
675 Follower
„Gestohlenes Erbe“ von Dana Müller-Braun ist der Auftakt der „Fallen Kingdom“-Dilogie. Eine Romantasy angelehnt an das Christentum mit seinen Erzengeln, Todsünden und Dämonen. Welch eine Ironie, dass ich unmittelbar nach dem Auftakt der „Kingdom of the Wicked“-Reihe ausgerechnet „Gestohlenes Erbe“ zu Hand nehme. Schon wieder die Todsünden. Schon wieder soll die Protagonistin ausgerechnet mit Wrath verheiratet werden…und dann wird einer der drölf Männer, die sie begehren, auch noch „Fürst der Unterwelt“ genannt - genau wie Gent aus „A Breath of Winter“…womit habe ich das verdient? Nun ja, mit gehangen mit gefangen, denn als mir all das auffiel, war ich bereits mitten drin. Müller-Braun liefert hier nämlich eine recht kurzweilige und temporeiche Geschichte. Insbesondere das Hörbuch, gelesen von Katja Sallay, kann man sich sehr gut nebenbei anhören. Die Handlung ist das reinste Durcheinander. Die Protagonistin stolpert buchstäblich von einem attraktiven Mann zum nächsten. Sie zeigt keine eigene Agenda und reagiert ausschließlich auf das, was ihr passiert. Zugegeben, das ist nicht wirklich ihre Schuld, da sie von klein dazu konditioniert wurde, blind zu gehorchen, aber das ist trotzdem nicht schön, zu lesen. Ich verstehe auch generell nicht so ganz, was uns die Autorin mit diesem Buch mitteilen möchte. Navien entdeckt im Verlauf der Handlung, dass die Heroen (sie selbst eingeschlossen) doch nicht so böse und wertlos sind, wie ihr eingetrichtert wurde – oder etwa doch? Und zwei ihrer potenziellen Liebhaber sind solch feministische Vorbilder, dass sie ihr erklären, was Konsent bedeutet. Dadurch erkennt Navien, dass sie bereits sexuellen Missbrauch erlebt habt, der nicht in das klassische Bild dessen passt. Wunderbar, dass das so anschaulich thematisiert wird, aber wieso sind es dann dieselben beiden Männer, die sie von vorne bis hinten manipulieren und sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen im Grunde ebenfalls missbrauchen? Ich hoffe sehr, dass der zweite Band eine Antwort darauf liefert. Ansonsten fällt mir schon gar nicht so viel mehr zu diesem Reihenauftakt rein. Das Worldbuilding ist mau, die Charaktere sind allesamt noch zweidimensional (auch die Protagonisten), der Schreibstil ist ziemlich abgehackt. Alles in allem gehört „Gestohlenes Erbe“ zu der Sorte Buch, die man lesen kann, aber nicht muss. Das Hörbuch hat mich nebenbei ganz gut unterhalten – insbesondere in meinem derzeitigen Grippe-Delirium. Ich hoffe, dass sich Dana Müller-Braun im Abschluss der Dilogie für eine klarere moralische Linie entscheidet. Ebenso hoffe ich, dass Naviens Happy End nicht darin besteht, mit einem der zu vielen potenziellen Liebhabern zusammenzukommen. Lasst das Mädchen endlich frei sein – oder erlöst sie mit dem Tod. Da es eine Romantasy ist, weiß ich allerdings jetzt schon, dass sich zumindest dieser Wunsch nicht erfüllen wird. 2 Sterne – einfach etwas zu unterdurchschnittlich.
2. Feb. 2026
„Gestohlenes Erbe“ von Dana Müller-Braun ist der Auftakt der „Fallen Kingdom“-Dilogie. Eine Romantasy angelehnt an das Christentum mit seinen Erzengeln, Todsünden und Dämonen. Welch eine Ironie, dass ich unmittelbar nach dem Auftakt der „Kingdom of the Wicked“-Reihe ausgerechnet „Gestohlenes Erbe“ zu Hand nehme. Schon wieder die Todsünden. Schon wieder soll die Protagonistin ausgerechnet mit Wrath verheiratet werden…und dann wird einer der drölf Männer, die sie begehren, auch noch „Fürst der Unterwelt“ genannt - genau wie Gent aus „A Breath of Winter“…womit habe ich das verdient? Nun ja, mit gehangen mit gefangen, denn als mir all das auffiel, war ich bereits mitten drin. Müller-Braun liefert hier nämlich eine recht kurzweilige und temporeiche Geschichte. Insbesondere das Hörbuch, gelesen von Katja Sallay, kann man sich sehr gut nebenbei anhören. Die Handlung ist das reinste Durcheinander. Die Protagonistin stolpert buchstäblich von einem attraktiven Mann zum nächsten. Sie zeigt keine eigene Agenda und reagiert ausschließlich auf das, was ihr passiert. Zugegeben, das ist nicht wirklich ihre Schuld, da sie von klein dazu konditioniert wurde, blind zu gehorchen, aber das ist trotzdem nicht schön, zu lesen. Ich verstehe auch generell nicht so ganz, was uns die Autorin mit diesem Buch mitteilen möchte. Navien entdeckt im Verlauf der Handlung, dass die Heroen (sie selbst eingeschlossen) doch nicht so böse und wertlos sind, wie ihr eingetrichtert wurde – oder etwa doch? Und zwei ihrer potenziellen Liebhaber sind solch feministische Vorbilder, dass sie ihr erklären, was Konsent bedeutet. Dadurch erkennt Navien, dass sie bereits sexuellen Missbrauch erlebt habt, der nicht in das klassische Bild dessen passt. Wunderbar, dass das so anschaulich thematisiert wird, aber wieso sind es dann dieselben beiden Männer, die sie von vorne bis hinten manipulieren und sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen im Grunde ebenfalls missbrauchen? Ich hoffe sehr, dass der zweite Band eine Antwort darauf liefert. Ansonsten fällt mir schon gar nicht so viel mehr zu diesem Reihenauftakt rein. Das Worldbuilding ist mau, die Charaktere sind allesamt noch zweidimensional (auch die Protagonisten), der Schreibstil ist ziemlich abgehackt. Alles in allem gehört „Gestohlenes Erbe“ zu der Sorte Buch, die man lesen kann, aber nicht muss. Das Hörbuch hat mich nebenbei ganz gut unterhalten – insbesondere in meinem derzeitigen Grippe-Delirium. Ich hoffe, dass sich Dana Müller-Braun im Abschluss der Dilogie für eine klarere moralische Linie entscheidet. Ebenso hoffe ich, dass Naviens Happy End nicht darin besteht, mit einem der zu vielen potenziellen Liebhabern zusammenzukommen. Lasst das Mädchen endlich frei sein – oder erlöst sie mit dem Tod. Da es eine Romantasy ist, weiß ich allerdings jetzt schon, dass sich zumindest dieser Wunsch nicht erfüllen wird. 2 Sterne – einfach etwas zu unterdurchschnittlich.
2. Feb. 2026









