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Cozy Winterstimmung, ein eingeschneites Herrenhaus in Yorkshire und eine Freundesgruppe mit vielen unausgesprochenen Geheimnissen – atmosphärisch hat mich das Buch definitiv abgeholt.
Inhalt: Der Roman startet mit einem Kapitel aus der Studienzeit im Frühjahr 2014 und springt anschließend zwischen dieser Vergangenheit und der Gegenwart im Dezember 2023 hin und her. Eine ehemalige Freundesgruppe trifft sich kurz vor Weihnachten auf einem abgelegenen Anwesen in Yorkshire. Ein heftiger Schneesturm sorgt dafür, dass alle dort festsitzen – ohne Strom, ohne Heizung und ohne Möglichkeit zur Abreise. Alte Beziehungen, unausgesprochene Gefühle und lange verdrängte Ereignisse kommen nach und nach wieder an die Oberfläche. Meine Meinung: Die Stimmung des Buches ist sehr cozy, gleichzeitig liegt von Anfang an das Gefühl in der Luft, dass es viele Geheimnisse und ungeklärte Spannungen zwischen den Figuren gibt. Besonders gut gefallen hat mir, wie Karen Swan die Dynamik innerhalb der Freundesgruppe aufbaut – man fühlt sich beim Lesen fast selbst ein wenig mit eingeschneit. Durch die besondere Situation sind die Figuren gezwungen, zusammenzuhalten und sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die sie jahrelang verdrängt haben. Das Setting im tief verschneiten Yorkshire mit dem alten Herrenhaus passt hervorragend zur Geschichte und ist sehr bildhaft beschrieben. Der viele Schnee bringt nicht nur Probleme mit sich, sondern schafft auch ein echtes Winter-Wonderland, das atmosphärisch gut eingefangen ist. Die Rückblicke in die Studienzeit lockern die Handlung auf und geben nach und nach Einblicke in Ereignisse, die die Gruppe bis heute belasten. Es war interessant zu beobachten, wie immer mehr ans Licht kommt, wie die Freunde damit umgehen und was diese Enthüllungen in ihnen auslösen. Dadurch entsteht eine gewisse Spannung, auch im Hinblick darauf, wie sich alles am Ende entwickeln wird. Mit der Liebesgeschichte zwischen Libby und Archie konnte ich mich allerdings nicht wirklich anfreunden. Ihre Beziehung hat sich für mich emotional nie richtig stimmig angefühlt, und einige Entscheidungen wirkten für mich eher konstruiert als nachvollziehbar. Auch Libbys Verhalten war für mich teilweise schwer zu ertragen, da sie über weite Strecken kaum für sich einsteht, ihre Grenzen nicht klar kommuniziert und vieles hinnimmt, statt ihre Meinung deutlich zu sagen. Max empfand ich von Anfang an als unsympathisch. Sein bevormundendes Verhalten gegenüber Libby und seine Art, Situationen und Entscheidungen an sich zu reißen, haben mich regelmäßig genervt und das Leseerlebnis eher belastet als bereichert. Sehr gern mochte ich dagegen Ems und Prock, die für mich emotionale Stabilität und Wärme in die Geschichte gebracht haben. Auch Charlie und Coco wurden mir im Laufe des Buches immer sympathischer, insbesondere im Zusammenhang mit den Ereignissen aus der Vergangenheit. Zannah wiederum mochte ich über große Teile des Buches nicht besonders, konnte ihr Verhalten aber zunehmend besser einordnen. Was hinter ihrem Verhalten steckt, habe ich relativ früh geahnt, weshalb die Auflösung im letzten Viertel für mich keine große Überraschung mehr war – dennoch hat sie meine Sicht auf sie positiv verändert. Der krimiartige Aspekt zum Ende hin war für mich eher zu viel und hätte aus meiner Sicht nicht unbedingt gebraucht. Zudem hätte ich es wichtig gefunden, wenn das Buch eine Triggerwarnung enthalten hätte. Es wird ein sensibles Thema behandelt, das für Betroffene sehr belastend sein kann. Gerade bei einem Weihnachtsroman hätte ich mir hier mehr Sensibilität gewünscht, damit Leser:innen sich vorab informieren können, falls bestimmte Themen für sie schwer zu lesen sind. Fazit: Schneeflockenträume punktet mit einem stimmungsvollen Wintersetting, einer interessanten Freundesdynamik und einer grundsätzlich spannenden Idee. Emotional konnte mich das Buch jedoch nicht vollständig abholen, insbesondere wegen der für mich nicht überzeugenden Liebesgeschichte und einiger fragwürdiger Charakterentscheidungen. Im Vergleich zu anderen Weihnachtsbüchern von Karen Swan ist es für mich das schwächste.
