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Warum ich schreibe. Die großen Essays

3,5(45)
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Über das Buch

»Fast alles, was man über Politik wissen muss, steht meiner Ansicht nach bei George Orwell.« Harald Martenstein

»Mein größtes Ziel war es, aus dem politischen Schreiben eine Kunst zu machen.« Nicht nur mit seinen großen Parabeln 1984 und Farm der Tiere ist George Orwell dies gelungen. Auch seine klaren, klugen Essays sind herausragende Beispiele dafür, was passiert, wenn sich schriftstellerisches Talent mit politischem Scharfsinn mischt. Die erbarmungslose Ehrlichkeit, auch im politisch Heiklen, macht seine Essays zu einer zeitlos spannenden Lektüre. Warum George Orwell schrieb – nirgends wird es so deutlich wie in diesen Texten.

Enthält Essays aus zwei Jahrzehnten: Einen Elefanten schießen, Meine Zeit als Buchhändler, Faschismus und Demokratie, Erinnerungen an den Spanischen Bürgerkrieg, Anmerkungen zum Nationalismus, Warum ich schreibe, Wie die Armen sterben, Gedanken über Gandhi und viele mehr.

Editionen (1)

ISBN9783641297596
VerlagAnaconda Verlag
Erscheinungsdatum05.10.22
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

45 Bewertungen

7 Rezensionen

3,5

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  • _rick_leipzig_
    _rick_leipzig_

    117 Follower

    4,5

    George Orwell, muss achon sagen das ich dieses Autor wirklich schätze. Sein drittes Band was ich gelesen habe, handelt viel aus seinem Persönlichen Leben, seine Politische Einstellung und seine tiefsten Gedanken. In Bezug der Vergangenheit,der Gegenwart und seine (Befürchtungen) zwecks der Zukunft. In sein Essays verarbeitet er viel aus seinem Leben und die damalige Politische Lage. Besonders dem ersten Weltkrieg, Spanischer Bürgerkrieg, Sturz des Zaren und 2 Weltkrieg. (Die er alle miterlebt hat ) Im Spannischen Bürgerkrieg hat er selbst mit gekämpft um das Faschistische Regime zu stürzen. Das macht Ihn in mein Augen schon Sympathisch. Er war ein großer Verfechter gegen den Faschismus und gegen Totalitarismus. Darüber hat er sich besonders ausgelassen in sein Essays. Es hat mir wirklich Spass gemacht mehr aus dieser Zeit zu lesen, aus der Sicht eines Autors. Manchmal habe ich mich gefragt wie er heute schreiben würde in unseren jetzigen Welt Politischen Lage. Damals hat er schon ein ziemlichen Weitblick bewiesen. In manchen Punkten die er Politisch sieht, bin ich gänzlich anderer Meinung. Doch das ist nicht schlimm, sondern bereichernd, dadurch konnte ich es aus einer anderen Perspektive sehen und er hat seine Ansicht Argumentativ und vernünftig übermittelt. Was mich ein wenig gestört hat, ist das er von normalen Gesichten zu ernsten Politischen Themen Manchmal hin und her springt. Doch im großen und Ganzen hat mich das Buch sehr beeindruckt und abgeholt. Auch zu diesem Buch sage ich, unbedingt lesen und in mein Augen sollte es in den Schulen Thematisiert werden. Sehr zu empfehlen

