Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

Geschichten aus dem Wiener Wald

3,0(45)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Als »ein Volksstück und die Parodie dazu« bezeichnete Alfred Polgar Ödön von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald . Mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, wurde Horváths Volksstück 1931 an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin unter der Regie von Heinz Hilpert uraufgeführt, »das bitterste, das bitterböseste Stück neuer Literatur«, wie Kurt Pinthus schrieb. In der New York Times war zu lesen: »Mit diesem Stück hat sich Horváth einen Platz in der Reihe der besten zentraleuropäischen Dramatiker gesichert und wird nicht mehr übersehen werden können.«
Die rechtsradikale Presse nannte Geschichten aus dem Wiener Wald eine »beispiellose Unverschämtheit«, »eine dramatische Verunglimpfung des alten Österreich-Ungarn«, ein »Machwerk«, ein »Unflat ersten Ranges«. Ödön von Horváth sagte in einem Interview: »Man wirft mir vor, ich sei zu derb, zu ekelhaft, zu unheimlich, zu zynisch und was es dergleichen noch an soliden, gediegenen Eigenschaften gibt - und man übersieht dabei, daß ich doch kein anderes Bestreben habe, als die Welt so zu schildern, wie sie halt leider ist...«

Editionen (16)

ISBN9783518743836
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum10.08.15
Seitenzahl112

Rezensionen & Bewertungen

45 Bewertungen

6 Rezensionen

3,0

Tippen zum Filtern

  • withloveliane
    withloveliane

    76 Follower

    4,5

    Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendichkeit als wie die Dummheit.

    (...) Gott gibt und Gott nimmt - - Mir hat er nur genommen, nur genommen - - Das ist die Liebe, Marianne - - und wer Er liebt, den schlägt Er - - Mich prügelt er wie einen Hund! Auch das! Wenn es nämlich sein muß. „Wie in allen meinen Stücken versuche ich möglichst rücksichtslos gegen Dummheit und Lüge zu sein, denn diese Rücksichtslosigkeit dürfte wohl die vornehmste Aufgabe eines schöngeistigen Schriftstellers darstellen, der es sich manchmal einbildet, nur deshalb zu schreiben, damit die Leute sich selbst erkennen. Erkenne dich bitte selbst!“ (Randbemerkungen zu „Glaube, Liebe, Hoffnung“, 1932)

    3. Apr. 2026

  • lm_monroe
    lm_monroe

    14 Follower

    4,0

    Eine unterhaltsame Lektüre über die Gemütlichkeit der Wiener Gesellschaft

    7. Aug. 2024

  • buchpetzi
    buchpetzi

    68 Follower

    4,0

    Grad noch meiner Schwiegermutter gesagt, dass ich das Buch ganz unterhaltsam find (nach den ersten 40 Seiten) und BÄM volle Eskalation und Tragödie.

    Eine Parodie auf das gemütliche Wiener-Schrammelleben und die tatsächlichen alltäglichen Tragödien, die sich dahinter abspielen. In einer anderen Form, mit anderen Klischees, könnte das Stück mit Sicherheit heute auch noch geschrieben werden. Erinnert mich ein bisschen an Felix Mitterer, der die Heucheleien der Landidylle aufzeigt.

    Grad noch meiner Schwiegermutter gesagt, dass ich das Buch ganz unterhaltsam find (nach den ersten 40 Seiten) und BÄM volle Eskalation und Tragödie.

    13. Juli 2025

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ödön von Horváth

Ödön Horváth wurde am 9. Dezember 1901 in Sušak, einem Vorort von Fiume dem heutigen Rijeka/Kroatien, geboren und starb am 1. Juni 1938 in Paris. Seine Kindheit verbrachte er in Belgrad, Budapest, Pressburg und München. 1920 begann Horvath Gedichte zu schreiben. Die meisten seiner Manuskripte aus dieser Zeit vernichtete er jedoch. Den ersten großen Erfolg hat er mit seinem Stück Die Bergbahn, welches 1929 in Berlin uraufgeführt wurde. Weitere Erfolge bleiben nicht aus. Für sein Bühnenstück Geschichten aus dem Wiener Wald bekommt er den Kleist-Preis. Der Roman Jugend ohne Gott wird im Jahr 1991 von Michael Knof für die Deutsche Film AG (DEFA) inszeniert und ist in der filmedition suhrkamp erhältlich.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick