entsteht dieses beängstigende Gefühl, dass man keine Fiktion liest, sondern etwas, das genau so irgendwo passiert sein könnte.
Und genau deshalb funktioniert dieses Buch so gut.
Es hat mich verstört.
Es hat mich wütend gemacht.
Es hat mich traurig gemacht.
Und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen.
Viele werden sich fragen, warum man freiwillig zu einem solchen Buch greift. Meine Antwort ist einfach: Weil Joyce Carol Oates wie kaum jemand sonst die menschlichen Abgründe sichtbar macht. Nicht als Schockeffekt. Sondern als schonungslose Analyse von Macht, Manipulation und Gewalt.
Für mich ist sie die weibliche Antwort auf Stephen King – nur dass ihre Monster oft keine übernatürlichen Wesen sind, sondern Menschen.
Menschen, denen wir im echten Leben begegnen könnten.
Fazit: Ein brutaler, verstörender und psychologisch herausragender Roman. Nichts für schwache Nerven. Aber für mich erneut der Beweis, warum Joyce Carol Oates zu den beeindruckendsten Autorinnen unserer Zeit gehört.
2. Juni 2026
Sternebewertung fiktiv
TRIGGERWARNUNG:
SEXUALISIERTE GEWALT AN MINDERJÄHRIGEN • GROOMING • MISSBRAUCH • MANIPULATION • GEWALT
Kann ein Buch gleichzeitig brillant und kaum auszuhalten sein?
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll.
Auf dieses Buch habe ich fast ein Jahr gewartet. Ich hatte es bereits auf Englisch begonnen und schon nach wenigen Seiten gewusst: Nein. Das möchte ich auf Deutsch lesen. Ich wollte jedes Detail, jede Nuance und jeden Schlag in die Magengrube vollständig verstehen.
Und genau das habe ich bekommen.
Joyce Carol Oates ist für mich ein literarisches Phänomen. Niemand schreibt so kompromisslos über die dunkelsten Abgründe des Menschen wie sie. Niemand schafft es, Ekel, Wut, Angst und Faszination gleichzeitig hervorzurufen.
Mr. Fox umfasst knapp 700 Seiten. Ich habe das Buch in drei Tagen gelesen.
Drei Tage voller Beklemmung.
Drei Tage voller Wut.
Drei Tage, in denen ich mehr als einmal das Buch zuklappen musste, nur um kurz durchzuatmen.
Im Mittelpunkt steht Francis Fox, ein charismatischer, attraktiver Englischlehrer. Beliebt, gebildet, bewundert. Einer dieser Menschen, bei denen man sofort versteht, warum andere ihnen vertrauen. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich etwas zutiefst Verstörendes. Mr. Fox hat eine Vorliebe für junge Mädchen. Er sucht ihre Nähe, gewinnt ihr Vertrauen und überschreitet Grenzen auf eine Weise, die beim Lesen regelrecht körperlich wehtut.
Die Geschichte beginnt mit dem Fund einer Leiche im Wald. Doch lange bevor dieser Fund überhaupt eingeordnet werden kann, entfaltet Oates ein Geflecht aus Manipulation, Verdrängung, Schuld und Machtmissbrauch. Immer neue Figuren treten auf die Bühne, deren Schicksale auf erschreckende Weise miteinander verbunden sind.
Was mich an diesem Roman so umgehauen hat, ist nicht nur die Handlung.
Es ist die Art, wie Oates schreibt.
Sie beschönigt nichts. Sie nimmt keine Rücksicht. Sie schaut dorthin, wo andere Autorinnen und Autoren wegsehen. Dabei entsteht dieses beängstigende Gefühl, dass man keine Fiktion liest, sondern etwas, das genau so irgendwo passiert sein könnte.
Und genau deshalb funktioniert dieses Buch so gut.
Es hat mich verstört.
Es hat mich wütend gemacht.
Es hat mich traurig gemacht.
Und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen.
Viele werden sich fragen, warum man freiwillig zu einem solchen Buch greift. Meine Antwort ist einfach: Weil Joyce Carol Oates wie kaum jemand sonst die menschlichen Abgründe sichtbar macht. Nicht als Schockeffekt. Sondern als schonungslose Analyse von Macht, Manipulation und Gewalt.
Für mich ist sie die weibliche Antwort auf Stephen King – nur dass ihre Monster oft keine übernatürlichen Wesen sind, sondern Menschen.
Menschen, denen wir im echten Leben begegnen könnten.
Fazit: Ein brutaler, verstörender und psychologisch herausragender Roman. Nichts für schwache Nerven. Aber für mich erneut der Beweis, warum Joyce Carol Oates zu den beeindruckendsten Autorinnen unserer Zeit gehört.
Zu Beginn etwas wirr, diese Geschichten, Menschen, Situationen. Ich weiss immer noch nicht so ganz, wohin die Reise in diesem Buch geht... ja der Lehrer ist ein Pädophiler. Und die Gedanken der Mädchen, erschreckend. Ich bin Neugierig, was noch kommt. Die langen Sätze, gefallen mir nicht besonders. Der Schreibstil, gewöhnungsbedürftig.
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Autorin / Autor
Über Joyce Carol Oates
Joyce Carol Oates wurde 1938 in Lockport, New York geboren. Sie zählt zu den bedeutendsten und vielseitigsten amerikanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihre mehr als 60 Romane und über 300 Erzählungen wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem National Book Award. Joyce Carol Oates lebt in Princeton, New Jersey, wo sie Kreatives Schreiben unterrichtet. Sie war mehrfach für den Pulitzer-Preis nominiert und gilt seit Jahren als Anwärterin auf den Nobelpreis für Literatur.