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Romane

Fische

3,4(68)
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Deutsch
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Über das Buch

Fische ist ein Roman über eine obsessive Liebe, der Unwirkliches so selbstverständlich in einen Gegenwartskontext einbettet, dass es heutiger nicht sein könnte. Lucy verliebt sich in Theo, den Meermann, dessen Fischschwanz unterhalb der Lenden beginnt. Als Undine 4.0 zwingt er sie, alles, was sie über Liebe, Lust und die Bedeutung des Lebens zu wissen geglaubt hat, neu zu ordnen.

Ein phänomenales literarisches Debüt, das schlichtweg elektrisiert.

„Ein moderner, egalitärer und vor allem: ein ungemein emanzipierter Roman“ Die Zeit

„Was Fische zu einem aufregend-experimentellen Roman macht, ist dass Frau Broder es beherrscht, die Genres Magischer Realismus – Theo, der Meermann wird immer als real dargestellt und nicht etwa als Erscheinung — und Literarische Erotik zu verweben; stets mit einer benebelt-ironischen Distanz.“ The New York Times

„Melissa Broder ist die wahrscheinlich mächtigste Dealerin von Emotionen“ GQ

„Wäre Melissa Broder nicht so unglaublich lustig, hätte ich das ganze Buch über durchgeweint. Liebe, Sex, Abhängigkeit, psychische Störung und Kindheitstrauma nehmen sich alle an der Hand und tanzen im Kreis – zu Melissas Melodie, die sich auszeichnet durch einen unvergleichbaren Scharfsinn und einen verrückt-perfekten Zugang zu dieser furchterregenden Erdkugel, die wir alle unser Zuhause nennen.“ Lena Dunham über So Sad Today

„Was Broder von ihren bekenntnishaften Kollegen unterscheidet, ist, dass sie – so ‚versaut‘ (sie selbst) ihre Werke auch sind, nicht daherkommt, um zu schockieren, sondern um zu überleben.“ ELLE über So Sad Today

„Broders Essays haben mich oft mit einem klaren Gefühl von weiblicher Wiedererkennung zurückgelassen. Ich las ihre Schilderungen von Herzschmerz, sexueller Frustration und Entfremdung und dachte: Genauso geht es mir auch.“ THE NEW YORKER über So Sad Today

Editionen (1)

ISBN9783548060408
VerlagUllstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum02.07.19
Seitenzahl352

Rezensionen & Bewertungen

68 Bewertungen

19 Rezensionen

3,4

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  • the_book
    the_book

    175 Follower

    3,0

    Wegen den Inhalt verweise ich auf den Klappentext.  Der Klappentext hat sich sehr interessant angehört und auch das Cover hat einen neugierig gemacht. Leider muss ich sagen, das mich die Geschichte nicht überzeugen konnte. Teilweise auch weil sie irgendwann ins Skurrile abgedriftet ist. Schon der Anfang war alles andere als gewöhnlich. Lucy ist nicht grad sympathisch rübergekommen. Man hat eine Frau kennengelernt, die ihre Ziele im Leben verloren hat und zuerst auch nicht wirklich etwas ändern wollte. Die Beziehung zu ihrem Freund hat sie irgendwann beendet, weil sie ihn nicht liebte. Hat aber nicht hinnehmen wollen, dass er damit einverstanden war und fing an ihn und seine Freundin zu stalken. Schon dies ist bei mir auf Unverständnis gestoßen und hat die Hauptprotagonistin noch unsympathischer wirken lassen. Der Schreibstil ist flüssig. Man kommt schnell durch die Seiten durch.  Auch wenn es zwischendurch auch witzige Stellen gab, und auch interessante Ansätze konnte mich die Geschichte nicht überzeugen, dafür wurde sie mir irgendwann zu unglaubwürdig. Eine nette Geschichte für zwischendurch.

    28. Mai 2024

  • 4,0

    Für alle weird Girls!

