Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

Leben des Galilei

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Über das Buch

Bertolt Brechts weltberühmtes Theaterstück erzählt die Geschichte des italienischen Universalgelehrten Galileo Galilei, eines Wissenschaftlers im Gewissenskonflikt zwischen Wahrheitsanspruch und Autorität, Auflehnung und Anpassung.

Im 17. Jahrhundert bewies Galilei durch seine astronomischen Beobachtungen, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist. Dies widersprach dem herrschenden ptolemäischen Weltbild und führte zum Konflikt mit der katholischen Kirche. Aus Angst vor Inquisition und Folter widerrief er schließlich seine Entdeckung.

Das Schauspiel stellt die bis heute zentrale Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Wissenschaftler:innen und bleibt damit zeitlos aktuell.

Der Anhang enthält eine Zeittafel zum Leben Bertolt Brechts sowie ausführliche Hintergrundinformationen zu Galileo Galileis Leben und zur Entstehungsgeschichte des Stücks Leben des Galilei .
Schön gestaltete, preiswerte Neuausgabe der dritten und letzten Fassung, der »Berliner Fassung« (1955/56).

Editionen (10)

ISBN9783518784785
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum19.11.25
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

243 Bewertungen

19 Rezensionen

3,0

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  • mark_007711
    mark_007711

    238 Follower

    2,5

    Wo die Welt entdeckt wurde 🌍

    ℹ️ Vorabinfos Zuallererst ein paar Infos zu meiner Lesegeschwindigkeit. Ich habe für jede Seite 2 Minuten gebraucht. Es war mühsam, aber noch konnte ich es lesen. Am Anfang konnte ich das Buch sehr schnell lesen und dann ist die Lesegeschwindigkeit gesunken. Ich hatte einen Monat lang Pause in mitten des Buches auf Seite 76. Da habe ich dann Greg’s Tagebuch 20 gehört und Kisses in the Snow angefangen. 📖 Inhalt Es geht um das Universum und Mathematik. Da wurde gestritten, wer es als erstes erfuhr, dass die Welt ein Universum ist und die Erde eine Kugel. Galileo Galilei forscht nach der Mathematik und des Universums. Er forscht mit seinem Fernrohr. Er widerlegt die Bibel und dass man nicht an Gottes Informationen glauben soll. Die Forschung ist der Bibel überlegen. Zum Ende reist Andrea nach Italien aus. 🧍 Protagonisten Galileo Galilei ist der Hauptprotagonist. Andrea Sarti ist ein Schüler von Galilei. der Papst ist auch eine Nebenfigur. Virginia ist die Tochter von Galilei. Frau Sarti ist die Mutter von Andrea. Der kleine Mönch (Fulganzio) ist ein Astronom. 🥰 Positiv aufgefallen Es ist spannend zu lesen, wie Wissenschaftler sich an ein Thema widmen. Auch ist dieses Theatherstück nicht schwer zu verfolgen. Ich mochte die Sichtweise von Gallilei. 😡 Negatives Die Sprache ist nicht einfach, denn das Buch ist aus dem 17. Jahrhundert und nunmal waren es andere deutsche Begriffe, die man heutzutage nicht nutzen kann. Da es ein Theatherstück ist, gibt es viele Charaktere. Für mich war es schwer den Überblick zu halten, wer welche Rollen einnimmt. — Fazit Insgesamt ist dieses Buch eigentlich für die Schule gedacht. Ich habe es jedoch bei mir Zuhause gefunden und habe es eine Chance gegeben. Ich fand es nicht so ansprechend. Außerdem ist es nicht so sehr mein Fall. Das ist das vierte Buch aus dem SuB der nie endet. Das ist eine erfundene Serie von mir, wo ich zufällige Bücher lese, die bei mir Zuhause rumliegen. Es wäre finde ich zu schade, die zu verkaufen oder wegzuschmeißen.

    Wo die Welt entdeckt wurde 🌍

    23. Dez. 2025

  • ecem
    ecem

    194 Follower

    3,5

    Achtung Spoiler

    Wie immer ist es schwierig eine Lektüre zu bewerten, da sie immer sehr vielschichtig und viel Raum für Interpretationen lässt. Die gesamte Handlung spielt über das Leben des Wissenschaftlers Galilei. Dieser forscht in der Astronomie, doch seine Ergebnisse werden nie so wirklich akzeptiert oder gar angenommen. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen mit der Kirche und Machthaber, sodass eines Tages Galilei seine Tätigkeit aufgibt und offiziell nichts mehr macht. Die Tatsache, dass Galilei seine Arbeit nur aufgeben musste, weil eine andere Denkweise oder ein Widerspruch des bisher bekannt nicht akzeptiert wurden, ist unglaublich frustrierend. Es war förmlich zu sehen, wie alles immer gegen ihn spielte, bis er aufgab. Das letzte Treffen mit seinem ehemaligen Schüler zeigte nochmal mehr, wie sehr er abgeschlossen hatte. Doch dieser blieb ihm dennoch treu und verbreitete seine Arbeiten.

    5. Nov. 2024

  • godelewa
    godelewa

    40 Follower

    4,5

    "Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!"

    Gute Bücher haben es an sich, Botschaften und Wahrheiten zu enthalten, die über den ursprünglichen Kontext hinausgehen. In Brechts Leben des Galilei findet sich auf jeden Fall einiges, dass in Zeiten von sogenannten Alternativen Fakten brandaktuell ist. Dabei ist das Stück durchzogen von einem unerschütterlichen Glauben an den Wahrheitshunger des Volkes, das bestimmt glauben würde, könnte es nur sehen und daran nur von den Kirchenoberen gehindert wird, die sich weigern, überhaupt durch Galileis Fernrohr zu blicken. Diesen Optimismus kann ich leider nicht (mehr) teilen, in unser Zeit wirkt er beinahe fehlplatziert.

    "Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!"

    7. Juli 2024

3 von 19 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Bertolt Brecht

Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Berlin. Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Naturwissenschaften, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er allerdings bereits im Jahr 1918 unterbrechen, da er in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt wurde. Bereits während seines Studiums begann Brecht Theaterstücke zu schreiben. Ab 1922 arbeitete er als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen. Von 1924 bis 1926 war er Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin. 1933 verließ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, später nach Schweden, Finnland und in die USA. Neben Dramen schrieb Brecht auch Beiträge für mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war.

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