Blick ins Buch

Romane

zu lieben

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Über das Buch

»Ulrike Draesner knüpft mit dem aus Liebe gesponnenen Band zwischen Mutter und Kind ein Textgewebe – so dicht, dass es auch ein Roman über unsere Gegenwart ist.« Cornelia Geißler, Berliner Zeitung

Mit einem Flug nach Sri Lanka, wo ein Kind auf seine zukünftigen Eltern wartet, beginnt in Ulrike Draesners »zu lieben« eine Reise ins Ungewisse. »Ich hatte mir immer eine Familie gewünscht. Irgendwann dachte ich, dieser Wunsch erfüllt sich nicht mehr. Da kam ein Anruf, und ich wusste, es wird einen neuen Menschen in meinem Leben geben. Davon will ich erzählen: von Hürden, Begegnungen, der ersten Nähe. Von Fremdheit. Es ist die Geschichte vom Ernstnehmen eines Kindes. Die Geschichte einer Mutter, deren Mutterschaft immer gefährdet ist. Unsere Geschichte.«

Wie wird man eine Familie? Was bedeutet Elternschaft in einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen nach neuen Formen des Zusammenlebens suchen? In der das Leibliche und Soziale, Herkunft und Identität ideenreich verhandelt werden müssen – und können? Unkalkulierbar der Prozess, groß die Überraschungen, notwendig der Humor. Was denkt wohl Mary, das dreijährige Mädchen, das die Welt wechseln muss? Was geschieht mit den Eltern als Paar? Und wie findet man sich, ist der Rückflug erst einmal geschafft, als bunte Familie im Deutschland der weißen Menschen zurecht?

Voller Lebenserfahrung erzählt Ulrike Draesner eine tief berührende Geschichte über die Liebe zwischen Mutter und Kind. So nah, so offen und warm, wie man sie noch nie gelesen hat.

Die kluge und zärtliche Geschichte einer von Beginn an ungewöhnlichen Elternschaft - Ulrike Draesners persönlichster Roman jetzt erstmals im Taschenbuch »Ulrike Draesner, Sprachkünstlerin und mit dem Talent ausgestattet, Sätze zum Klingen zu bringen, hat ein Buch geschrieben, das nachhallt, aufwühlt, froh macht. Was kann einer Schriftstellerin Besseres gelingen?« Melanie Mühl, FAZ »Ein kluges, bereicherndes und berührendes Buch.« Bettina Balàka, Die Presse »Es gab in den letzten Jahren zahlreiche Bücher über Elternschaft. ›zu lieben‹ ist eines der vielschichtigsten, dabei offensten und empathischsten.« Nico Bleutge, Deutschlandfunk Büchermarkt

Editionen (3)

ISBN9783641314781
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum11.09.24
Seitenzahl352

Rezensionen & Bewertungen

37 Bewertungen

7 Rezensionen

4,1

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  • overbooked_
    overbooked_

    172 Follower

    3,0

    „Sie war nicht in meinem Bauch gewesen, ich hatte sie nicht ausgetragen. Doch ich trug sie auf meinem Rücken. Ihr Kopf befand sich neben meinem, ihr Mund sprach viel zu laut in mein Ohr. Die Luft roch nach Kind.“

    Ein Paar wünscht sich seit Jahren ein Kind – vergeblich. Schließlich entscheiden sie sich, ein Kind aus Sri Lanka zu adoptieren, und reisen dafür dorthin. Das Buch erzählt von dieser Reise – emotional, kulturell und ganz persönlich – aus der Sicht der Eltern, aber auch mit Blick auf das Kind. Mir hat gefallen, dass das Buch anders aufgebaut ist und bewusst nicht als Roman gekennzeichnet wurde. Diese Form passt gut zur sehr persönlichen Geschichte. Die Sätze sind oft lang und verschachtelt – das soll die wirren Gedanken der Erzählenden zeigen, war für mich aber manchmal schwer zu folgen. Inhaltlich lag der Fokus für mich zu sehr auf der Paarbeziehung. Ich hätte mir mehr über die Beziehung zum Kind und dessen Sicht auf die Veränderung gewünscht – gerade, was das Ankommen in Deutschland betrifft. Trotzdem hat mich das Buch zum Nachdenken gebracht, vor allem über Rassismus, der oft viel früher beginnt, als man denkt. Ein stilles Buch, das einen Einblick in eine sehr persönliche Reise gibt – mit allen Fragen, Unsicherheiten und Hoffnungen, die dazugehören. 💭🌍👨‍👩‍👧 ⸻

    „Sie war nicht in meinem Bauch gewesen, ich hatte sie nicht ausgetragen. Doch ich trug sie auf meinem Rücken. Ihr Kopf befand sich neben meinem, ihr Mund sprach viel zu laut in mein Ohr. Die Luft roch nach Kind.“

    27. Juli 2025

  • aufgebucht
    aufgebucht

    142 Follower

    4,0

    ein tolles buch mit einem sehr interessanten thema über das ich bisher noch gar nichts gelesen habe.

    7. Okt. 2025

  • frauatze
    frauatze

    110 Follower

    5,0

    Starke und bewegend

    Das Buch wurde im Podcast eat -read-sleep empfohlen. Es seziert quasi die innere und reale Reise der Autorin zu einem Kind, welches sie in Sri Lanka adoptieren. Das ist sprachlich unheimlich nah, nahbar und ehrlich. Große Empfehlung.

    11. Feb. 2025

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ulrike Draesner

Ulrike Draesner, 1962 in München geboren, wurde für ihre Romane, Essays und Gedichte vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie den Christine Lavant Preis, den Gisela-Elsner-Literaturpreis, den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds für ihr Gesamtwerk, das multimediale Arbeiten und Übersetzungen einschließt. Ihr Roman »Die Verwandelten« war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Die Jahre 2015 bis 2017 verbrachte Draesner in England. Nach verschiedenen internationalen Gastdozenturen und Poetikvorlesungen ist sie seit April 2018 Professorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Draesner lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

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