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Romane

Verbunden

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Über das Buch

Der Klassiker der Schwarzen Amerikanischen Literatur

USA, 1976. Die junge Schwarze Schriftstellerin Dana zieht mit ihrem weißen Ehemann Kevin in eine neue Wohnung. Doch schon beim Einzug wird sie urplötzlich und gegen ihren Willen ins Jahr 1815 versetzt – auf eine Plantage in den US-amerikanischen Südstaaten. Dort rettet sie Rufus, dem Sohn des Sklavenhalters, das Leben. Rufus hat die Fähigkeit, sie durch Raum und Zeit herbeizurufen, wenn er in Gefahr ist. Dana muss das Trauma ihrer Vorfahren durchleben – und um ihre Freiheit in Vergangenheit und Gegenwart kämpfen.

»Verbunden« ist Octavia E. Butlers bekanntester Roman und inspirierte Schriftsteller*innen wie Ta-Nehisi Coates (»Der Wassertänzer«), Nnedi Okorafor (»Binti«) und Colson Whitehead (»Underground Railroad«). Er wurde als TV-Serie für Disney+ adaptiert.

Editionen (1)

ISBN9783641323325
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum11.02.26
Seitenzahl448

Rezensionen & Bewertungen

114 Bewertungen

21 Rezensionen

4,4

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  • lenaliebtlesen
    lenaliebtlesen

    105 Follower

    5,0

    Lest dieses Buch

    •Buchrezi• 😡 Zum Inhalt: Dana lebt mit ihrem Mann Kevin Mitte der 1970er Jahre in Südkalifornien. Gerade als das frisch verheiratete Paar seine erste gemeinsame Wohnung bezieht, wird Dana von einem Schwindel erfasst und findet sich plötzlich im Jahr 1815 wieder: in den Südstaaten, auf einer Plantage. Was ist passiert? Schnell wird klar, dass ihre Zeitreise mit dem Sohn des Plantagenbesitzers zu tun hat und dass sie mit ihm enger verbunden ist, als es zunächst scheint. Dana gerät in eine Zeit, die für sie als Schwarze Frau kaum grausamer sein könnte. Sie wird Teil eines Systems, das von Gewalt, Unfreiheit und Rassismus geprägt ist. Für Schwarze Menschen gibt es dort keine Rechte und kein Entkommen. Und so muss Dana, deren Wissen über diese Zeit bisher nur aus Büchern stammt, lernen, in dieser Realität zu überleben. Die Reisen zwischen den Zeiten sind unberechenbar und ihr größter Wunsch ist nur eines: zurück nach Hause. Doch Dana wird auch zu einer wichtigen Stütze für viele der versklavten Menschen auf der Plantage. Durch ihr Wissen und ihr Handeln gibt sie Hoffnung und wird für einige von ihnen unverzichtbar. Mein Fazit: Diesem Buch gerecht zu werden, ist fast unmöglich. Was für eine intensive, schmerzhafte und zugleich unglaublich wichtige Geschichte. „Verbunden“ ist über 50 Jahre alt und wurde neu übersetzt. Der Schreibstil ist klar, eindringlich und sehr zugänglich. Besonders gut gefallen hat mir auch die Einordnung am Ende. Dana werde ich nicht vergessen. Sie ist eine Protagonistin, mit der man fühlt, kämpft und leidet. Auch Kevin, ihr Mann, ist für mich eine wichtige Figur. Er ist unterstützend, reflektiert und menschlich. Der Roman zeigt nicht nur die Grausamkeit des Rassismus im 19. Jahrhundert, sondern macht auch deutlich, wie sehr diese Geschichte bis in die 1970er Jahre und darüber hinaus hineinwirkt. Ich habe so viele Gedanken zu diesem Buch, dass ich sie kaum alle fassen kann… Aber eines steht für mich an erster Stelle: Lest dieses Buch. Bildet euch weiter. Setzt euch mit dieser Geschichte auseinander und tragt dazu bei, dass solche Denkweisen keinen Platz mehr haben.

