Blick ins Buch

Fantasy

Nachtlügen

3,8(104)
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Über das Buch

»Eine nachtschwarze Hommage an die Träume – vor allem an die bösen. Mysteriös und temporeich.« Kai Meyer Tagsüber kellnert Isra im Varieté und ist den Launen ihrer Gäste ausgesetzt. Doch des Nachts ist Isra mächtig. Dann schleicht sie sich in fremde Schlafzimmer, um Träume zu stehlen und diese in schaurige Albträume zu verwandeln. Lisanne Surborg hat ein phantastisches Drama um eine Heldin geschaffen, die alles daransetzen muss, nicht in der dunkelsten Seite der Nacht verloren zu gehen. Isra ist ein Nachtalb, und Nachtalbe können nicht träumen. Doch sie sind auf Träume angewiesen wie Menschen auf das Sonnenlicht. Wenn Isra nachts ihre Opfer heimsucht, stiehlt sie zuerst deren Lichtträume. Dann verknüpft sie die tiefsten Ängste der Schlafenden zu einem Albtraum, der Angst und Schrecken auslöst. Vor Kurzem galt Isra noch als großes Talent in der Traummanipulation. Sie ist eine Meisterin der Komposition von Traumsequenzen. Doch seit einer ihrer Albträume einen Träumer zu Tode geängstigt hat, droht sie aus der Albgesellschaft ausgeschlossen zu werden. Und dann nimmt sie auch noch einen verbotenen Klartraum auf. Halluzinationen gewinnen Macht über ihren Alltag. Als einem weiteren ihrer Träumer ein Unglück widerfährt, steht Isra an einem Abgrund…

Editionen (1)

ISBN9783608124064
VerlagKlett-Cotta
Erscheinungsdatum15.03.25
Seitenzahl464

Rezensionen & Bewertungen

104 Bewertungen

45 Rezensionen

3,8

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  • shigs
    shigs

    35 Follower

    4,0

    Sobald man seiner Angst ins Auge sieht, kann man sie auch bezwingen....oder in die Köpfe anderer mitnehmen

    Die Gesellschaft der Nachtalben welche Träume ernten müssen und ihnen im Austausch Alpträume da lassen, ist sehr gut erschaffen wurden. Es hat etwas rüber gebracht was mir bei Urban-fantasy leider oft fehlt. Das A(l)bnormale ist so gut in die Welt integriert worden dass man kaum einen Unterschied gemerkt hat. Das obwohl die Welt wir wir sie kennen (ohne Magie) den Hauptpart darstellte. Beziehungsweise der Umgang mit ihr. Obwohl nicht alles direkt erklärt wird merkt man durch eingebaute Zitate aus Regelwerken (und Podcasts und Kulturinternen Abhandlungen und Zeitschriften), wie die Welt der Alben aufgebaut ist. Deren System ist genau so kurrupt, es bilden sich radikale Gruppierungen und was und wen opfert man nicht für die Wissenschaft. Nur das die Wissenschaftler hier versucht haben wirklich eine Hilfe zu sein. Der Zweck heiligt aber scheinbar die Mittel und so. Die Autorin hat es geschafft auf eine gute Art und Weise ein System zu erschaffen was innerhalb unserer Welt ist und dennoch die gleichen Probleme hat. Die Charaktere waren greifbar geschrieben und doch hatte ich manchmal das Gefühl Isra war etwas vorschnell in der Annahme mancher Dinge. Eine Metapher in dem Buch mochte ich aber tatsächlich sehr stark. Stell dich deinen Ängsten. Egal ob bei dem Menschen welchen Alpträume eingepflanzt wurden oder unserer Protagonistin. Man hat gesehen wie Ängste die Mentalität auf unterschiedliche Art und Weisen belasten können, wenn man nicht lernt sie zu benennen und aufzuarbeiten.

    Sobald man seiner Angst ins Auge sieht, kann man sie auch bezwingen....oder in die Köpfe anderer mitnehmen

