Blick ins Buch

Romane

Menschliche Dinge

4,1(71)
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Über das Buch

»Ein Balzac unserer Zeit.« Le Parisien
Ausgezeichnet mit dem »Prix Goncourt des Lyceens« und dem »Prix Interallié«.


Die Farels sind schön und reich, haben Einfluss und Macht: Jean Farel ist ein prominenter Fernsehjournalist, seine Frau Claire eine Intellektuelle, bekannt für ihr feministisches Engagement. Ihr Sohn Alexandre, gutaussehend, sportlich, eloquent, studiert an einer Elite-Uni. Eine Familie wie aus dem Bilderbuch, könnte man meinen. Doch eines Morgens steht die Polizei bei den Farels vor der Tür, eine junge Frau hat Anzeige wegen Vergewaltigung erstattet. Die glanzvolle gesellschaftliche Fassade zeigt gefährliche Risse.
Inspiriert vom "Fall Stanford" und vor dem Hintergrund der #MeToo-Debatte, erzählt Karine Tuil in Menschliche Dinge von den Auswüchsen einer Gesellschaft, die auf Leistung und Selbstdarstellung getrimmt ist, in der sich jeder nimmt, was er haben will.

»Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, das für Unbehagen sorgt, das unserer Zeit den Puls nimmt.« France Inter
»Ein meisterhafter Roman – Tuils bester –, der sich mit der allmählichen Zerstörung der Beziehung zwischen Männern und Frauen auseinandersetzt.« Le Nouvel Observateur
»Mit Menschliche Dinge führt die Autorin ihre Reflexion über soziale Machtverhältnisse fort.« Libération
»Wie ein Hochgebirgsführer, behutsam, aber mit sicherem Schritt, lotst Karine Tuil uns an die Abgründe unserer Zeit.« Le Canard enchaîné
»Ein bemerkenswerter Roman, der aus dem Leben gegriffen ist.« L'Écho Républicain
»Menschliche Dinge ist ein absolut brillanter, atemloser Text, das Porträt einer Familie, die in die qualvolle Mühle unserer Zeit gerät.« Page des libraires

Editionen (2)

ISBN9783546100021
VerlagClaassen
Erscheinungsdatum03.08.20
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

71 Bewertungen

12 Rezensionen

4,1

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  • in.our.bookshelf
    in.our.bookshelf

    83 Follower

    4,0

    Hallt nach😶

    Die Geschichte braucht ein bisschen, um in Fahrt zu kommen🫣. Die ersten 100 Seiten lesen sich wie ein langatmiger Prolog, weil im Schnelldurchlauf die Vorgeschichten/Lebenswege der einzelnen Protagonisten erzählt werden und es lange dauert bis die Handlung in der Gegenwart ankommt und vorangetrieben wird😅. Obwohl der Schreibstil selten ins Detail geht und oft oberflächlich bleibt, hat der Gerichtsprozess eine gewisse Spannung inne. Außerdem sind die Abschlussreden der Anwälte sowie die letzten Kapitel durchaus emotional🥺. Die lange Vorgeschichte hat definitiv dazu beigetragen, dass man die Figuren und ihre Beweggründe besser verstehen konnte, obwohl keine von ihnen wirklich sympathisch war😂. Was das Buch in meinen Augen interessant gemacht hat, war die Schuldfrage der Vergewaltigung, da man durch die verschiedenen Perspektiven mit beiden Figuren mitfühlt und sieht, wie dieser eine Abend ihre beiden Leben zerstört hat. Das Buch zeigt, dass es unterschiedliche Wahrnehmungen der „Wahrheit“ gibt🤔. Gerade das war besonders gut umgesetzt und ist einer der Gründe, warum mir die Geschichte noch etwas länger im Kopf bleiben wird.

    26. Juni 2024

  • papiertouristin
    papiertouristin

    437 Follower

    5,0

    Dieses Buch wurde mir von meiner Französischlehrerin vor einiger Zeit empfohlen und diese Geschichte hat es wirklich in sich. Am Anfang hab ich ein wenig Anlaufzeit benötigt um in die Geschichte einzutauchen, aber dann hat mich das Buch in den Bann gezogen und ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen. Die Geschichte handelt von einer Familie, die allem Anschein perfekt ist bis die Polizei vor der Türe steht und den Sohn der Familie beschuldigt eine junge Frau vergewaltigt zu haben. Im Mittelpunkt steht natürlich die Vergewaltigung und der Prozess sowie die zwei versprechende Aussagen. Und die Autorin schafft es sehr geschickt, dass dem Leser bei beiden Darstellungen Zweifel bleiben. Sehr gut gelungen. Dennoch wird nicht nur dieses Thema aufgegriffen, denn der Roman ist sehr vielschichtig und es werden Themen wie Narzissmus eines alten weißes Mannes oder auch Feminismus spielt in dieser Geschichte eine große Rolle. Die Sprache sowie der Schreibstil sind anspruchsvoll und auf den Punkt gebracht. Auch die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, authentisch und facettenreich. Die Geschichte hat mich stellenweise sehr aufgewühlt, aber auch wütend gemacht. Es gab schockierende Momente, aber auch nachdenkliche Szenen. Für mich ist dies eine grandiose Geschichte gewesen, die man gelesen haben muss und ist defintiv ein HIGHLIGHT für mich.

    21. Aug. 2023

  • tasia
    tasia

    71 Follower

    3,5

    Jean ist ein bekannter Fernsehjournalist, seine deutlich jüngere Frau, Claire, Autorin und Essayistin, die sich feministisch engagiert. Der gemeinsame Sohn Alexandre studiert in Stanford. Von außen betrachtet erscheint alles perfekt, bis erst Claire sich für ein Leben mit einem anderen Mann, Adam, entscheidet und Jean verlässt und dann Alexandre verhaftet wird, weil er Mila, die Tochter von Adam, vergewaltigt haben soll. Ich bin sehr froh, dass es nicht das erste Buch von Karine Tuil für mich war, denn sonst hätte ich mich vielleicht nicht so sehr für sie begeistern können. Ich fand den Einstieg etwas mühsam, es hat sehr lange gedauert bis ich in die Geschichte gefunden habe. Als ich dann einmal drin war, hat es mich streckenweise sehr überzeugt bis zu den letzten Kapiteln. Das Ende fand ich leider etwas arg schwach und was das letzte Kapitel (uns sagen) soll, verstehe ich leider wirklich nicht.

    23. Feb. 2025

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Karine Tuil

Karine Tuil, geboren 1972, Juristin und Autorin mehrerer gefeierter Bücher, darunter der Roman "Die Gierigen". Zuletzt erschien ihr vielbeachteter Roman "Die Zeit der Ruhelosen", der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Karine Tuil lebt mit ihrer Familie in Paris.

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