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Romane

Des Teufels General

3,2(19)
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Über das Buch

Was soll man tun inmitten einer unmenschlichen Gesellschaft? Soll man so tun, als wäre nichts? Es sich gut gehen lassen, Karriere machen? Oder Widerstand leisten, auch wenn man dadurch mitschuldig am Tod eines Freundes wird? – Widerstand, daran lässt Zuckmayers Stück keinen Zweifel, ist unverzichtbar. Zum Engel oder Helden aber wird man dadurch nicht, solange in der Gesellschaft die Hölle auf Erden herrscht.

Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.

Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Editionen (3)

ISBN9783596902484
VerlagFISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.03.10
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

19 Bewertungen

1 Rezensionen

3,2

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  • kathrin_cgn
    kathrin_cgn

    136 Follower

    4,0

    Zeitloses Theaterstück über Moral und Haltung

    Des Teufels General von Carl Zuckmayer hat mich positiv überrascht. Obwohl das Stück schon viele Jahrzehnte alt ist, wirkt es beim Lesen erstaunlich aktuell. Die Geschichte spielt während des Zweiten Weltkriegs und folgt dem Luftwaffengeneral Harras. Er ist ein brillanter Pilot, charismatisch und beliebt, steht dem NS-Regime innerlich aber kritisch gegenüber. Während Ideologie und Druck des Systems immer stärker werden, gerät er zunehmend in einen moralischen Konflikt. Als mehrere neue Flugzeuge abstürzen und Sabotage vermutet wird, gerät Harras selbst ins Visier der Ermittlungen. Das Stück ist sehr gut geschrieben und lässt sich angenehm lesen. Die Sprache ist klar und verständlich, sodass man schnell in die Handlung findet. Besonders stark sind die inneren Konflikte der Figuren und die Fragen, die das Stück aufwirft: Wie vertritt man seine eigenen Werte, wenn um einen herum Chaos herrscht? Wie viel Mut braucht es, Haltung zu zeigen? Gerade deshalb wirkt das Stück bis heute relevant. Themen wie Moral, Verantwortung und persönlicher Widerstand sind zeitlos. Für mich ein wirklich lesenswertes Theaterstück, das zum Nachdenken anregt. Gerade junge Menschen sollten es lesen.

    Zeitloses Theaterstück über Moral und Haltung

    6. März 2026

Autorin / Autor

Über Carl Zuckmayer

Carl Zuckmayer wurde am 27. Dezember 1896 in Nackenheim am Rhein geboren. »Der fröhliche Weinberg« brachte ihm 1925 den Durchbruch und den renommierten Kleist-Preis. 1933 verhängten die Nationalsozialisten ein Aufführungsverbot über ihn. Zuckmayer zog sich daraufhin nach Henndorf bei Salzburg zurück. 1938 floh er weiter in die Schweiz, ein Jahr später in die USA. 1958 kehrte er in die Schweiz zurück. Am 18. Januar 1977 ist er bei Visp (Wallis) gestorben.

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