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Romane

Der Tangospieler

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Über das Buch

Leipzig 1968: Der Historiker Dallow wird nach 21 Monaten Haft aus dem Gefängnis entlassen. Sein Vergehen: Er war als Klavierspieler in einem Studentenkabarett eingesprungen, und der Text, den er mit einem Tango begleiten sollte, hatte Anstoß erregt. »Vergiß die dumme Geschichte«, wird ihm nun geraten. Dallow vergißt nicht, aber er ist gefühllos geworden und wie gelähmt. Selbst das Eingeständnis seiner Umwelt, daß ihm Unrecht geschehen ist, läßt ihn gleichgültig, zumal seine immer dringlicher werdende Suche nach Arbeit erfolglos zu bleiben scheint.

Editionen (2)

ISBN9783518745526
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum09.03.16
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

6 Bewertungen

1 Rezensionen

2,8

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  • adinanadja
    adinanadja

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    2,0

    Der Tangospieler hat mich leider sehr enttäuscht, obwohl die Beschreibung sehr ansprechend war. Ein ehemaliger Professor wird nach zwei Jahren aus dem DDR-Gefängnis entlassen, weil er einen Tango gespielt hat, der nicht der sozialistischen Staatsdoktrin entsprach. Der Leser begleitet ihn in seinem ersten Jahr in Freiheit. Das Buch beschreibt sehr gut die Orientierungslosigkeit und das Anpassungsproblem nach einem Gefängnisaufenthalt sowie die Scheinhaftigkeit des Staatsapparates. Leider ist die Darstellung der Frauen für den Mann bzw. den Protagonisten sehr objektivierend und problematisch. Es ist nachvollziehbar, dass mensch nach zwei Jahren unfreiwilligen Zölibats sich "ausleben" möchte. Im Buch werden Frauen jedoch grundlos angefasst, geküsst und als bloße Objekte männlicher Lust klassifiziert. Jede Frau wird von vornherein als potentiell betttauglich eingestuft. Schade.

    8. Feb. 2025

Autorin / Autor

Über Christoph Hein

Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. Ab 1967 studierte er an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle Der fremde Freund / Drachenblut. Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis. Sein jüngster Roman Das Narrenschiff stand monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

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