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Romane

Unsere Liebe war unerhört

4,1(14)
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Über das Buch

Eine Liebe, die sich über Grenzen hinwegsetzt. Eine Vergangenheit, die nicht ruhen kann. Eine Familie, die über Generationen hinweg zusammenhält.

Sommer 1946: In einem bayerischen Dorf verliebt sich die junge Marga in den älteren Henryk. Sie stammt aus einer alteingesessenen katholischen Familie – er ist Jude und schlägt sich nach dem Krieg als Wanderkaufmann durch. Was er durchgemacht hat, erschließt sich ihr erst nach und nach, aber Marga kämpft für ihre gemeinsame Liebe. Henryk hat mit seinem Leben eigentlich abgeschlossen, als er Marga kennenlernt. Diese zweite Chance auf Glück, die sie ihm schenkt, grenzt für ihn an ein Wunder. Doch die Leute im Dorf finden Margas Interesse an Henryk unerhört. Solch eine Liebe dürfe doch nicht sein …

Gegenwart: Jonathan, der erwachsene Sohn von Marga und Henryk, fühlt sich in seiner Heimat tief verwurzelt. Doch auch nach so vielen Jahren bekommt er noch immer die Abneigung zu spüren, die bereits sein Vater ertragen musste. Jonathan trägt die Bürde seiner Familiengeschichte in die nächste Generation und sucht seinen eigenen Weg, um mit ihr umzugehen.

Eine zutiefst bewegende Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht: Durch den seit Generationen bestehenden engen Kontakt zur Familie, die hinter den Romanfiguren steckt, hat Eva Müller in detaillierter Recherche und mit viel Feingefühl einen vielschichtigen Roman geschaffen.

Editionen (1)

ISBN9783641310325
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum12.06.24
Seitenzahl400

Rezensionen & Bewertungen

14 Bewertungen

6 Rezensionen

4,1

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  • 3,0

    Nach wahren Begebenheiten.

    📌 "Hier saßen sie, Marga und Henryk, unter dem grünen Blätterdach, am Anfang einer neuen Zeit. Sie mussten mit dem zurechtkommen, was geblieben war." - S. 70 Ich mag Geschichten aus den Kriegsjahren und der Nachkriegszeit rund um den 2. Weltkrieg und denke gerade diese helfen zu verstehen, nicht zu vergessen und es gegenwärtig besser zu machen. Hier begleitet man als Leser*in Marga und Henryk, die sich nach Kriegsende ineinander verlieben und sich trotz aller Widrigkeiten gemeinsam eine Zukunft aufbauen. Henryk ist Jude, schwer traumatisiert, hat das Lager überlebt und seine Familie verloren. Marga ist katholisch, wohlbehütet aus gutem Hause, einige Jahre jünger und dagegen nahezu unbeschadet durch die Kriegsjahre gekommen. Großartig finde ich, dass Margas Eltern Henryk mit offenen Armen aufnehmen, obwohl er ihrer Tochter wenig bieten kann und sie ihm immer eine Stütze sein muss, um mit den Schatten seiner Vergangenheit leben zu können. Das Glück ihrer Tochter steht für sie an erster Stelle und so akzeptieren sie die Verbindung zu Henryk, auch wenn ihre Tochter Chancen hätte in "bessere Kreise" aufzusteigen, denn auch Lukas Krantz, dessen wohlhabende Eltern alteingessen sind, macht ihr Avancen. Diese Verbindung ist nicht selbstverständlich und wird auch nicht von allen gern gesehen, denn obwohl der Krieg vorüber ist, hat sich die Einstellung mancher Menschen nicht geändert. Nach wie vor hat Henryk als Jude im konservativen, bayrischen Mairing einen schweren Stand. Dies zieht sich unterschwellig auch durch die Folgejahre. Man liest abwechselnd die Schilderungen von Marga und Henryk in der Vergangenheit und dann gibt es noch die Ereignisse in der Gegenwart, die Jonathan, den gemeinsamen Sohn von Marga und Henryk betreffen. Auch der junge Student, wird mit Ablehnung und Feindseligkeit konfrontiert, denn auch in der heutigen Zeit gibt es genug Menschen, die aus der Dummheit der Vergangenheit nichts gelernt haben. Insgesamt hab ich die Geschichte zügig gelesen, muss aber sagen, dass ich den Teil um Jonathan im Vergleich zur Geschichte seiner Eltern (gerade am Ende) zu kurz fand. Da hätte ich mir ein wenig mehr Intensität und Emotionen gewünscht. Diese (Liebes-)Geschichte ist wirklich so passiert, was einen zugegebenerweise mit einem Kloß im Hals zurücklässt, wenn man sich durch all die schrecklichen Ereignisse gelesen hat. Schön, dass Henryk seine Marga gehabt hat.

