Am Dienstag habe ich meinen Vater zersägt

Am Dienstag habe ich meinen Vater zersägt

Taschenbuch
3.39
StaatsanwaltschaftVerbrechenPolizeiMord

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Beschreibung

Das Böse ist immer unter uns – und hat viele Gesichter! Die erfahrene Gerichtsreporterin blickt auf ihre spektakulärsten Kriminalfälle: Kastration aus Rache, Inzest aus Hörigkeit oder Mord zur Selbsterfahrung, bestialischer Blutrausch inklusive. Uta Eisenhardt erzählt fesselnd und hervorragend recherchiert von den Motiven der brutalen Täter und den endlosen Qualen ihrer Opfer.
Diese wahren Verbrechen gehen tief unter die Haut – und sind garantiert nichts für schwache Nerven! Ein unzensierter, ungeschönter und fein säuberlich sezierter Einblick in verstörende menschliche Abgründe.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Weitere Themen
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
268
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Uta Eisenhardt ist studierte Soziologin und seit Jahren als Journalistin tätig. Seit 2003 arbeitet sie als Gerichtsreporterin in Berlin. In der stern.de-Kolumne »Icke muss vor Jericht« berichtete sie jede Woche aus dem Berliner Amtsgericht, dem größten Deutschlands.

Beiträge

5
Alle
2

Einige Fälle sind Fans solcher Bücher sicherlich bekannt. Für sie bietet dieses Buch aus meiner Sicht bestimmt keinen Mehrwert.

Der Titel veranlasste mich zum Kauf des Buches. Nachdem ich es nun gelesen habe, muss ich feststellen, dass es sich nicht ausschließlich um die härtesten bzw. grausamsten Fälle handelt. In einigen beschriebenen Fällen gibt es weder Tote noch Verletzte. Es gibt auch Fälle, in denen der Straftatbestand überhaupt festzustellen ist. Die Fülle an Fällen hat mich irgendwann erschlagen. Wenn ich mir jedoch immer wieder bewusst machte, dass die wahre Begebenheit sind, ist es dennoch erschreckend wozu Menschen in der Lage sein können. Gut fand ich die Schilderungen über die Sicht der Justiz. So ist in einigen Fällen auch nachvollziehbar, warum die Justiz trotz solch schwerwiegender Straftaten ein (aus Sicht der Öffentlichkeit) oftmals viel zu mildes Urteil gesprochen hat.

5

Als Gerichtsreporterin bekommt man schon manchmal extrem harten Tobak geboten. Da wäre der junge Mann der am Dienstag seinen Vater zersägte, das Ehepaar, welches Geld einer älteren Dame veruntreut oder der Mann der mit allen möglichen Mitteln versucht seine Frau zu vergiften. Dies sind nur Beispiele aus den vielen Verhandlungen im Buch. Jeder Fall wird spannend aufbereitet und man erfährt mit welchen Abgründen sich die deutsche Justiz manchmal beschäftigen muss. Das Buch fiel mir in meiner Bibliothek des Vertrauens eher zufällig in die Finger und bei dem Titel konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Es sprach die voyeuristische Seite in mir an und ich konnte sie während des Lesens mit wohligem Schauern ausleben. Denn das alles war ja sicher zwischen zwei Buchdeckeln gebracht und auf Papier gebannt, so dass ich sollte es zu viel werden es einfach zuklappen können. Aber für die Beteiligten an den Fällen, war dies Realität. Die Angehörigen können nicht einfach das Buch schließen und zu ihrem Alltag übergehen. Manchmal verliere ich in meinem gutsituierten Leben aus den Augen, wie tief die menschlichen Abgründe sein können und wie viel Leid manche Menschen anderen zufügen, bewusst oder unbewusst. Dieses Buch holt dieses Wissen wieder an die Oberfläche und lässt mich für einen Moment innehalten, um das Leben, dass ich habe wertzuschätzen. Aber natürlich habe ich mich beim Lesen auch vergnügt, sonst wäre ich bei all dem Leid nicht bis zur letzten Seite gekommen. Frau Eisenhardt hat einen angenehmen Erzählstil, der aber nie die schrecklichen Dinge verharmlost. Vielleicht werde ich ja in meinem nächsten Leben auch Gerichtsreporterin, nur glaube ich dass man manchmal einen ganz schön guten Magen haben muss, denn auch wenn die Geschichten locker und flockig erzählt werden, die Recherche war bestimmt ein hartes Stück Arbeit.

1

Vielversprechende Idee, die in dem Buch wegen mangelhafter Umsetzung nicht überzeugt. Die gewählten Gerichtsfälle sind zweifelsohne grauenvoll, ungewöhnlich und fesselnd aber die Art und Weise, wie die Autorin diese Fälle niedergeschrieben hat, lässt zu wünschen übrig. Schlecht formulierte Beschreibungen, die den Leser mit Verwirrung und Fragen zurücklassen. Allgemeine ist der Schreibstil sehr komisch und teilweise unangemessen. Beispielsweise wirkt die Bemerkung "Vielleicht gibt es Hoffnung für diesen hoffnungslosen Menschen" (S.234) deplatziert und störend, fast schon wertend. Meiner Meinung nach verdient dir Autorin kaum große Anerkennung für dieses Buch. Fast jeder hätte aus diesen Fällen etwas gescheites schreiben können.

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