    17. Feb. 2026

  • 3,0

    Isra arbeitet als Kellnerin in einem Varieté, doch sie hat auch ein Geheimnis. Sie schleicht sich nämlich Nachts in fremde Schlafzimmer und stiehlt deren Schläfern lichte Träume. Ein Klacks für Nachtalbe, denn sie brauchen diese Träume zum Leben. Genauso knüpfen sie aber auch anschließend dunkle Ängste und Träume für die Schlafenden. Isra ist sehr gut in dem was sie tut, zumindest bis ihren Träumern Unglück wiederfährt und ein ihrer Stammträumer stirbt. Hat die junge Frau es übertrieben oder will ihr da Jemand etwas in die Schuhe schieben? Ich fand das Thema Nachtalb sehr interessant und war sehr begeistert von den Unterbrechung die zu mehr Wissen zum Thema beigetragen haben. Aber auch allgmein zum Thema Schlaf. Mit ihrem sehr angenehmen Schreibstil weiß die Autorin die meiste Zeit zu fesseln. Hier und da fühlte es sich dann aber durchaus so an, als würde es nicht so ganz vorangehen. Was stark anfängt, lässt leider auch stark nach im weiteren Verlauf. Die so genannten Intermezzo beinhalten Infos zum Beispiel, dass ab etwa 3 Jahre die Nachtalbe darauf angewiesen sind Träume von Menschen zu ernten, da sie selber keine erschaffen können. Davon leben sie dann 3-5 Tage bis sie erneut ernten müssen. Nachtalben brauchen die Träume, da sich sonst starke körperliche und psychische Beschwerden einstellen. Aber nicht jeder Traum ist geeignet. Anhand von Isra merkt man, dass Klarträume zu Halluzinationen führen, daher sind sie eigentlich auch verboten. Die Nachtalbe werden reguliert von REM. Dem Amt für reversible energieausgleichende Maßnahmen. Sie kontrollieren auch die Albe welche aus der Norm fallen und bestrafen diese bei Verfehlungen. Sie ermitteln ebenso bei Zwischenfällen mit den Träumern. Isra würde ich nur bedingt als sympathischen Charakter benennen. Sie hält andere auf Distanz und die Bindung zu anderen Personen fühlen sich eher oberflächlich an. Selbst die "familiären". Mit einer Entscheidung hat sie mich dann ziemlich überrascht, denn irgendwie passt das nicht wirklich zu ihr und auch die daraus entstehende Veränderung war eher nicht nachvollziehbar. Fazit Die Storyidee hat mir gut gefallen und auch die Umsetzung war im Großen und Ganzen gut gemacht. Wie oben schon geschrieben, waren die Kurzinfos für mich wirklich interessant, aber die Spannung im Storyverlauf hat irgendwie Zwischendrin nachgelassen. Schade eigentlich. Am Ende leider nur 3 Sterne von mir

    30. März 2025

  • lena.th
    lena.th

    168 Follower

    5,0

    Nächtliche (Alb)träume

    Die Hauptprotagonistin Isra ist ein Nachtalb. Sie kann keine eigenen Träume träumen und muss um zu überleben jede Nacht in Wohnungen einbrechen und den Menschen ihre Träume stehlen und überlässt im Gegenzug den Träumenden dafür einen Albtraum. Als Isra unbeabsichtigt einen ihrer Stammträumer mit einem Albtraum tötet gerät ihr Leben ziemlich aus den Fugen und sie beginnt einiges innerhalb der Organisation REM und der ganzen Albgesellschaft zu hinterfragen. Ich finde die Geschichte rund um Isra ist der Autorin wirklich gut gelungen. Isra ist eine sehr sympathische Protagonistin und ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen. Ich habe es geliebt sie auf ihrem Weg zu begleiten und gemeinsam mit ihr herauszufinden warum sie ihren Stammträumer in einem Albtraum getötet hat, aber auch ihre Kindheit zu erforschen. Auch die „Intermezzos“, welche unterschiedliche Hintergrundinfos zum Thema Schlaf und Träume bieten, aber auch philosophische Aspekte beinhalten, runden alles noch zusätzlich ab. Die Kapitel wechseln manchmal ein wenig schnell von einer Szene zur nächsten, aber das bremst den Lesefluss nicht weiter ein. Lisanne Surborg ist es außerdem gelungen sehr kreative Albträume zu beschreiben und hat mich mit ihrem Storytelling gefesselt. Eine kleine Romanze am Rande und ein Familiendrama sind auch enthalten und haben mich gut unterhalten. Das Buch ist definitiv kein Albtraum und hat großen Spaß gemacht.

    16. März 2025

3 von 45 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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rel.eva.nt_books
rel.eva.nt_books3. Apr. 2026

Also das gefällt mir schon mal richtig gut.

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1 Kommentar verdeckt

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2 Kommentare verdeckt

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Autorin / Autor

Über Lisanne Surborg

Lisanne Surborg wurde 1993 in Niedersachsen geboren und hat 2010 ihren ersten Roman veröffentlicht. Von 2020 bis 2023 erschien die IMPERATOR-Trilogie, die sie als Co-Autorin zusammen mit Kai Meyer geschrieben hat. Sie lebt in der Buchstadt Leipzig.

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