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Sci-Fi

Das Ministerium für die Zukunft

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Über das Buch

Von Barack Obama auf Twitter empfohlen!

Indien, 2025. Das Land wird von einer gnadenlosen Hitzewelle heimgesucht, die Temperaturen erreichen mancherorts über 50 Grad. Hunderttausende Menschen sterben, manchmal werden ganze Stadtviertel ausgelöscht. Zu den Überlebenden gehört der Entwicklungshelfer Frank May. Schwer traumatisiert zieht er in die Schweiz, um mit denen abzurechnen, die seiner Meinung nach mitverantwortlich sind: dem Ministerium für die Zukunft, dessen Aufgabe es eigentlich ist, solche Katastrophen zu verhindern. In Mary Murphy, der Vorsitzenden des Ministeriums, findet Frank unerwartet eine Verbündete, die wie er gegen den Klimawandel kämpft - wenn auch mit anderen Mitteln ...

Editionen (3)

ISBN9783641280185
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum11.10.21
Seitenzahl720

Rezensionen & Bewertungen

71 Bewertungen

14 Rezensionen

3,6

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  • franziko
    franziko

    39 Follower

    3,0

    The Minestry of the Future beschäftigt sich mit einer möglichen Zukunft, in der der Klimawandel so weitergeht wie bisher. Dabei werden verschiedenste Aspekte angesprochen von Klimawissenschaften, Wirtschaftswissenschaft bis zur Flüchtlingspolitik. Dadurch entsteht ein komplexes Bild dieses so immens wichtigen Themas. Jedoch, und jetzt kommt ein großes Aber, gibt es Punkte Abzug für eine, meines Erachtens, nicht gute Geschichte.

    Das Buch startet super stark und spannend mit der Beschreibung einer Hitzekatastrophe in Indien, wo wir auch die erste Hauptperson Frank, kennenlernen. Die zweite Hauptperson ist Mary, die Leiterin des titelgebenden Ministeriums. Das sind mehr oder weniger die beiden einzigen Menschen, denen mehr als zwei Kapitel gewidmet werden. Beiden folgen wir in losen Abständen im Laufe der Zeit. Leider kann das Buch die Spannung vom Anfang nicht halten. Dazu trägt auch die besondere Kapitelstruktur bei. Diese sind sehr unterschiedlich: von Rätseln zu Lexikonauszügen zu Dialogen wie bei einem Theaterstück. Einerseits verstärkt das den Eindruck, das alles mit allem zusammenhängt, andererseits bleibt es so auch immer sehr abstrakt und verwirrend. Immer wenn man denkt, jetzt wird es spannend, wie wird es wohl weitergehen, startet das nächste Kapitel. Durch die fehlende zeitliche und örtliche Einordnung der Kapitel fühlte ich mich verloren: wie lange ist die Hitzekatastrophe her, bin ich in der Zukunft/Gegenwart/Vergangenheit? Ist diese Person hier jetzt wichtig? Die zwei Hauptfiguren bleiben auch sehr blass und ohne Tiefgang. Ich hätte gerne mehr von Mary erfahren und v.a. auch über die Children of Kali. Was denkt sie über die mindestens fragwürdigen Praktiken ihres Sicherheitschefs? Keine Antwort! Dieses Buch ist definitiv auch 100 Seiten zu lang. Warum wird nach einem gefühlten Höhepunkt noch eine völlig uninteressante Liebesgeschichte angefangen? Völlig unverständlich, dafür gibt es Punkte Abzug. Fazit: Das Buch bearbeitet ein sehr wichtiges Thema und ich musste bei vielen aktuellen Nachrichten an verschiedene beschriebene Szenarien denken. Dennoch ist die schriftstellerische Umsetzung leider nur mittelmäßig.

    31. Juli 2025

  • andilange
    andilange

    24 Follower

    1,5

    Tolles Thema, aber der Stil von Robinson ist nicht meins. Zu fragmentarisch, zu viele kurze Kapitel, da entsteht keine richtige Geschichte für mich.

    3. Juni 2024

  • milanpablo
    milanpablo

    62 Follower

    3,0

    Ein Science Fiction Autor, der sich mit der Idee des guten Lebens, der Vorstellung einer solidarischen Welt-Gesellschaft und der sich immer mehr aufdrängenden Klima-Frage widmet.

    Ein Roman, der sich mit der wohl größten Herausforderung der Menschheit auseinandersetzt, die uns seit der Industrialisierung begleitet: Der menschengemachte Klimawandel. Das Ministerium für die Zukunft, entstanden aus dem Pariser Abkommen, wird 2025 in Zürich eingesetzt, um nach staatenübergreifenden Lösungen für steigende CO2-Emission und den damit verbundenen Klima-Extremen zu suchen und diese umzusetzen, damit die Erde für alle Lebewesen wieder lebenswert wird und sich erholt. Kim Stanley Robinson legt mit diesem idealistisch-realistischen Roman ein zum Nachdenken anregendes Werk vor. Idealistisch, weil es der Utopie einer sozial-ökologischen Gerechtigkeit nachgeht. Realistisch, weil die Gefahren des Klimawandels schon derzeit mehr als akut sind. Neben den im Roman aufgezeigten, durchdachten Lösungsstrategien finden sich im Buch immer wieder Orte, Wörter, Bezeichnungen und Ereignisse, die zum weiter nachschauen animieren. Beispiel: Was Firn ist, wusste ich vorher nicht. Auch waren mir die Modragón-Genossenschaft oder die Nansen-Pässe vorher kein Begriff. Auch wenn mich diese Sachen über das Buch hinaus noch begleiten werden, leidet der Inhalt teilweise an für meinen Geschmack etwas lieblos wirkenden Dialogen, seltsam eingeschobenen Kapiteln in Form von Lehrer*in/Schüler*in-Settings und dem schon früh abzusehenden, weiteren Verlauf des Buches. Kurzum: Ein guter Roman, der sich mit der Idee des guten Lebens, der Vorstellung einer solidarischen Welt-Gesellschaft und der sich immer mehr aufdrängenden Klima-Frage widmet.

    25. März 2023

3 von 14 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

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famsander
famsander26. Dez. 2024

I loved the book. Unexpected plot twists, diverse perspectives, well-informed concepts and ideas. I only struggle with one thing. I would have liked to learn more about the resistance to change in the last third of the novel. Some of these reforms/revolutions seem too radical to imagine to happen without major resistance. The author knows that and mentions this resistance, but does not focus on it intentionally. I personally would have loved to go deeper into this struggle, as I would have hoped to learn more about how to deal with the struggles of resistance to change.

Autorin / Autor

Über Kim Stanley Robinson

Kim Stanley Robinson wurde 1952 in Illinois geboren, studierte Literatur an der University of California in San Diego und promovierte über die Romane von Philip K. Dick. Mitte der Siebzigerjahre veröffentlichte er seine ersten Science-Fiction-Kurzgeschichten, 1984 seinen ersten Roman. 1992 erschien mit »Roter Mars« der Auftakt der Mars-Trilogie, die ihn weltberühmt machte und für die er mit dem Hugo, dem Nebula und dem Locus Award ausgezeichnet wurde. In seinem Roman »2312« erkundet er die verschiedenen Gesellschaftsformen, die die Menschheit nach ihrem Aufbruch ins Sonnensystem erschafft. Zuletzt sind bei Heyne seine Romane »New York 2140«, der in einem vom Klimawandel gezeichneten New York der nahen Zukunft spielt, und sein Bestseller »Das Ministerium für die Zukunft« erschienen. Kim Stanley Robinson lebt mit seiner Familie in Davis, Kalifornien.

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