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Abtauchen ins magische London 1894 TW: unerfüllter Kinderwunsch Danke an das Bloggerportal und den Diana Verlag für dieses Rezensionsexemplar und mein erstes Buch von Susanne Goga! London im Viktorianischen Zeitalter, eine Liebesgeschichte, ein spannendes Buchprojekt und ein Leichenfund – natürlich haben mich diese Hinweise auf dem Klappentext neugierig gemacht! Bei diesem Buch handelt es sich um eine Fortsetzung von „Der verbotene Fluss“, was ich leider erst im Nachhinein erfahren habe. Während des Lesens habe ich bereits gedacht, dass es sich anhört, als hätten die beiden eine den Leser*innen bereits bekannte Vorgeschichte. Dennoch kann man die Bücher meiner Einschätzung nach getrost unabhängig voneinander lesen; man wird weder gespoilert, noch fehlen einem wichtige Inhalte, um dem Plot dieser Geschichte folgen zu können. Allgemein ist es eine ruhig erzählte Geschichte mit einer besonderen Stimmung, wenn auch leider nicht so viktorianisch wie ich mir erhofft habe und nicht so kriminalistisch, wie der Klappentext vielleicht vermuten lässt. Gewiss gibt es Kutschen und keine Handys, doch die beiden Protagonisten wirkten vom Schreibstil her auf mich oft nicht wirklich wie Menschen von damals – selbst wenn sie als unkonventionell dargestellt werden – , sondern eher wie Menschen aus heutiger Zeit in einer anderen Welt. Über etwas mehr (alltägliche) Details für die viktorianische Atmosphäre hätte ich mich sehr gefreut. Dennoch hatte ich definitiv meine Freude dabei, den beiden durch London entlang der Themse zu folgen und dabei viele gut recherchierte Fakten über archäologische Funde und ägyptische Symbole zu lernen. Dass magische Rituale und Geheimgesellschaften im 19. Jahrhundert wohl tatsächlich eine große Anziehungskraft auf die Briten ausübten war mir nur teilweise bewusst. Obwohl die Thematik mehr und mehr (für meinen Geschmack vielleicht etwas zu viel) Raum einnahm, war ich erleichtert, dass es nicht tatsächlich noch magisch wurde (es also keine übernatürlichen Wendungen gab), auch wenn mir das Ende vielleicht einen Tick zu dramatisch wurde. Von der Aufmachung her möchte ich noch die beiden wunderschönen aufklappbaren Karten im Inneren der Klappbroschur erwähnen. Insgesamt eine Leseempfehlung – man sollte bloß keinen Kriminalroman erwarten, es ist wie auf dem Cover richtig genannt ein einfacher Roman, der sich schnell lesen lässt und in den man gut zwischendurch eintauchen und abschalten kann.
23. Sept. 2022
Abtauchen ins magische London 1894 TW: unerfüllter Kinderwunsch Danke an das Bloggerportal und den Diana Verlag für dieses Rezensionsexemplar und mein erstes Buch von Susanne Goga! London im Viktorianischen Zeitalter, eine Liebesgeschichte, ein spannendes Buchprojekt und ein Leichenfund – natürlich haben mich diese Hinweise auf dem Klappentext neugierig gemacht! Bei diesem Buch handelt es sich um eine Fortsetzung von „Der verbotene Fluss“, was ich leider erst im Nachhinein erfahren habe. Während des Lesens habe ich bereits gedacht, dass es sich anhört, als hätten die beiden eine den Leser*innen bereits bekannte Vorgeschichte. Dennoch kann man die Bücher meiner Einschätzung nach getrost unabhängig voneinander lesen; man wird weder gespoilert, noch fehlen einem wichtige Inhalte, um dem Plot dieser Geschichte folgen zu können. Allgemein ist es eine ruhig erzählte Geschichte mit einer besonderen Stimmung, wenn auch leider nicht so viktorianisch wie ich mir erhofft habe und nicht so kriminalistisch, wie der Klappentext vielleicht vermuten lässt. Gewiss gibt es Kutschen und keine Handys, doch die beiden Protagonisten wirkten vom Schreibstil her auf mich oft nicht wirklich wie Menschen von damals – selbst wenn sie als unkonventionell dargestellt werden – , sondern eher wie Menschen aus heutiger Zeit in einer anderen Welt. Über etwas mehr (alltägliche) Details für die viktorianische Atmosphäre hätte ich mich sehr gefreut. Dennoch hatte ich definitiv meine Freude dabei, den beiden durch London entlang der Themse zu folgen und dabei viele gut recherchierte Fakten über archäologische Funde und ägyptische Symbole zu lernen. Dass magische Rituale und Geheimgesellschaften im 19. Jahrhundert wohl tatsächlich eine große Anziehungskraft auf die Briten ausübten war mir nur teilweise bewusst. Obwohl die Thematik mehr und mehr (für meinen Geschmack vielleicht etwas zu viel) Raum einnahm, war ich erleichtert, dass es nicht tatsächlich noch magisch wurde (es also keine übernatürlichen Wendungen gab), auch wenn mir das Ende vielleicht einen Tick zu dramatisch wurde. Von der Aufmachung her möchte ich noch die beiden wunderschönen aufklappbaren Karten im Inneren der Klappbroschur erwähnen. Insgesamt eine Leseempfehlung – man sollte bloß keinen Kriminalroman erwarten, es ist wie auf dem Cover richtig genannt ein einfacher Roman, der sich schnell lesen lässt und in den man gut zwischendurch eintauchen und abschalten kann.
23. Sept. 2022