    Nach wahren Begebenheiten.

    18. Juni 2024

  • sonjasbookworld
    sonjasbookworld

    48 Follower

    4,5

    Inhalt:  Im Sommer 1946 verliebt sich die katholische Marga in den zwölf Jahre älteren Juden Henryk. Und auch Henryk erwidert ihre Gefühle. Doch seine tragische Vergangenheit holt ihn immer wieder ein und das ganze Ausmaß wird ihr erst nach und nach bewusst. Trotzdem möchte sie gerne ihr Leben mit ihm verbringen, aber auch nach Kriegsende gibt es Menschen im Ort, die diese Liebe unerhört finden und es ihnen nicht leicht machen.  Und noch im Jahr 1990 kämpft Jonathan, der Erwachsene Sohn von Marga und Henryk mit den Nachwirkungen der düsteren Vergangenheit... Meinung: Dieses Buch wirkt nach. Man kann sich kaum vorstellen, welches Grauen ein Mensch ertragen muss und trotzdem durchstehen kann. Das er dann noch sein Leben lang gezeichnet ist und unter den Folgen leiden muss ist umso ungerechter! Immer wenn ich über unsere Vergangenheit im 2. Weltkrieg lese und die Gräueltaten, die die SS begangen hat, bin ich zutiefst betroffen. Man fragt sich wirklich, wie es soweit kommen konnte. Auch in diesem Fall bin ich sprachlos gewesen. Besonders weil dieses Buch auf einer wahren Geschichte beruht! Und was ich auch unglaublich finde, ist das der Sohn auch in den 1990er Jahren noch den Hass auf die jüdische Vergangenheit seiner Familie abbekommt.  Aber es geht in diesem Roman nicht nur um die schlimmen Erlebnisse während des Krieges, sondern um eine große Liebe, die stark genug war allem zu Trotzen wieder Lebensmut geschenkt hat. Außerdem um das Leben nach dem Krieg und wie man sich eine Zukunft aufbauen möchte und wieder ein "normales" Leben führen.  Bewundernswert war der Umgang der beiden Protagonisten mit dem Hass/Missgunst der ihnen entgegenschlug. Und bewundernswert war auch Marga, die sich aufopferungsvoll um ihren Henryk gekümmert hat.  Ein bewegender Roman über eine tiefe Liebe, die allen Wiedrigkeiten zum Trotz Bestand hat und die die Wunden der Vergangenheit erträglicher macht. Fazit: 4,5/5 Sternen Ich gebe sehr gerne eine Lese-Empfehlung!

    3. Okt. 2025

  • manuli
    manuli

    72 Follower

    3,5

    Die erste Hälfte des Buches hat mich total beeindruckt und begeistert. In der zweiten Hälfte fand ich es eher zäh und nicht mehr so interessant und spannend … auf den Inhalt brauche ich ja nicht eingehen, der Klappentext erzählt ja genügend. Es hat mich im ganzen nicht so begeistert wie zb. Als Großmutter im Regen tanzte von Trude Teige… welches sich ja mit ähnlichen Schicksalen beschäftigt.

    15. Juli 2024

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Eva Müller

Eva Müller ist der Mädchenname der Autorin mehrerer historischer sowie zeitgenössischer Romane. Sie wuchs in Passau auf und studierte in Regensburg. In ihren Romanen verarbeitet sie gern Stoffe mit historischem Hintergrund. Mit »Unsere Liebe war unerhört« widmet sich Eva Müller nun der wahren Geschichte einer Familie, die seit Generationen mit ihrer eigenen Familie verbunden ist.

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