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Biografien

Der Horror der frühen Medizin

4,2(311)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Grausig sind die Anfänge der Medizin: Leichenraub, blutige Operationen wie Kirmesspektakel, Arsen, Quecksilber, Kokain als verschriebene Heilmittel. Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Unwissen der Ärzte sagenhaft, wie sie praktizieren, ein einziger Albtraum. Bis ein junger Student aus London mit seinen Entdeckungen alles verändert … Lindsey Fitzharris erzählt vom Leben dieses Mannes und vom Horror, den ein einfacher Arztbesuch damals bedeutete – schaurig, unterhaltsam, erhellend.

Als Joseph Lister 1844 sein Studium in London beginnt, ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung desaströs: Die Krankenhäuser sind überfüllt und verseucht. Um aufgenommen zu werden, müssen Patienten genug Geld für die eigene Beerdigung mitbringen. In den Operationssälen arbeiten Chirurgen in Straßenklamotten vor schaulustigem Publikum. Warum fast alle Patienten sterben, wie sich Krankheiten ausbreiten, darüber herrscht nicht im Geringsten Einigkeit, nur hanebüchene Theorien. Joseph Lister wird Chirurg, er will ganz praktisch helfen. Und von Neugier und hellem Verstand geleitet, entwickelt er eine Methode, die das Sterben vielleicht beenden kann …

Editionen (3)

ISBN9783518470589
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum23.06.20
Seitenzahl275

Merkmale

1 Bewertungen

SpannendNachdenklichInformativMittelSympathischGlaubwürdig

Rezensionen & Bewertungen

311 Bewertungen

68 Rezensionen

4,2

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  • books.and.beagle
    books.and.beagle

    253 Follower

    4,0

    Chirurgie und Wundbehandlung im 19.Jh

    🔪Amputationen 🔪Eiter 🔪Tod🔪 Ein sehr informatives und interessantes Buch über die Chirurgie und die Zustände in Spitälern des 19 Jahrhunderts. Und diese Zustände waren mehr als Haarsträubend! Wer mit einer Wunde in einem Spital war, überlebte nur mit Glück. Denn man wusste noch nichts über die Ursache für Infektionen. In diesem Buch begleitet man Lister auf seinem Weg diese Ursachen zu ergründen und sie zu bekämpfen. Wobei er sehr auf Widerstand stösst. Der Schreibstil lässt dieses Buch auch ohne medizinisches Wissen gut lesen. Es hat aber zum Teil seine Längen.

    24. Feb. 2026

  • bea777
    bea777

    484 Follower

    4,0

    Ein Buch über einen Wegbereiter der modernen Chirurgie!

    Oft habe ich beim Lesen gedacht, wie froh ich bin 200 Jahre später zu leben und dazu noch in einem Land mit funktionierendem Gesundheitssystem. Das Buch gibt Einblick in das Leben von Joseph Lister einem Chirurgen aus England. Er hat sich aufgrund seiner Forschungen zur Wundbehandlung während und nach operativen Eingriffen einen Namen gemacht. Lindsey Fitzharris schildert sehr eindrücklich die Zustände, die um 1850 in den Hospitälern geherrscht haben. Hygienische Standards existierten nicht, so dass es völlig normal war, dassÄrzte zwischen medizinischen Eingriffen oder nach der Obduktion einer Leiche ihre Hände nicht desinfizieren oder gar ihre Kleidung wechselten. Mit dem Wissen von heute wissen wir, welche verheerenden Folgen das hatte. Damals tappte man völlig im Dunkeln. Lister führte die Desinfektion mit Kabolsäure ein, was ihm nicht nur Bewunderung, sondern auch Ablehnung einbrachte. Eine interessantes Detail... Der Name der Mundspülung Listerine ist eine Hommage an den bedeutenden Chirurgen, der nicht nur unsagbar klug und fleißig war, sondern auch sehr einfühlsam und hilfsbereit.

    23. Dez. 2024

  • natilovesbooks
    natilovesbooks

    134 Follower

    3,0

    Ein Blick in die düsteren Anfänge der Medizin – spannend, aber nicht immer fesselnd

    - Worum gehts? - Der Horror der frühen Medizin von Lindsey Fitzharris beleuchtet die medizinische Welt des 19. Jahrhunderts – eine Zeit, in der Operationen ohne Hygiene, Schmerzen ohne Narkose und Ärzte ohne Verständnis für Infektionen den Alltag bestimmten. Im Zentrum steht Joseph Lister, der mit seiner bahnbrechenden Forschung zur Antisepsis die moderne Chirurgie revolutionierte. Fitzharris erzählt von seinen Errungenschaften, aber auch von den Widerständen, die er überwinden musste – in einer Ära, in der wissenschaftlicher Fortschritt oft als Verrücktheit abgetan wurde. - Meine Meinung - Das Buch ist ohne Zweifel informativ und historisch äußerst faszinierend. Vor allem die Erkenntnisse Listers und sein unermüdlicher Kampf für sterile Operationsbedingungen sind beeindruckend – und lassen uns die heutige Medizin tatsächlich in einem ganz neuen Licht sehen. Allerdings war mir der Stil zu trocken. Das Buch widmet sehr viel Raum dem persönlichen Leben und detaillierten Karriereweg Listers, was mein Interesse nicht durchgehend halten konnte. Die wissenschaftlichen Inhalte hingegen fand ich wirklich spannend und aufschlussreich – schade, dass sie im Vergleich etwas untergehen. - Fazit - Wer sich für Medizingeschichte interessiert, starke Nerven hat und gerne tief in historische Entwicklungen eintaucht, wird an diesem Buch definitiv Freude haben. Für Leserinnen und Leser, die etwas lockerer erzählte Sachbücher bevorzugen, könnte es jedoch zu wissenschaftlich wirken. Trotzdem ein wichtiges Werk, das zeigt, wie revolutionär Dinge waren, die wir heute für selbstverständlich halten. 📚✨

    2. Nov. 2025

3 von 68 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 218%
books.and.beagle
books.and.beagle22. Feb. 2026

Bereits nach dem ersten Kapitel bin ich froh, lebe ich nicht im 19. Jahrhundert 😅🔪

Autorin / Autor

Über Lindsey Fitzharris

Lindsey Fitzharris promovierte in Oxford in Medizingeschichte. Ihre YouTube-Serie Under the Knife über Wissenswertes und Gruseliges aus der Welt der Chirurgie verhalf Fitzharris zu größerer Bekanntheit. Sie schreibt regelmäßig für The Guardian, The Huffington Post, The Lancet und New Scientist . Ihr Buch Der Horror der frühen Medizin war ein internationaler Erfolg, wurde in 15 Sprachen übersetzt und stand 19 Wochen lang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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