Die Alpen, Ende des 19. Jahrhunderts, kurz vor Beginn des Winters. Ein Fremder reitet in ein einsam gelegenes Hochtal ein. Er sei Landschaftsmaler und suche Quartier. Die Bewohner sind misstrauisch, lassen sich aber von seinem Gold überzeugen. Der erste Schnee schneidet das Tal von der Außenwelt ab. Das Leben im Dorf kommt zur Ruhe, man hat sich an den Fremden gewöhnt. Doch dann gibt es den ersten Toten, bald darauf einen zweiten. Und das ist erst der Anfang. Eine dramatische Geschichte von Liebe und Hass, Schuld und Vergeltung nimmt ihren Lauf.
Ein sehr gutes Buch. Faszinierend wie der Autor es schafft ein 300 seitiges Buch zu schreiben indem er zu 90% gefühlt nur Beschreibungen und Aktionen aufschreibt. Geredet wird in dem Buch nicht viel. Es fehlt aber auch nicht, da der Schreibstyl (teilweise etwas gewöhnungsbedürftig) sehr viel zur Atmosphäre beiträgt. Anfangs ist es eher noch ruhig und ab der Hälfte nimmt die Geschichte einen ziemlichen Plott auf und es wird überraschend brutal. Eine klare Empfehlung! Ein Buch dass in meinen Augen ziemlich underrated ist und mehr Aufmerksamkeit verdient! Kauf euch dieses Buch😉
8. März 2025
4,0
Ein sehr gutes Buch. Faszinierend wie der Autor es schafft ein 300 seitiges Buch zu schreiben indem er zu 90% gefühlt nur Beschreibungen und Aktionen aufschreibt. Geredet wird in dem Buch nicht viel. Es fehlt aber auch nicht, da der Schreibstyl (teilweise etwas gewöhnungsbedürftig) sehr viel zur Atmosphäre beiträgt. Anfangs ist es eher noch ruhig und ab der Hälfte nimmt die Geschichte einen ziemlichen Plott auf und es wird überraschend brutal. Eine klare Empfehlung! Ein Buch dass in meinen Augen ziemlich underrated ist und mehr Aufmerksamkeit verdient! Kauf euch dieses Buch😉
Mit in einer stimmungsvollen und bedrückenden Atmosphäre ein tiefgreifendes Werk
Die Geschichte spielt in den Hochalpen, in einem vom Winter eingeschlossenen Hochtal. Und genau diese Zeitspanne verbringen wir mit Greider, einem Maler aus den tieferen Landen. Bereits sein Weg in das finstere Tal, wie es ja passend heißt, vermittelt dem Leser die düstere Stimmung. Man kann die Last, die angespannte Furcht sowie Skepsis aller Personen hautnah spüren. Greifer schafft es, aufgrund seines Vermögens, die Personen, welche das Sagen haben , zu überzeugen, ihn über den Winter bei einer Witwe unterzubringen. Er möchte seiner Kunst, dem Malen, nachgehen. Anfangs sind alle ihm gegenüber ablehnend und vorsichtig. Manche feindselig, andere eher neugierig. Er schafft es zwar, sich seinen Gastgebern, der Witwe und ihrer Tochter, anzunähern, jedoch bleibt er immer eine Puzzlestück am Rand - ähnliche Farbe, irgendwie passend, doch nicht einfügbar. Schließlich kommt es zum Tod eines Sohnes des Dorfobersten und Missgunst, Beschuldigungen und Furcht wachsen. Gleichzeitig entspinnt sich eine junge Liebe, die von tief dunklen Schatten ins Finstere getaucht wird. Greider ist am Rande und doch mittendrin. Man folgt seinem Weg. Erkennt tiefste, menschliche Abgründe - mehr als bitter, da diese so realitätsnah sind. Ich werde nichts zur weiteren Handlung schreiben, da genau dies für mich dieses Buch so besonders gemacht hat. Der Tod ist ein ständiger Begleiter. Machtspiele und Hierarchien, Ohnmacht und Verzweiflung bestimmen, untermalt und hervorgehoben durch die grandios beschriebene Szenerie, den Plot, mit all seinen Twists (auch wenn diese nicht immer so überraschend waren).
Man muss sich Zeit nehmen. Das Langsame und Zähe, wie unter einer Schneedecke, annehmen, dann ist dieses Buch eine hervorragende Lektüre.
19. Okt. 2025
5,0
Mit in einer stimmungsvollen und bedrückenden Atmosphäre ein tiefgreifendes Werk
Die Geschichte spielt in den Hochalpen, in einem vom Winter eingeschlossenen Hochtal. Und genau diese Zeitspanne verbringen wir mit Greider, einem Maler aus den tieferen Landen. Bereits sein Weg in das finstere Tal, wie es ja passend heißt, vermittelt dem Leser die düstere Stimmung. Man kann die Last, die angespannte Furcht sowie Skepsis aller Personen hautnah spüren. Greifer schafft es, aufgrund seines Vermögens, die Personen, welche das Sagen haben , zu überzeugen, ihn über den Winter bei einer Witwe unterzubringen. Er möchte seiner Kunst, dem Malen, nachgehen. Anfangs sind alle ihm gegenüber ablehnend und vorsichtig. Manche feindselig, andere eher neugierig. Er schafft es zwar, sich seinen Gastgebern, der Witwe und ihrer Tochter, anzunähern, jedoch bleibt er immer eine Puzzlestück am Rand - ähnliche Farbe, irgendwie passend, doch nicht einfügbar. Schließlich kommt es zum Tod eines Sohnes des Dorfobersten und Missgunst, Beschuldigungen und Furcht wachsen. Gleichzeitig entspinnt sich eine junge Liebe, die von tief dunklen Schatten ins Finstere getaucht wird. Greider ist am Rande und doch mittendrin. Man folgt seinem Weg. Erkennt tiefste, menschliche Abgründe - mehr als bitter, da diese so realitätsnah sind. Ich werde nichts zur weiteren Handlung schreiben, da genau dies für mich dieses Buch so besonders gemacht hat. Der Tod ist ein ständiger Begleiter. Machtspiele und Hierarchien, Ohnmacht und Verzweiflung bestimmen, untermalt und hervorgehoben durch die grandios beschriebene Szenerie, den Plot, mit all seinen Twists (auch wenn diese nicht immer so überraschend waren).
Man muss sich Zeit nehmen. Das Langsame und Zähe, wie unter einer Schneedecke, annehmen, dann ist dieses Buch eine hervorragende Lektüre.
Thomas Willmann, Jahrgang 1969, lebt als freier Kulturjournalist, Autor und Übersetzer in München.Das finstere Tal ist sein erster Roman und avancierte bereits kurz nach Erscheinen zum gefeiertenund erfolgreichen Geheimtipp.