    2. Apr. 2026

  • karandi
    karandi

    244 Follower

    5,0

    Ein Blick in die Gedanken Orwells

    Für mich waren „Die großen Essays” von George Orwell eine absolute Überraschung. Ich bin völlig ohne Erwartungshaltung an das Buch herangegangen. Weder habe ich etwas Gutes noch etwas Schlechtes erwartet, da mir ehrlich gesagt gar nicht bewusst war, was auf mich zukommen würde. Dieses Buch befindet sich auch nur in meinem Besitz, weil es Teil eines dreiteiligen Schubers mit “1984” und “Farm der Tiere” war. Umso glücklicher bin ich, dass ich durch diesen Zufall auf dieses Werk gestoßen bin. Das Buch beginnt mit zwei kleinen Kurzgeschichten, die ich ganz in Ordnung fand. Danach tauchen wir jedoch in die Gedankenwelt von George Orwell ein und lernen seine Ansichten kennen – und zwar zu einer ganz besonderen Zeit. Ein Großteil der Essays entstand während des Zweiten Weltkriegs. Besonders gut gefallen hat mir, dass bei jedem Essay das jeweilige Entstehungsjahr angegeben ist. Es gibt Texte aus der Zeit, als die NSDAP gerade die Macht ergriffen hatte und Orwell thematisiert, wie sehr die Menschen Hitler unterschätzten. Andere Essays entstanden mitten im Krieg, noch bevor England von Deutschland angegriffen wurde, und wieder andere danach. Dabei übt Orwell auch deutliche Kritik am Antisemitismus in England. Er geht sehr tief in die Materie ein, beleuchtet die Tragödie des Zweiten Weltkriegs aus verschiedenen Perspektiven und stellt die Frage, wie es überhaupt möglich sein konnte, dass ein einzelner Mensch mit einer derart menschenverachtenden Denkweise ein ganzes Land in seinen Bann ziehen konnte. Ich war unglaublich überrascht, vor allem, weil mich die Thematik des Zweiten Weltkriegs ohnehin sehr interessiert. Besonders beschäftigt mich die Frage, wie Menschen sich dazu verleiten lassen können, dem Bösen zu folgen, ohne erkennen zu wollen, was das Böse eigentlich ist. Dazu gibt es einen Satz, den ich besonders treffend finde: „Jeder Nationalist ist zu einer ungeheuren Unaufrichtigkeit fähig, wobei er aber im Bewusstsein, einer Sache zu dienen, die größer ist als er selbst, die unerschütterliche Überzeugung hat, im Recht zu sein.“ Wir sehen also, wie verblendet Menschen sein können, wenn sie einer Ideologie folgen und ihre Individualität in der Masse verlieren. Dabei musste ich sofort an “Psychologie der Massen” von Gustave Le Bon denken. In dem Buch finden wir außerdem viele weitere Essays und Geschichten, unter anderem über Gandhi oder darüber, warum Orwell überhaupt angefangen hat zu schreiben. Das war für mich eine schöne Ergänzung. Sein hohes Ranking erhält dieses Buch für mich jedoch aus einem ganz einfachen Grund: Ich durfte die Gedanken eines Menschen kennenlernen, der eine der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte unmittelbar miterlebt hat und seine Eindrücke in Worte fassen konnte. Eine absolute Leseempfehlung für historisch Interessierte, aber auch für alle anderen. Und genau aus diesem Grund lese ich so gerne Bücher. Ein Film kann niemals das vermitteln, was ein Buch vermittelt. Er kann die Gedanken seines Verfassers niemals so eindringlich transportieren wie das geschriebene Wort. Da ich selbst meine eigenen Essays verfasse, bin ich von so etwas ein absoluter Fan. Einfach top!

    17. Juni 2026

  • lenaxx1
    lenaxx1

    13 Follower

    2,5

    Gedanklich spannend, aber nicht leicht zugänglich

    Die großen Essays von Orwell waren eine interessante, aber vor allem anspruchsvolle Lektüre. Nach seinen Romanen hatte ich mir einen direkteren Zugang erhofft, aber viele Essays sind stark im historischen und politischen Kontext ihrer Zeit verankert. Ohne entsprechendes Hintergrundwissen bleiben manche Argumente abstrakt oder wirken etwas kontextlos. Der Stil ist präzise und analytisch, aber stellenweise recht trocken. Insgesamt fehlte mir etwas Zusammengehörigkeit innerhalb der Sammlung. Einzelne Texte funktionieren gut, doch am Stück gelesen wirkte es auf mich eher fragmentarisch. Lohnt sich für jeden, der sich intensiver mit Orwell als politischem Denker beschäftigen möchten. Für mich persönlich jedoch mehr intellektuell interessant als wirklich mitreißend.

    26. Feb. 2026

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über George Orwell

George Orwell wurde 1903 in Motihari/ Bengalen als Sohn eines britischen Kolonialbeamten geboren. Er besuchte Privatschulen in England, diente in der burmesischen Imperial Police, arbeitete als Lehrer und Buchhandelsgehilfe, machte als Vagabund in Südengland und Paris Erfahrungen, kämpfte auf republikanischer Seite im Spanischen Bürgerkrieg und arbeitete als freier Schriftsteller und Journalist. Neben seinen Welterfolgen »Farm der Tiere« und »1984« ist er durch zahllose politische wie literarische Essays bekannt geworden. Er starb 1950 in London.

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