Blick ins Buch

Romane

Katzenberge

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Über das Buch

Zur Beerdigung ihres Großvaters fährt die Berliner Journalistin Nele Leibert in die nebelverhangene Provinz Niederschlesiens. Doch der Abschied vom Familienpatriarchen ist nur der Anfang ihrer Reise: Nele erkennt, dass das Schweigen ihres verehrten, aber eigensinnigen «Djadjo» tiefe Risse bis in die Gegenwart hinterlassen hat. Getrieben von einem dunklen Verdacht, folgt sie den Spuren der Vergangenheit bis nach Galizien, an den Ursprung der familiären Flucht und Vertreibung.

Ausgezeichnet mit dem Mara-Cassens-Preis für das beste Romandebüt des Jahres, dem Nicolas-Born-Förderpreis und dem Anna Seghers-Preis.

«Federleicht pendelt der Roman zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her und beschwört dabei das Leben dreier Kriegs- und Nachkriegsgenerationen herauf.» Hanns-Josef Ortheil

Editionen (5)

ISBN9783499020155
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum18.09.26
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

14 Bewertungen

3 Rezensionen

4,3

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  • kerstinberlin
    kerstinberlin

    98 Follower

    4,0

    Eine lehrreiche Reise in die familiäre Vergangenheit von Schlesien nach Galizien.

    Nele, halb Deutsche, halb Polin, fährt durch die im Nebel versunkene niederschlesische Landschaft: sie ist auf dem Weg zum Grab ihres Großvaters. Ihre Gedanken schweifen in die Vergangenheit. Ihr geliebter, starrköpfiger „Djadjo“ kämpfte gegen die Dämonen, die die Deutschen in Schlesien zurückließen. Noch seine Enkeltochter steht im Bann der Geschichte. Nur eine Reise ins Gestern kann den Fluch bannen. Und so begibt sich Nele bis nach Galizien (heute Ukraine), an den Rand der Zeit. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und musste oft über die Familie schmunzeln.

    1. Feb. 2026

  • majo1312
    majo1312

    60 Follower

    4,0

    Was für eine Reise!

    Wow - am Anfang kam ich wirklich schwer in die Geschichte rein, die Charaktere waren für mich schwer zuzuordnen zeitlich aber auch schwer auseinanderzuhalten, aber als ich drin war, konnte ich es nur noch verschlingen. Es ist eine wundervolle Reise in die Vergangenheit eines polnisch Galizischen Vertriebenen der danach in Schlesien neu anfangen musste. Seine Enkelin macht sich nach seinem Tod für ihn auf die Reise um seinen eigentlichen Ursprung in der heutigen Ukraine zu finden. Die Geschichte ist viel mit polnischer Folklore und Mystik gestrickt, was ich ebenfalls echt cool fand - der Erzählung folgt auch ein Schattenwesen, welches ich für mich als personifiziertes Generationstrauma interpretiere, da auch Nele ihn sehen kann. Das Buch ist abwechselnd in Neles Perspektive und in der ihres Großvaters (rückwärts bis zu seiner Geburt) erzählt - sehr interessanter Erzählstil. Was mich gestört hat, war dass es keine Markierung der wörtlichen Rede gibt, alles was gesagt wird fließt ohne Anführungszeichen in den Text, dass ist leider sehr verwirrend aber man gewöhnt sich dran. Zum Schluss musste ich wirklich weinen, weil die Reise und die Verbindung zwischen Nele und ihrem Djadjo (Opa) wirklich toll ist. Ebenfalls bin ich dankbar dafür durch dieses Buch mal wieder etwas über Geschichte gelernt zu haben und das von einer nicht so bekannten Bevölkerungsgruppe. Das hat mich motiviert mehr über Galizien, Polen, Schlesien und die Ukraine bzw. die Sowjet-Union erfahren zu wollen und wie genau da was abgelaufen ist.

    12. Sept. 2025

  • nielienl
    nielienl

    18 Follower

    Toller Debutroman der uns mit auf eine Reise nach Polen und in die Ukraine nimmt

    Dieses Buch habe ich fast verschlungen. Wir begleiten Nele auf der Reise in die Vergangenheit ihrer Familie. Wir erfahren die Geschichte aus der Gegenwart und, durch Neles Erinnerungen an die Geschichten ihres Großvaters, auch aus der Vergangenheit. Wir erleben Vertreibung und Schicksalsschläge aber auch viele fröhliche Momente. Klare Empfehlung!

    8. Juni 2024

Autorin / Autor

Über Sabrina Janesch

Sabrina Janesch, geboren 1985 im niedersächsischen Gifhorn, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Polonistik in Krakau. Nach verschiedenen Stationen in Europa und Südamerika lebt sie heute mit Mann und zwei Töchtern in Münster. Ihre vielfach ausgezeichneten Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt; für ihren Bestseller Die goldene Stadt erhielt sie 2017 den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. Über Sibir (2023) schrieb die Süddeutsche Zeitung: «Ein großartiger, poetischer Roman … eine grandiose Mischung aus Realität und Fiktion, Historie und Heimatroman, Tragik und Heiterkeit.»

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