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Europa, wach auf!

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Über das Buch

Von der Bestsellerautorin: Poetisch-kraftvolle Reden und Essays über Freiheit, Werte und Demokratie in bedrohten Zeiten Nino Haratischwili – international gefeierte Bestsellerautorin und Theatermacherin – ist nicht nur eine der wichtigsten literarischen Stimmen der deutschsprachigen Literatur, sie ist auch eine der wichtigsten politischen deutschsprachigen Autorinnen unserer Zeit. Aktuell ist unsere Zeit geprägt von politischer Aggression und einem gesellschaftlichen Klima des Hasses, Umbrüchen und konkreter kriegerischer Bedrohung. Die Autorin kämpft seit Jahren gegen die akute Gefährdung der Freiheit angesichts von Putins Imperialismus. Was in der Ukraine geschehen ist, darf sich nicht wiederholen – in Georgien ist diese Angst zur Tagesrealität geworden. Unter anderem davon handeln die hier versammelten Texte und Reden, emotional und persönlich, brisant und politisch, in der unverkennbar poetisch-kraftvollen Sprache, die zu Nino Haratischwilis Markenzeichen geworden ist. Diese E-Book-Ausgabe enthält als Zusatzmaterial die Rede zur Demokratie vom 9. Oktober 2025. Nino Haratischwili hielt diese am Jahrestag der Friedlichen Revolution in der Leipziger Nikolaikirche, ein eindringlicher und brandaktueller Appell zur Verteidigung demokratischer Grundwerte.

Editionen (2)

ISBN9783627023454
VerlagFrankfurter Verlagsanstalt
Erscheinungsdatum21.08.25
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

6 Bewertungen

2 Rezensionen

4,5

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  • lustaufbuch
    lustaufbuch

    225 Follower

    5,0

    »Ich will die Komplexität meines Ichs genauso aushalten wie die der Welt, denn komplexe Fragen zu stellen, halte ich für unser aller Pflicht, die wir in diesem Bereich tätig sind.«

    Die sechzehn in diesem Buch ausgewählten Reden und Essays der Autorin Nino Haratischwili, welche zwischen 2013 und 2025 gehalten oder publiziert wurden, handeln von bröckelnden Demokratien, Diktaturen und immer wieder von dem großen, scheinbar allmächtigen und stets machtgierigen Riesen – Russland. Insbesondere von dessen Leidtragenden. Aber sie geben auch Mut und Hoffnung, rütteln auf und sind in ihrer Fülle ein warnender Appell an unsere Gesellschaft. Eindrücklich und doch mit wohlgeformten Sätzen und poetischer Wucht, die man von ihren Roman gewohnt ist, liest man diese Reden und Essays, die niemand kalt lassen können. Es geht um Heimat, Identität und immer wieder schwebt über allem – Krieg und Gewalt. Aber nicht weniger geht es auch um Kunst, Literatur und Theater. Man merkt, wie sehr die Autorin die besprochenen Themen beschäftigen. Immer wieder blitzen Wut und Hoffnungslosigkeit durch, nicht zuletzt große Enttäuschung. Anders als in ihren Romanen thematisiert Haratischwili erstmals in ausgewählten Texten mit autobiografischen Sequenzen ihr eigenes Leben. Ihr Aufwachsen in Georgien und der stetige an sie gerichtete Vorwurf sich zwischen ihrem Deutsch- und Georgischsein zu entscheiden. Dabei plädiert sie für mehr Dialog und Austausch und keine Entweder-Oder-Szenarien, sondern stattdessen ein Und zuzulassen und zu akzeptieren. Eine Sache ist ganz klar: Nino Haratischwili ist eine der wichtigsten Stimmen unserer Gegenwart! Das hat sie mit ihren Romanen und Stücken bewiesen und manifestiert es mit ihren Reden und Essays erneut.

    »Ich will die Komplexität meines Ichs genauso aushalten wie die der Welt, denn komplexe Fragen zu stellen, halte ich für unser aller Pflicht, die wir in diesem Bereich tätig sind.«

    4. Okt. 2025

  • ja_aber
    ja_aber

    10 Follower

    5,0

    Dieses Mal ist es „nur“ eine Sammlung von Texten und Reden, und doch haben sie mich gefesselt. In ihrem unverwechselbaren Stil schreibt Haratischwili über Heimat und Freiheit, über das politische wie persönliche Gefühl, nirgendwo dazuzugehören, und über die Suche nach Identität. Sie schreibt über den Krieg, in dem alles zugleich falsch und richtig ist, in dem Reflexion kaum möglich ist. Sie schreibt über die europäische Überheblichkeit, über das Zögern und bequemen Pazifismus, neben dem Aufstieg der Politik der Rückschrittlichkeit und ihrer Illusion von Sicherheit. Zurück bleibt ein Gefühl des Aufgerütteltseins und von Ratlosigkeit und Ohnmacht angesichts ihrer scharfen Beobachtungen.

    26. Sept. 2025

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