Blick ins Buch

Romane

Der Hals der Giraffe

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Über das Buch

Anpassung ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. Daß ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – in der schrumpfenden Kreisstadt im vorpommerschen Hinterland fehlt es an Kindern. Lohmarks Mann, der zu DDR-Zeiten Kühe besamt hat, züchtet nun Strauße, ihre Tochter Claudia ist vor Jahren in die USA gegangen und hat nicht vor, Kinder in die Welt zu setzen. Alle verweigern sich dem Lauf der Natur, den Inge Lohmark tagtäglich im Unterricht beschwört. Als sie Gefühle für eine Schülerin der 9. Klasse entwickelt, die über die übliche Haßliebe für die Jugend hinausgehen, gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken. Mit immer absonderlicheren Einfällen versucht sie zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Nach dem gefeierten »Atlas der abgelegenen Inseln« schreibt Judith Schalansky einen Roman. Darin kämpft eine Biologielehrerin für die Einhaltung der Naturgesetze, verrenkt sich den Hals nach unerreichbaren Früchten und fällt am Ende vom Glauben an Gott Darwin ab. Schauplatz der Geschichte ist eine der irrwitzigsten Anstalten dieser Welt: die Schule.

Editionen (7)

ISBN9783518421772
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum14.09.11
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

98 Bewertungen

10 Rezensionen

3,2

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  • micio.michelle
    micio.michelle

    276 Follower

    2,0

    🦒🦒🦒

    Insgesamt sicher ein Buch mit literarischem Anspruch, aber leider nicht das, was ich mir davon erhofft hatte. Für mich blieb es eher eine intellektuelle Übung als ein wirklich packendes Leseerlebnis..

    🦒🦒🦒

    8. März 2026

  • fablisum
    fablisum

    37 Follower

    2,5

    Von einem preisgekrönten Roman hab ich mir mehr erhofft

    „Der Hals der Giraffe“ ist ein Buch, das mich zwiegespalten zurücklässt. Einerseits ist es beeindruckend geschrieben, sachlich und fast kühl, aber konsequent aus der Perspektive der Protagonistin. Die vielen biologischen Fakten und Beobachtungen fügen sich stimmig in den Stil ein und geben dem Buch eine besondere Note. Andererseits fehlt es deutlich an Handlung und Tiefgang. Emotional passiert wenig, die Hauptfigur bleibt distanziert, griesgrämig und unnahbar. Vielleicht muss sie so sein, bei dem Lebenshintergrund, aber es fällt schwer, sich mit ihr zu identifizieren oder mitzufühlen. Insgesamt ist es ein eigenwilliges Buch. Stilistisch stark, inhaltlich eher leer. Keine klare Empfehlung, aber auch kein Fehlgriff. Ein Buch, das sich nicht leicht einordnen lässt.

    8. Juli 2025

  • josina.kwi
    josina.kwi

    26 Follower

    Passender Schreibstil aber belangloser Inhalt

    Der Schreibstil des Buches ist knapp, sachlich und emotionslos, was zur distanzierten Natur der Protagonistin passt. Inge, die Lehrerin, ist kühl und zeigt keine Empathie. Als sie beginnt, eine Schülerin zu mögen, interpretiert sie dieses Gefühl sofort als Pädophilie, da sie mit positiven Emotionen nicht umgehen kann. Abgesehen davon dreht sich das Buch nur um ihren Alltag und enthält viele biologische Fakten. Leider war das Lesen des Buches wenig unterhaltsam und hinterlässt den Leser eher ratlos. Das Beste waren die Zeichnungen, die sich auf einigen Seiten des Buches befinden ✍🏽

    Passender Schreibstil aber belangloser Inhalt

    5. Aug. 2024

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Judith Schalansky

Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr Werk, darunter der international erfolgreiche Bestseller Atlas der abgelegenen Inseln sowie der Roman Der Hals der Giraffe, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der Naturkunden und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.

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