Blick ins Buch

Historische Romane

Die Hafenschwester (1)

4,3(70)
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Über das Buch

Hamburg, 1892: Die Cholera erschüttert die Stadt an der Elbe und fordert tausende Opfer. Als Marthas Mutter stirbt, muss sie das Überleben ihrer Familie sichern. Die junge Frau aus dem armen Gängeviertel ergattert eine Lehrstelle am Eppendorfer Krankenhaus und arbeitet sich bis zur OP-Schwester hoch. Während die Ärzte sich im Wettlauf gegen die Zeit befinden, ist Hamburg auch im politischen Umbruch: Die Hafenarbeiter streiken, die Frauen kämpfen ums Wahlrecht und für die Rechte von Prostituierten. Martha schließt sich der Frauenbewegung an und führt gleichzeitig ihren ganz persönlichen Kampf. Denn sie hat nicht nur die Liebe zur Medizin entdeckt, sondern – gegen die strengen Regeln am Krankenhaus – auch zu einem jungen Mann …

Editionen (2)

ISBN9783641243890
VerlagDiana
Erscheinungsdatum09.09.19
Seitenzahl464

Rezensionen & Bewertungen

70 Bewertungen

17 Rezensionen

4,3

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  • brillenschlange78
    brillenschlange78

    556 Follower

    5,0

    Cholera, Streik und die Liebe

    In diesem Buch lernen wir die 14jährige Martha Westphal kennen. Sie lebt mit ihrer Familie im armen Gängeviertel in Hamburg. Als die Cholera ausbricht wird auch ihre Familie nicht verschont und sie stürzen in noch größere Armut als davor. Doch Martha gibt nicht auf und kämpft sich hoch bis zur Schwesternausbildung. Als sie durch eine Freundin bei den Sozialisten anfängt lernt sie den jungen Ingenieur Paul Studt kennen. Dieser möchte unbedingt die Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter verbessern, die seit der Cholera noch katastrophaler geworden sind als sie eh schon waren. Es kommt zum ersten großen Streik der Hamburger Hafenarbeiter. Als er aber schwer verletzt ins Krankenhaus kommt, freunden sich die Beiden an mehr an. Sehr zum Missfallen von einer Kollegin, da die Schwestern eine tadellose Sittsamkeit vorweisen müssen. Diese entwirft einen perfiden Plan gegen Martha. Doch auch hier beweist Martha Stehvermögen und lässt sich nicht unterkriegen. Wie immer sind die Charaktere bei Melanie Metzenthin gut gezeichnet und lebensecht. Sie entwickeln sich weiter und man kann sich mit ihnen identifizieren. Das und der schöne Schreibstil tragen dazu bei, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Auch versteht es die Autorin wahre Begebenheiten glaubhaft in die Geschichte einzuflechten. Ich freue mich auf die 2 anderen Bände um die Hafenschwester Martha und ihre Familie und gebe eine absolute Leseempfehlung.

    12. Jan. 2026

  • klaudias
    klaudias

    86 Follower

    5,0

    Der Roman zeichnet ein detailliertes Bild der sozialen Gegensätze in Hamburg Ende des 19. Jahrhunderts. Die 14-jährige Martha Westphal muss nach dem Tod ihrer Mutter in der Cholera Epidemie die Verantwortung für die Familie übernehmen, da ihr Vater in den Alkohol flüchtet. Sie beginnt eine Ausbildung als Krankenschwester, engagiert sich politisch -unter anderem auch für das Frauenwahlrecht- und verliebt sich in den Ingenieur Paul Studt. In diesem historischen Roman werden einem viele Themen nahe gebracht: Die große Choleraepidemie in Hamburg im Jahre 1892, der große Hafenarbeiterstreik im Jahre 1896/97, die medizinischen Verhältnisse, die Krankenpflegeausbildung, die erstarkende sozialdemokratische Bewegung, der Beginn der Frauenbewegung in Deutschland und die teilweise unmenschlichen Lebensbedingungen der Ärmsten. Ganz besonders beleuchtet wird hier auch wieder die Situation der Frauen, die wirklich kaum Wahlmöglichkeiten für die Gestaltung ihres Lebens hatten.  Trotz der vielen Themen wirkt der Roman zu keinem Zeitpunkt überfrachten oder belehrend , sondern einfach nur spannend. Ich freue mich auf den zweiten Teil.

    15. Mai 2026

  • carrycaricarina
    carrycaricarina

    138 Follower

    5,0

    Super Unterhaltung, eine spannende und emotionale Geschichte. Hat mir sehr gut gefallen.

    24. Feb. 2024

3 von 17 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Melanie Metzenthin

Melanie Metzenthin wurde 1969 in Hamburg geboren, wo sie auch heute noch lebt und als Fachärztin für Psychiatrie arbeitet. Mit der Vergangenheit ihrer Heimatstadt fühlt sie sich ebenso verbunden wie mit der Geschichte der Medizin, was in vielen ihrer Romane zum Ausdruck kommt. »Die Hafenschwester. Als wir zu träumen wagten« ist ihr erster Roman im Diana Verlag und der Auftakt zu einer Serie.

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