Blick ins Buch

Krimis

Die Farbe des Bösen

4,6(21)
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Über das Buch

Hamburg 1887: Eine entsetzlich zugerichtete Leiche auf einem Fabrikgelände ist erst der Anfang einer mysteriösen Todesserie …

Hamburg 1887. Die Richterstochter Johanna Ahrens hat sich Hals über Kopf in einen Sozialisten verliebt. Als sie ihn zu einer Protestaktion vor einer Tapetenfabrik begleitet, wird sie Zeugin, wie zwei Männer eine Leiche aus einem Nebengebäude tragen. Schockiert wendet Johanna sich an Criminalcommissar Hermann Rieker. Der kann vor Ort zunächst keine Spur eines Verbrechens finden, wird aber hellhörig, als auf einem nahe gelegenen Brachgelände ein grausam zugerichteter Toter entdeckt wird. Während Johanna auf eigene Faust inkognito in der Fabrik ermittelt, forscht Rieker nach der Identität des Toten. Schon bald stößt er auf weitere Leichen, die ähnlich entstellt sind …

Düster, atmosphärisch, atemberaubend spannend – der zweite Fall für Criminalcommissar Hermann Rieker und die Richterstochter Johanna Ahrens.

»Ein spannender und im besten Sinne unterhaltsam konstruierter historischer Kriminalroman.« www.krimi-couch.de (über »Der Herzschlag der Toten«)

»Ein atmosphärischer und spannender historischer Krimi. Die Protagonisten überzeugen und ergänzen die Handlung mit Charme und Charisma.« www.histo-couch.de (über »Der Herzschlag der Toten«)

Editionen (1)

ISBN9783641327804
VerlagGoldmann
Erscheinungsdatum19.11.25
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

21 Bewertungen

6 Rezensionen

4,6

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  • 4,0

    Atmosphärischer Historienkrimi: Hamburgs Arbeiterbewegung als starke Kulisse, kluger Aufbau und ein Cliffhanger, der Lust auf mehr macht.

    „Dieses Buch riecht nach Farbe, Angst und Aufbruch.“ Die Farbe des Bösen überzeugt weniger durch vordergründige Brutalität als durch seine Atmosphäre. Dorweiler verankert seinen Kriminalfall in einem historischen Setting, das nicht bloß Kulisse ist, sondern erzählerische Substanz: Hamburg zur Zeit der aufkeimenden Arbeiterbewegung, überschattet von den Sozialistengesetzen, Misstrauen, staatlicher Repression und sozialer Spannung. Man spürt auf nahezu jeder Seite, dass hier eine Stadt erzählt wird, die brodelt – politisch wie menschlich. Gerade diese historische Verortung ist eine der großen Stärken des Romans. Dorweiler gelingt es, die gesellschaftlichen Umbrüche des späten 19. Jahrhunderts organisch in den Plot einzuweben, ohne belehrend zu wirken. Klassenunterschiede, politische Ideologien und soziale Unsicherheit sind nicht erklärtes Thema, sondern Hintergrundrauschen – und genau deshalb so wirksam. Das Verbrechen steht nie isoliert da, sondern ist Symptom einer Zeit, die selbst aus den Fugen geraten ist. Die beiden Protagonisten Rieker und Ahrens tragen den Roman solide, auch wenn ihre Figuren noch nicht vollständig ausgeleuchtet sind. Genau hier liegt allerdings ein bewusst gesetzter Reiz: Dorweiler deutet an, legt Spuren, lässt Brüche sichtbar werden, ohne alles aufzulösen. Besonders der Cliffhanger am Ende funktioniert hervorragend – nicht als billiger Effekt, sondern als Einladung, tiefer in diese Figuren einzusteigen. Man will wissen, wie es weitergeht. Und man ahnt, dass da noch mehr unter der Oberfläche liegt. Sprachlich bleibt der Roman klar, zugänglich und atmosphärisch dicht. Die Spannung entwickelt sich eher schleichend als explosiv, was nicht jedem Leser gefallen wird, dem Buch aber gut steht. Die Farbe des Bösen ist kein reißerischer Pageturner, sondern ein historischer Kriminalroman mit Ambition und Haltung. Fazit: Ein stimmungsvoller, klug kontextualisierter Krimi, der besonders durch sein historisches Setting überzeugt und mit einem starken Ende neugierig auf mehr macht. Kein Meisterwerk – aber ein sehr solides, gut komponiertes Fundament für das, was mit Rieker und Ahrens noch kommen darf. 🔖 Für Leser, die… …historische Krimis mit gesellschaftlichem Unterbau schätzen. …Hamburg nicht nur als Ort, sondern als Zeitgefühl erleben wollen. …Serienanfänge mögen, die bewusst Raum für Entwicklung lassen. ⭐ Meine Zeile zum Buch: „Manchmal ist das Böse nicht laut – sondern gut organisiert.“

