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Eine Story zwischen inmitten des Weltraums, gespickt mit politischen Intrigen, seltsamen Namen und einen wirklich tollen Hauptprotagonistin.
"Zwei Dinge in Teixcalaan sind ständig in Bewegung: die Sternkarten und der Strom der Reisenden." Eine wirklich faszinierende Space Opera ist Arkady Martini mit Band 1 ihrer Dilogie "Im Herzen des Imperiums" gelungen. (Aus dem Amerikanischen übersetzt von Jürgen Langowski.) Mahit Dzamare, Botschafterin einer kleinen, unabhängigen Raumstation namens Lsel, wird in die Hauptstadt des teixcalaanischen Imperiums, dem Juwel der Welt, versetzt. Ihre Aufgabe: Die Todesumstände ihres Vorgängers Botschafter Yskandr Aghavn aufklären. Dabei steht ihr die Imago - die lebende Erinnerung, Yskandrs zur Seite. Doch in dieser fremden Welt ist ihr nicht jeder wohl gesonnen und oft merkt Mahit, dass sie nur eine Barbarin für die Teixcalaaner ist... Mit "Im Herzen des Imperiums" erlebte ich eine Geschichte, die mich wirklich zu fesseln verstand. Die politischen Intrigen, das faszinierende Gesellschaftskonstrukt und die wirklich bildgewaltige Szenerie haben es mir einfach angetan. Die Charaktere sind schon recht vielschichtig und gerade auch Mahit, empfand ich als sehr interessanten Charakter. Vor allem auch, wie sie mit der Situation umgeht, in der sie sich befindet. Ein wirklich starker weiblicher Charakter - was aber auf alle Frauen im Buch zutrifft. Das einzige Manko für mich waren die teixcalaanischen Namen: Zwölf Azalee, Sechs Vektor, Acht Gegengift und Neunzehn Breitaxt - um nur ein paar zu nennen - haben mir das Leben nicht gerade leicht gemacht. Glücklicherweise gibt es aber ekn Glossar, welches ich auch oft zu Rate gezogen habe, um die Namen zuordnen zu können. Die größten Probleme hatte ich mit Ein Blitz, mein Gehirn hat sich des öfteren einfach geweigert dies als Namen anzuerkennen und war ständig bei einem Naturphänomen. Aber diese Namen sind tatsächlich auch das Einzige, das mich teilweise etwas gestört hat. Besonders interessant und faszinierend fand ich die Imagos. Das sind kleine mechanische Bauteile, die sämtliche Erinnerungen, auch die Muskelerinnerung, erworbene Fertigkeiten und die Instinkte einer verstorbenen Person speichern. Diese Maschine wird dann mittels einer Operation mit dem Stammhirn einer anderen Person verbunden. Diese beiden Personen verschmelzen dann quasi zu einer. Was eine ganz eigene Art und Weise der Identitätsfindung mit sich bringt: Wann handle ich aus eigenem Antrieb? Kommt das wirklich aus mir selbst oder ist das die Imago? Abschließend kann ich euch sagen, dass es sich bei "Im Herzen des Imperiums" zwar nicht um ein überragendes Buch handelt, aber auf jeden Fall um ein sehr lesenswertes. "Niemand ist tot, solange man sich an ihn erinnert."

2. Feb. 2023
Eine Story zwischen inmitten des Weltraums, gespickt mit politischen Intrigen, seltsamen Namen und einen wirklich tollen Hauptprotagonistin.
"Zwei Dinge in Teixcalaan sind ständig in Bewegung: die Sternkarten und der Strom der Reisenden." Eine wirklich faszinierende Space Opera ist Arkady Martini mit Band 1 ihrer Dilogie "Im Herzen des Imperiums" gelungen. (Aus dem Amerikanischen übersetzt von Jürgen Langowski.) Mahit Dzamare, Botschafterin einer kleinen, unabhängigen Raumstation namens Lsel, wird in die Hauptstadt des teixcalaanischen Imperiums, dem Juwel der Welt, versetzt. Ihre Aufgabe: Die Todesumstände ihres Vorgängers Botschafter Yskandr Aghavn aufklären. Dabei steht ihr die Imago - die lebende Erinnerung, Yskandrs zur Seite. Doch in dieser fremden Welt ist ihr nicht jeder wohl gesonnen und oft merkt Mahit, dass sie nur eine Barbarin für die Teixcalaaner ist... Mit "Im Herzen des Imperiums" erlebte ich eine Geschichte, die mich wirklich zu fesseln verstand. Die politischen Intrigen, das faszinierende Gesellschaftskonstrukt und die wirklich bildgewaltige Szenerie haben es mir einfach angetan. Die Charaktere sind schon recht vielschichtig und gerade auch Mahit, empfand ich als sehr interessanten Charakter. Vor allem auch, wie sie mit der Situation umgeht, in der sie sich befindet. Ein wirklich starker weiblicher Charakter - was aber auf alle Frauen im Buch zutrifft. Das einzige Manko für mich waren die teixcalaanischen Namen: Zwölf Azalee, Sechs Vektor, Acht Gegengift und Neunzehn Breitaxt - um nur ein paar zu nennen - haben mir das Leben nicht gerade leicht gemacht. Glücklicherweise gibt es aber ekn Glossar, welches ich auch oft zu Rate gezogen habe, um die Namen zuordnen zu können. Die größten Probleme hatte ich mit Ein Blitz, mein Gehirn hat sich des öfteren einfach geweigert dies als Namen anzuerkennen und war ständig bei einem Naturphänomen. Aber diese Namen sind tatsächlich auch das Einzige, das mich teilweise etwas gestört hat. Besonders interessant und faszinierend fand ich die Imagos. Das sind kleine mechanische Bauteile, die sämtliche Erinnerungen, auch die Muskelerinnerung, erworbene Fertigkeiten und die Instinkte einer verstorbenen Person speichern. Diese Maschine wird dann mittels einer Operation mit dem Stammhirn einer anderen Person verbunden. Diese beiden Personen verschmelzen dann quasi zu einer. Was eine ganz eigene Art und Weise der Identitätsfindung mit sich bringt: Wann handle ich aus eigenem Antrieb? Kommt das wirklich aus mir selbst oder ist das die Imago? Abschließend kann ich euch sagen, dass es sich bei "Im Herzen des Imperiums" zwar nicht um ein überragendes Buch handelt, aber auf jeden Fall um ein sehr lesenswertes. "Niemand ist tot, solange man sich an ihn erinnert."
2. Feb. 2023