    Lucy ist eine Frau Ende dreißig und ihr ganzes Leben tritt auf der Stelle, die einst so endlosen Möglichkeiten des Lebens scheinen sich langsam immer weiter zu verringern. Was macht man in dieser aufkommenden Krise? Sich vom langjährigen Freund trennen, den man eh nie wirklich für die Dauer des Lebens wollte. Die aufkommende Krise wird zu einer handfesten und Lucy zieht in das Haus ihrer Schwester in Venice- und verliebt sich am Strand in Theo, der Mann mit einem Fischschwanz, der unterhalb der Lenden beginnt. Klingt weird? Ist es! Und wie die meisten weirden und leicht ekelhaften Bücher, hab ich es geliebt. Ich liebe Lucys Wahnsinn, den bissigen Humor, dass sie Männer anhand ihres Buchgeschmacks beurteilt und einfach alles und jeden bewertet, und zwar meistens alles andere als nett. Sie ist ein absolutes Arschloch, aber ich komme nicht umhin, sie irgendwie zu mögen. Lucy will, dass ihr aufrichtig alles Scheiß egal ist, findet sich dann aber eher in der Selbsttäuschung als in der Selbstfindung wieder. Der Roman ist derb, sexuell, wild und zeichnet damit ein ehrliches und zeitgemäßes Bild von Obsession, Bestätigung, Liebe und psychischen Erkrankungen. Es wirkt wie ein verrückter und vulgärer Roman über eine Frau in der Midlifecrisis, die eine Affäre mit einem Meermann anfängt. Doch darin versteckt ist es grandiose Philosophie über das Leben und die Liebe, verpackt in einer unkonventionellen Liebesgeschichte.

    9. Juli 2025

  • caglas.pov
    caglas.pov

    148 Follower

    5,0

    Ich kann die vielen negativen Rezensionen zu diesem Buch nicht nachvollziehen

    „Fische“ für mich ein Paradebeispiel für „Weird Girl Fiction“: unbequem, radikal ehrlich, unangepasst und voller Tiefen, die einen lange beschäftigen. Nach einer schmerzhaften Trennung von ihrem Freund stürzt Lucy in eine existenzielle Krise. Sie verlässt Phoenix und zieht nach Venice Beach, wo sie das Haus ihrer Schwester hütet und deren Hund Dominic. Dort versucht sie, sich neu zu finden: Sie geht zu einer Gruppentherapie für beziehungs-gestörte Frauen, stürzt sich in Tinder-Dates, sucht Bestätigung, Nähe, Ablenkung. Und dann begegnet sie Theo - einem geheimnisvollen, schönen Meermann, der zur Projektionsfläche all ihrer Sehnsüchte und Obsessionen wird. Doch je mehr sie sich in diesem Rausch verliert, desto mehr drängt sie das Echte aus ihrem Leben und das hat Folgen, nicht nur für sie selbst. Der Schreibstil ist sehr flüssig, leicht lesbar, trotz der Schwere der Themen. Ich habe das Buch in 24 Stunden verschlungen und das halbe Buch markiert, weil so viele Sätze so treffend und klug waren. Und ja, das Buch ist eklig. Es gibt Szenen, bei denen man den Kopf schüttelt, bei denen es unangenehm wird, bei denen man sich fragt, warum man das gerade liest. Besonders die vulgären oder expliziten S**szenen - ich persönlich überspringe solche Szenen meist sowieso, weil sie mir selten etwas geben. Aber das schmälert nicht den Wert des Buchs. Man muss es deutlich sagen: Lucy kann extrem unsympathisch wirken. Sie sagt und denkt Dinge, bei denen man als Leser:in zusammenzuckt. Was mich beim Lesen froh gemacht hat ist, dass sie nicht in ihren (verletzenden) Gedanken steckenbleibt und Entwicklung zeigt. Denn der Roman zeigt so viel Wahres: über unsere Gesellschaft, über Beziehungsunfähigkeit, über das verzweifelte Suchen nach Liebe, das oft nur in Selbstzerstörung endet. Über den Wunsch, sich im Anderen zu vergessen und darüber, wie sehr wir dabei das Echte, das Reale verdrängen. Es steckt so viel Tiefe, so viel Metapher in diesem Roman, dass er lange nachhallt.

    Ich kann die vielen negativen Rezensionen zu diesem Buch nicht nachvollziehen

    2. Juli 2025

3 von 19 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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lazyliterature
lazyliterature6. Feb. 2026

Ganz schöne Mischung aus Misogynie, die unsere Ich-Erzählerin da in sich trägt, und Selbsthass (?). Ich bin noch nicht sicher, aber mit 38 hätte ich schon erwartet, dass sie ein wenig reifer wäre. Gut, ich rede mich leicht mit meinen fast 45 Jahren. Ob ich damals ähnlich war? Ne, zumindest nicht so fies, was den Blick auf andere angeht. Das sagt aber auch viel über sie aus, denn häufig zeigt sich ein Bild auf einen selbst in dem, wie man über andere spricht. Mal sehen, wie es weitergeht.

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Autorin / Autor

Über Melissa Broder

Melissa Broder ist die Urheberin des erfolgreichen Twitter-Accounts 'So Sad Today' mit einer Million Followern und die Verfasserin des gleichnamigen Essaybandes. Bisher veröffentlichte sie vier Gedichtbände, ihr Debütroman 'Fische' erschien 2018 bei Ullstein.

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