    30. Dez. 2025

  • brinif31
    brinif31

    103 Follower

    5,0

    Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

    Die Farbe ded Bösen ist der zweite Fall für Hermann Rieker und Johanna Ahrens. Band 1 habe ich nicht gelesen, was der Geschichte aber keinen Abbruch getan hat. Da es dennoch eine gemeinsame Vorgeschichte zu geben scheint, würde ich anderen Lesern raten, mit Band 1 zu starten. Die Geschichte spielt im Jahr 1887, wo sich die Richterstochter Johanna Ahrens in den Sozialisten Jan verliebt. Bei einer Protestaktion sieht sie, wie 2 Männer in der Nähe einer Tapetenfabrik eine Leiche aus einem Gebäude tragen und wendet sich an Criminalcommissar Rieker. Dieser nimmt sich den Fall an, kann aber keine Hinweise entdecken. Dennoch wird er skeptisch, als unweit der Fabrik eine übel zugerichtete Leiche entdeckt wird. Währenddessen beschliesst Johanna auf eigene Faust in der Tapetenfabrik zu ermitteln. Mein Fazit: Mein erstes Buch von Herr Dorweiler und ich bin sofort von seinem atmosphärischen und spannenden Schreibstil überzeugt. Die Story ist von Anfang bis Ende spannend und wird von einer düsteren Grundstimmung begleitet. Der Fall selbst ist so viel größer, als ich es anfangs vermutet hätte und bringt die eine oder andere Wendung mit sich. Auch das historische Setting , sowie die damals praktizierten Methoden kommen gut recherchiert und detailiert rüber. Johannas und Riekerd Ermittlungen gestalten sich authentisch und spannend, auch wenn Johanna dazu neigt, andere mit ihrem Handeln in Gefahr zu bringen, während Rieker immer auf Nummer sicher geht - das macht das Duo erst so interessant. Was es mit der Farbe des Bösen auf sich hat, erschließt sich im Verlauf richtig gut und führt vor Augen, wie gut der grüne Schriftzug gewählt wurde. Der Cliffhanger verrät, dass die Arbeit für Rieker noch nicht zu Ende ist. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Für alle, die Lust auf einen sehr weitgreifenden Fall, mit historischem Setting und Spannung haben eine absolute Leseempfehlung.

    25. Dez. 2025

  • clivi912
    clivi912

    19 Follower

    5,0

    Spannender historischer Krimi , fast noch besser als der erste Teil … Gut recherchiert im Arbeiterviertel … Und Johanna , die mutig ihren Weg geht…

    25. Jan. 2026

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ralf H. Dorweiler

Ralf H. Dorweiler studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln, arbeitete als Schauspieler, im Management für internationale Konzerne und schließlich als Redakteur bei einer großen Tageszeitung. 2006 erschien sein erster Roman. Mittlerweile ist er hauptberuflicher Schriftsteller und lebt mit seiner Frau in Bad Pyrmont.

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