27. Dez. 2025
Cozy Winterstimmung, ein eingeschneites Herrenhaus in Yorkshire und eine Freundesgruppe mit vielen unausgesprochenen Geheimnissen – atmosphärisch hat mich das Buch definitiv abgeholt.
Inhalt: Der Roman startet mit einem Kapitel aus der Studienzeit im Frühjahr 2014 und springt anschließend zwischen dieser Vergangenheit und der Gegenwart im Dezember 2023 hin und her. Eine ehemalige Freundesgruppe trifft sich kurz vor Weihnachten auf einem abgelegenen Anwesen in Yorkshire. Ein heftiger Schneesturm sorgt dafür, dass alle dort festsitzen – ohne Strom, ohne Heizung und ohne Möglichkeit zur Abreise. Alte Beziehungen, unausgesprochene Gefühle und lange verdrängte Ereignisse kommen nach und nach wieder an die Oberfläche. Meine Meinung: Die Stimmung des Buches ist sehr cozy, gleichzeitig liegt von Anfang an das Gefühl in der Luft, dass es viele Geheimnisse und ungeklärte Spannungen zwischen den Figuren gibt. Besonders gut gefallen hat mir, wie Karen Swan die Dynamik innerhalb der Freundesgruppe aufbaut – man fühlt sich beim Lesen fast selbst ein wenig mit eingeschneit. Durch die besondere Situation sind die Figuren gezwungen, zusammenzuhalten und sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die sie jahrelang verdrängt haben. Das Setting im tief verschneiten Yorkshire mit dem alten Herrenhaus passt hervorragend zur Geschichte und ist sehr bildhaft beschrieben. Der viele Schnee bringt nicht nur Probleme mit sich, sondern schafft auch ein echtes Winter-Wonderland, das atmosphärisch gut eingefangen ist. Die Rückblicke in die Studienzeit lockern die Handlung auf und geben nach und nach Einblicke in Ereignisse, die die Gruppe bis heute belasten. Es war interessant zu beobachten, wie immer mehr ans Licht kommt, wie die Freunde damit umgehen und was diese Enthüllungen in ihnen auslösen. Dadurch entsteht eine gewisse Spannung, auch im Hinblick darauf, wie sich alles am Ende entwickeln wird. Mit der Liebesgeschichte zwischen Libby und Archie konnte ich mich allerdings nicht wirklich anfreunden. Ihre Beziehung hat sich für mich emotional nie richtig stimmig angefühlt, und einige Entscheidungen wirkten für mich eher konstruiert als nachvollziehbar. Auch Libbys Verhalten war für mich teilweise schwer zu ertragen, da sie über weite Strecken kaum für sich einsteht, ihre Grenzen nicht klar kommuniziert und vieles hinnimmt, statt ihre Meinung deutlich zu sagen. Max empfand ich von Anfang an als unsympathisch. Sein bevormundendes Verhalten gegenüber Libby und seine Art, Situationen und Entscheidungen an sich zu reißen, haben mich regelmäßig genervt und das Leseerlebnis eher belastet als bereichert. Sehr gern mochte ich dagegen Ems und Prock, die für mich emotionale Stabilität und Wärme in die Geschichte gebracht haben. Auch Charlie und Coco wurden mir im Laufe des Buches immer sympathischer, insbesondere im Zusammenhang mit den Ereignissen aus der Vergangenheit. Zannah wiederum mochte ich über große Teile des Buches nicht besonders, konnte ihr Verhalten aber zunehmend besser einordnen. Was hinter ihrem Verhalten steckt, habe ich relativ früh geahnt, weshalb die Auflösung im letzten Viertel für mich keine große Überraschung mehr war – dennoch hat sie meine Sicht auf sie positiv verändert. Der krimiartige Aspekt zum Ende hin war für mich eher zu viel und hätte aus meiner Sicht nicht unbedingt gebraucht. Zudem hätte ich es wichtig gefunden, wenn das Buch eine Triggerwarnung enthalten hätte. Es wird ein sensibles Thema behandelt, das für Betroffene sehr belastend sein kann. Gerade bei einem Weihnachtsroman hätte ich mir hier mehr Sensibilität gewünscht, damit Leser:innen sich vorab informieren können, falls bestimmte Themen für sie schwer zu lesen sind. Fazit: Schneeflockenträume punktet mit einem stimmungsvollen Wintersetting, einer interessanten Freundesdynamik und einer grundsätzlich spannenden Idee. Emotional konnte mich das Buch jedoch nicht vollständig abholen, insbesondere wegen der für mich nicht überzeugenden Liebesgeschichte und einiger fragwürdiger Charakterentscheidungen. Im Vergleich zu anderen Weihnachtsbüchern von Karen Swan ist es für mich das schwächste.
27. Dez. 2025







