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„The Darkness Within Us“ von Tricia Levenseller ist der Abschluss der „The Shadows Between Us“-Dilogie. Moderne Romantasy im Regency-Gewand. Ach, was habe ich mich auf diesen Roman gefreut – und wurde nicht enttäuscht! Der Vorgänger „The Shadows Between Us“ wurde ursprünglich wohl als Einzelband veröffentlicht, erhält nun aber einige Jahre später diese losgelöste Fortsetzung. In der Theorie kann man die beiden Bände sicherlich unabhängig voneinander lesen, dies würde ich aber nicht empfehlen. Die Reihenfolge sollte auch unbedingt eingehalten werden, da Band 2 zeitlich nach dem Auftakt spielt und einige Details aus dem ersten Band vorwegnehmen würde. Da die Bücher hier in Deutschland kurz hintereinander übersetzt und auch als Dilogie vermarktet werden, sollten es die meisten deutschen Leser eh so halten. Chrysantha ist uns vom Namen her schon aus „The Shadows Between Us“ bekannt. Sie hat zu ihrer Schwester ein eher distanziertes Verhältnis, was sogar noch nett formuliert ist. So lesen wir im ersten Band eigentlich nur Schlechtes über sie, sodass ich recht gemischte Gefühle zu Beginn von „The Darkness Within Us“ hatte. Zum Glück ist auf Tricia Levenseller Verlass, aber nach mittlerweile 7 Büchern voller bester Unterhaltung aus ihrer Feder sollte mich das nicht überraschen. Chrysantha ist, was sie ist, und wird uns nicht krampfhaft als Sympathieträgerin verkauft. Es gibt sehr nachvollziehbare Gründe für das Verhältnis der Schwestern und das Verhalten von Chrysantha insbesondere. Nachdem ich sie nun besser kennenlernen durfte, mag ich sie sogar fast ein bisschen mehr als Alessandra. Der Handlungsverlauf ist ähnlich und doch auch wieder ganz anders als in seinem Vorgänger. Der Anfang der Geschichte könnte „Bridgertons“ dunkler Zwilling sein, ab der Mitte wird daraus aber eine eher ungewöhnliche Version von „Die Schöne und das Biest“. Die Mischung ist Levenseller sehr gut gelungen und ist ungemein unterhaltsam. Auch „The Darkness Within Us“ besticht mit seinem feministischen Charakter, der mich absolut begeistert hat. Sicherlich sind einige Darstellungen überspitzt, aber das ist im Rahmen eines fiktiven Fantasyromans durchaus in Ordnung. Die Liebesgeschichte hat so ihre Höhen und Tiefen, doch was viel wichtiger ist: sie liefert das für mich perfekte Maß an Drama. Denn wir wissen ja mittlerweile alle, dass ich kein „Romance-Girly“ bin (nichts gegen „Romance-Girlys“) und dass ich bei den meisten Romance-Tropes nur genervt die Augen verdrehe, aber hier hat es mich einfach köstlich amüsiert. Wahrscheinlich, weil ich nicht das Gefühl habe, dass sich die Autorin oder die Geschichte selbst allzu ernst nehmen. Langer Rede, kurzer Sinn: „The Darkness Within Us“ ist genau das, was ich mir von diesem Roman erhofft habe. Ich liebe die Mischung aus Kostümdrama aus einer modernen, feministischen Perspektive. Ich liebe die abgedrehten und moralisch fragwürdigen Protagonisten. Die Prise Fantasy wäre mir normalerweise zu wenig, ist hier aber genau richtig – und der Umstand, wie unseriös das Thema Mord behandelt wird, ist auf perfide Weise herrlich schräg. 4,5/5 Sterne.
5. Jan. 2026
„The Darkness Within Us“ von Tricia Levenseller ist der Abschluss der „The Shadows Between Us“-Dilogie. Moderne Romantasy im Regency-Gewand. Ach, was habe ich mich auf diesen Roman gefreut – und wurde nicht enttäuscht! Der Vorgänger „The Shadows Between Us“ wurde ursprünglich wohl als Einzelband veröffentlicht, erhält nun aber einige Jahre später diese losgelöste Fortsetzung. In der Theorie kann man die beiden Bände sicherlich unabhängig voneinander lesen, dies würde ich aber nicht empfehlen. Die Reihenfolge sollte auch unbedingt eingehalten werden, da Band 2 zeitlich nach dem Auftakt spielt und einige Details aus dem ersten Band vorwegnehmen würde. Da die Bücher hier in Deutschland kurz hintereinander übersetzt und auch als Dilogie vermarktet werden, sollten es die meisten deutschen Leser eh so halten. Chrysantha ist uns vom Namen her schon aus „The Shadows Between Us“ bekannt. Sie hat zu ihrer Schwester ein eher distanziertes Verhältnis, was sogar noch nett formuliert ist. So lesen wir im ersten Band eigentlich nur Schlechtes über sie, sodass ich recht gemischte Gefühle zu Beginn von „The Darkness Within Us“ hatte. Zum Glück ist auf Tricia Levenseller Verlass, aber nach mittlerweile 7 Büchern voller bester Unterhaltung aus ihrer Feder sollte mich das nicht überraschen. Chrysantha ist, was sie ist, und wird uns nicht krampfhaft als Sympathieträgerin verkauft. Es gibt sehr nachvollziehbare Gründe für das Verhältnis der Schwestern und das Verhalten von Chrysantha insbesondere. Nachdem ich sie nun besser kennenlernen durfte, mag ich sie sogar fast ein bisschen mehr als Alessandra. Der Handlungsverlauf ist ähnlich und doch auch wieder ganz anders als in seinem Vorgänger. Der Anfang der Geschichte könnte „Bridgertons“ dunkler Zwilling sein, ab der Mitte wird daraus aber eine eher ungewöhnliche Version von „Die Schöne und das Biest“. Die Mischung ist Levenseller sehr gut gelungen und ist ungemein unterhaltsam. Auch „The Darkness Within Us“ besticht mit seinem feministischen Charakter, der mich absolut begeistert hat. Sicherlich sind einige Darstellungen überspitzt, aber das ist im Rahmen eines fiktiven Fantasyromans durchaus in Ordnung. Die Liebesgeschichte hat so ihre Höhen und Tiefen, doch was viel wichtiger ist: sie liefert das für mich perfekte Maß an Drama. Denn wir wissen ja mittlerweile alle, dass ich kein „Romance-Girly“ bin (nichts gegen „Romance-Girlys“) und dass ich bei den meisten Romance-Tropes nur genervt die Augen verdrehe, aber hier hat es mich einfach köstlich amüsiert. Wahrscheinlich, weil ich nicht das Gefühl habe, dass sich die Autorin oder die Geschichte selbst allzu ernst nehmen. Langer Rede, kurzer Sinn: „The Darkness Within Us“ ist genau das, was ich mir von diesem Roman erhofft habe. Ich liebe die Mischung aus Kostümdrama aus einer modernen, feministischen Perspektive. Ich liebe die abgedrehten und moralisch fragwürdigen Protagonisten. Die Prise Fantasy wäre mir normalerweise zu wenig, ist hier aber genau richtig – und der Umstand, wie unseriös das Thema Mord behandelt wird, ist auf perfide Weise herrlich schräg. 4,5/5 Sterne.
5. Jan. 2026







