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Lütten Klein

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Über das Buch

Steffen Mau wächst in den siebziger Jahren im Rostocker Neubauviertel Lütten Klein auf. 1989 dient er bei der NVA, nach der Wende studiert er, wird schließlich Professor. 30 Jahre nach dem Mauerfall zieht Mau eine persönliche und sozialwissenschaftliche Bilanz. Er nimmt die gesellschaftlichen Brüche in den Blick, an denen sich Verbitterung und Unmut entzünden. Er spricht mit Weggezogenen und Dagebliebenen, schaut zurück auf das Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt. Wie wurde aus der Stadt, in der er gemeinsam mit Kindern aller Schichten seine Jugend verbrachte, ein Ort sozialer Spaltung? Was sind die Ursachen für Unzufriedenheit und politische Entfremdung in den neuen Ländern?

Editionen (2)

ISBN9783518762967
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum14.08.19
Seitenzahl284

Rezensionen & Bewertungen

15 Bewertungen

2 Rezensionen

4,4

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  • hansdampf
    hansdampf

    199 Follower

    5,0

    Wer dem Gefühlszustand der Menschen im Osten der Republik näher kommen möchte, dem sei dieses Büchlein ans Herz gelegt. Steffen Mau, Soziologieprofessor in Berlin, aufgewachsen im Plattenbau bei Rostock, weiß wovon er spricht. Sehr lesenswert!

    16. Apr. 2025

  • bea777
    bea777

    482 Follower

    4,5

    Wer sich mit der späten DDR und dem Transformationsprozess der Nachwendezeit auseinander setzen will, sei dieses Buch empfohlen!

    Steffen Mau gibt mit seinem Buch einen großartigen und umfassenden Blick in die Zeit der DDR. Er beschreibt die Lebensumstände der Familien, die Wohnsituationen, die Bedeutung der Arbeit und die Spezifika im Bildungssystem. Die Lesenden erfahren darüber hinaus, welche Einbrüche die Wende für die verschiedenen Alterskohorten gebracht haben. Auf der anderen Seite wird deutlich, welche Lebensleistungen Ostdeutsche während dieser Zeit vollbracht haben, die im Grunde im Diskurs über Ostdeutschland und die Ossis keine hinreichende Beachtung gefunden haben. Gut verständlich legt Mau dar, wie bereits zu DDR-Zeiten und während der 1990er Jahre die Weichen gestellt wurden, die heute zum Erstarken rechter Kräfte und der Abkehr von demokratischen Strukturen im Osten führen. Ich war zum Zeitpunkt der Wende zwölf Jahre alt und lebte in einem brandenburgischen Dorf. An die beschriebenen Verhältnisse kann ich mich nicht erinnern. Das Buch habe ich deswegen auch aus einem sehr persönlichen Interesse gelesen und kann es nur jedem ans Herz legen. Aus meiner Sicht kann es aufgrund der vielen Fakten und den persönlichen Schilderungen von Steffen Mau zum besseren Verständnis zwischen Ost und West beitragen. Eine sehr große Leseempfehlung!

    26. Aug. 2024

Autorin / Autor

Über Steffen Mau

Steffen Mau, geboren 1968, ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2021 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Seine Bücher Ungleich Vereint. Warum der Osten anders bleibt (2024) sowie die gemeinsam mit Thomas Lux und Linus Westheuser verfasste Studie Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft (2023) standen monatelang auf der Sachbuch-Bestenliste und auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Für Ungleich Vereint erhielt er außerdem den Bayrischen Buchpreis 2024 und stand auf der Shortlist für den Sachbuchpreis des Norddeutschen Rundfunks.

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