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Das steinerne Floß

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Über das Buch

Editionen (4)

ISBN9783499134982
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.08.94
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

1 Rezensionen

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  • saschamalz
    saschamalz

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    5,0

    Der Text auf der Rückseite beschreibt es unzulänglich. Besser schaut man hinein und findet dort: „Was mit einem Riss in einer Felsspalte beginnt, endet mit einer Katastrophe, die ganz Europa aus der Fassung bringt: Die Iberische Halbinsel bricht an der Grenze zu Frankreich ab und treibt ziellos aufs Meer. Die Versorgung bricht zusammen, Krisenstäbe werden gebildet, und schon bald herrschen anarchische Zustände. Zur gleichen Zeit werden vier Menschen an anderen Orten der Halbinsel Zeugen weiterer seltsamer Phänomene. Sie alle finden sich bei Maria Guavaira in Galicien zusammen und begeben sich auf eine gemeinsame Reise mit ungewissem Ausgang…“ Und um die Odyssee dieser fünf Menschen geht es (ihre Gruppe ergänzt sich durch einen Hund von Bedeutung und zwei Pferden); wie die Halbinsel, so machen auch sie sich auf und verfolgen ziellos ein gemeinsames Ziel. Sie orientieren sich in dieser neuen Welt neu, finden zueinander und bilden eine eigene kleine Gesellschaft. Die politischen Umstände tangieren sie wenig, auch scheint es zeitweise so, als wären sie allein auf der Welt. Saramago beschreibt ihre Reise, als würde man sie unsichtbar begleiten, man befindet sich immer außerhalb ihrer Gruppe - und trotzdem ist man dabei. Mehr möchte ich inhaltlich nicht verraten. Das Buch ist durchaus fordernd, da es voll ist von philosophischen und gesellschaftlichen Fragestellungen; Saramago schreibt dabei in sehr langen Sätzen, wörtliche Rede kommt nicht vor, so dass man sich sehr konzentrieren muss, den Dialogen zu folgen (die messerscharf sind)! Ein tolles Werk 📕📕📕📕📕/5

    24. Jan. 2023

Autorin / Autor

Über José Saramago

José Saramago wurde am am 16.11.1922 in dem Dorf Azinhaga im portugiesischen Ribatejo als Sohn einer Landarbeiterfamilie geboren. Mit zwei Jahren Umzug nach Lissabon. Aus finanziellen Gründen Wechsel vom Gymnasium auf eine berufliche Schule, die er 1939 als Maschinenschlosser verließ. Zwei Jahre Tätigkeit in diesem Beruf in einem Krankenhaus, anschließend Übergang in die Verwaltung. Ab 1955 häufige Aufenthalte im Literatencafé «Café Chiado». Durch Vermittlung Arbeit im Verlag «Estúdios Cor». In dieser Zeit erste Veröffentlichungen. 1969 Eintritt in die (verbotene) kommunistische Partei, erste Auslandsreise (Paris). Ab 1968 literarische bzw. politische Mitarbeit bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften; März bis November 1975 beigeordneter Direktor der ältesten portugiesischen Tageszeitung «Diáro de Notícias». Nach der "Nelkenrevolution" 1974 Arbeit im Ministerium für Kommunikation. 1975-1980 verdiente er seinen Lebensunterhalt hauptsächlich als Übersetzer. Seit 1980 war er als freier Schriftsteller tätig. 1986 sprach Saramago sich gegen den Beitritt Spaniens und Portugals in die Europäische Union und für eine Unabhängigkeit der Iberischen Halbinsel aus. Er ist Mitglied des Ordens Militar de Santiago de Espada (Portugal) und des Ordre des Arts et Lettres (Frankreich) sowie Ehrendoktor der Universitäten Turin, Sevilla und Manchester. Seine Werke sind in 26 Sprachen übersetzt. José Saramago lebte zuletzt auf Lanzarote, wo er am 18. Juni 2010 verstarb.Auszeichnungen: Prémio da Associação de Crítícos Portugueses (1979); Prémio Cicade de Lisboa für «Hoffnung im Alentejo» (1980); Prémio Literário Município de Lisboa für «Das Memorial» (1982); Prémio da Crítica da Associação Portuguesa de Crítícos (Prémio D. Dinis) für «Das Todesjahr des Ricardo Reis» (1986); Premio Internazoniale Ennio Flaiano (Italien) (1992); Nobelpreis für Literatur (1998).

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