    Lest dieses Buch

    3. Apr. 2026

  • hochhorst
    hochhorst

    12 Follower

    5,0

    Ich lese sehr gerne Zeitreiseromane und habe auf die Neuübersetzung von Octavia E. Butlers Roman „Verbunden“ lange gewartet, weil das Buch in deutscher Übersetzung lange vergriffen war. Das Buch wurde 2022 als Serie bei Disney+ adaptiert, allerdings nach der ersten Staffel (Bis zur Handlung etwa Mitte des Buches) abgesetzt. Auch waren einige Änderungen der Handlungen neu hinzugefügt worden (wie ich nach der Lektüre jetzt feststellen konnte). Ich hatte mich über die Absetzung der Serie damals sehr geärgert, da ich es bei dem Stoff nicht verstehen konnte, warum die Geschichte nicht auserzählt werden durfte. Die Handlung des Buches ist schnell erzählt: Die junge Schwarze Schriftstellerin Dana wird 1979 in das Jahr 1815 zurückkatapultiert und muss auf einer Sklavenplantage ums Überleben kämpfen und versuchen, wieder in ihr eigentliches Leben zurück zu gelangen. Die Grund der Zeitreise wird meiner Meinung nach ausreichend erklärt, um sich in der Handlung zurechtzufinden. Ich fand die Annahme, dass die Zeit in der Vergangenheit schneller verstreicht als in 1979 dramaturgisch gut, auch wenn ich kein Relation zu den beiden Zeiten erkennen konnte (Dana ist mal für einige Minuten aus 1979 verschwunden, aber monatelang in der Vergangenheit, die Ab-/Anwesenheiten folgten für mich keinem Muster). Das hat aber das Leseerlebnis nicht getrübt. Mir hat die Idee, dass Dana nicht in die Zukunft, sondern in der Vergangenheit zur Zeiten der transatlantischen Sklaverei in Amerika wiederfindet sehr spannend und sehr innovativ. Dana ist zum einen - natürlich - geschichtlich aufgeklärt (hat also geschichtliche Kenntnisse, die andere zu Beginn des 19. Jahrhunderts nicht hatten) und zudem mit einem Weißen Mann verheiratet. Ich fand es gut, mehr über das Schicksal von weiblichen Sklavinnen zu erfahren, sowie Dana als reflektierende und kluge Heldin dieses Buches zu erleben. Das Buch ist in der Neuübersetzung sehr gut zu lesen. Zudem wird am Ende durch die Übersetzerinnen beschrieben, welche Überlegungen während der Übersetzung diskutiert wurden. Ich hoffe es wird 47 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung 1979 (wieder) viele Leser finden.

    8. März 2026

  • katitan
    katitan

    11 Follower

    4,5

    Belastend

    Die Einblicke in die Zeit der Sklavenhaltung in Amerika sind belastend. Die Beziehungen zwischen Versklavten und Sklavenhaltern war faszinierend zu beobachten. Das Scifi-Konzept der Zeitreise dient hier lediglich als Vehikel für die Handlung und wird nicht weiter erklärt, aber das störte mich nicht. Mit meinem 21.-Jahrhundert-Mindset hatte ich wirklich gedacht, das Verhältnis von Dana und Rufus würde anders sein als es dann tatsächlich wurde. Es ist tragisch und hallt nach.

    18. März 2026

3 von 21 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Octavia E. Butler

Octavia Estelle Butler (22. Juni 1947 – 24. Februar 2006) kam in Pasadena, Kalifornien zur Welt. Obwohl bei ihr als Kind Dyslexie festgestellt wurde, machte sie einen Abschluss am Pasadena City College und schrieb sich an der California State University in Los Angeles ein. Schon als Kind verfasste sie erste Kurzgeschichten, und 1969/70 besuchte sie zwei Autoren-Workshops, bei denen sie unter anderem mit Harlan Ellison in Kontakt kam, der ihr half, 1976 ihren ersten Roman bei einem Verlag unterzubringen. In ihrem mehrfach mit dem Hugo und dem Nebula Award ausgezeichneten Werk geht es immer wieder um Genderfragen und kulturelle Identität. Sie lebte und arbeitete bis zu ihrem Tod in Seattle, Washington.

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