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Generation Angst

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Über das Buch

Die deutsche Ausgabe des «New York Times»-Nr.-1-Bestsellers «The Anxious Generation»

Drei technologische und mediale Megatrends bestimmten die frühen 2010er-Jahre: Smartphones, Social-Media-Plattformen und die Selfie-Kultur. Das Ergebnis: Eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen verwendete mehrere Stunden am Tag darauf, durch die Beiträge von Influencer:innen und mehr oder weniger fremden Nutzer:innen zu scrollen, statt sich mit Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld auseinanderzusetzen, mit ihnen zu spielen, zu sprechen oder auch nur Blickkontakt aufzunehmen. Die Mitglieder der Generation Z, die als Erste ihre Pubertät mit den neuen Medien in der Tasche durchlebten, wurden so zu Testpersonen für das Aufwachsen in einer radikal umgestalteten, zunehmend digitalen Umgebung.

Die Folgen dieses Experiments waren, wie Jonathan Haidt auf Grundlage umfangreichen Datenmaterials zeigt, katastrophal – und sie betreffen auch die heute Heranwachsenden. Die schnellste und allumfassendste Neuverdrahtung menschlicher Beziehungen führte dazu, dass sich die mentale Gesundheit der Kinder und Jugendlichen rapide und dauerhaft verschlechtert hat. Dieser Entwicklung müssen wir jetzt entgegentreten: Haidt erklärt, was Regierungen, Schulen und Eltern tun können, um Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.

Editionen (2)

ISBN9783498028367
VerlagRowohlt
Erscheinungsdatum18.06.24
Seitenzahl448

Rezensionen & Bewertungen

60 Bewertungen

24 Rezensionen

4,1

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  • anha
    anha

    399 Follower

    4,0

    Das Buch beschäftigt sich mit dem deutlichen Anstieg von psychischen Erkrankungen, v.a. Ängste und Depressionen, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit 2010. Dazu werden zunächst die Entwicklungsvorgänge im Gehirn und damit zusammenhängende Bedürfnisse beleuchtet. Dies erfolgt anschaulich und gut nachvollziehbar. Im folgenden geht es um die Veränderungen im aufwachsen von Kindern seit Beginn der 2000er Jahre, die zunehmende Verfügbarkeit von Internet und Social Media und den Rückgang der „spielbasierten Kindheit“ und die Auswirkungen dieser Veränderungen im Hinblick auf die o.g. Vorgänge und Bedürfnisse. Der Autor sieht hier einen wesentlichen Zusammenhang mit dem Anstieg der psychischen Erkrankungen und legt das ausführlich und Geschlechter differenziert dar. Er zitiert viele Studien, ergänzt diese aber auch durch konkrete, teilweise persönliche Beispiele. Abschließend geht es um eventuelle Ansatzpunkte für aus seiner Sicht sinnvolle Veränderungen, z.B. im Hinblick auf Unternehmen, Politik und Gesellschaft. Hier wird die Ausrichtung an der amerikanischen Lebensweise besonders deutlich, auch wenn Überlegungen und Ideen grundsätzlich interessant und auch für andere Länder übertragbar sein könnten. Insgesamt informativ und interessant, vor allem die Erklärungsmodelle waren git und nachvollziehbar dargestellt. Von den individuellen Anregungen hätte es etwas mehr geben dürfen.

    27. Jan. 2026

  • cloudjumper
    cloudjumper

    1399 Follower

    4,5

    Wie wirkt sich eine Smartphonebasierte Kindheit auf das Individuum und die Gesellschaft aus? Dies ist der Inhalt dieses Buches und jeden Interessierten / jede Interessierte kann ich die Lektüre nur empfehlen. Alles wird mit Studien belegt (und für etwaige Änderungen oder neue Belege, gibt es sogar eine Website, die den Inhalt des Buches fortführt bzw. stetig ergänzt (sehr löblich). Einziger Kritikpunkt: einige Wiederholungen und die Tatsache, dass es sich vor allem auf die Situation in den USA bezieht (wovon unsere Gesellschaft jedoch nicht weit entfernt ist). Tipps und Hilfsvorschläge runden das Ganze ab. Am Ende liegt es jedoch an jeder / jedem Einzelnen zu Handeln (im Interesse nachfolgender Generationen).

    10. Okt. 2024

  • liberlesen
    liberlesen

    192 Follower

    4,0

    Dieses Buch entlarvt, wie Social Media & Co. unsere Psyche heimlich zerstören – ein Weckruf, den wirklich jeder gelesen haben sollte!

    Als ich „Generation Angst“ zur Hand nahm, war mir bewusst, dass es kein leichtes, sondern ein dringendes Buch sein würde. Dass es sogar auf Barack Obamas Leseliste 2024 stand, zeigt schon, wie sehr es den Nerv der Zeit trifft. Der Autor legt eindrücklich dar, wie die technologische Entwicklung – von sozialen Medien bis hin zur allgegenwärtigen Digitalisierung – nicht nur unsere Gesellschaft formt, sondern sich tief in unsere Psyche eingräbt. Besonders spannend fand ich die Perspektive auf die Gen Z: eine Generation, die mit dem Smartphone in der Hand aufgewachsen ist und dadurch völlig andere Prägungen erfahren hat. Da ich selbst dieser Generation angehöre, konnte ich vieles sofort nachvollziehen und habe mich in manchen Kapiteln regelrecht wiedergefunden. Gleichzeitig bleibt das Buch keineswegs auf eine Altersgruppe beschränkt. Auch ältere Generationen erhalten wertvolle Einblicke, etwa wenn es um Veränderungen in der Erziehung geht – Stichwort Überbehütung. So schafft es der Autor, die Themen nicht nur wissenschaftlich fundiert, sondern auch gesellschaftlich relevant aufzubereiten. Besonders gelungen fand ich den Schreibstil: Trotz des sachlichen Inhalts ist das Buch leicht verständlich, beinahe erzählerisch geschrieben. Grafiken und kurze Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels erleichtern den Lesefluss zusätzlich. Allerdings empfand ich den letzten Teil des Buches als etwas langatmig und schwächer im Vergleich zu den vorherigen Kapiteln – deshalb vergebe ich „nur“ vier Sterne. Fazit: „Generation Angst“ ist ein brandaktuelles, aufrüttelndes Werk, das ich ohne Zögern weiterempfehlen kann. Es hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt eindringlich, wohin uns der ungebremste technologische Wandel führen könnte. Wer verstehen möchte, warum unsere Zeit so von Unsicherheit geprägt ist – und was wir dagegen tun können – sollte dieses Buch unbedingt lesen.

    Dieses Buch entlarvt, wie Social Media & Co. unsere Psyche heimlich zerstören – ein Weckruf, den wirklich jeder gelesen haben sollte!

    2. Okt. 2025

3 von 24 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 5011%
liberlesen
liberlesen1. Sept. 2025

"Diese einfachen Handys dienten vor allem dazu. direkt eins zu eins mit Freunden und Familie zu kommunizieren. Man konnte Leute anrufen und ihnen etwas schreiben, indem man mühsam per Daumendruck ein numerisches Keypad betätigte. Smartphones sind ganz anders. Sie verbinden uns vierundzwanzig Stunden am Tag und sieben Tage die Woche mit demn Internet. Man kann darauf Milionen von Apps laufen lassen, und sie wurden rasch die Heimat von Social Media- Plattformen, deren ständiges "Ping" uns durch den ganzen Tag begleitet und uns drängt nachzuschauen, was andere gerade sagen und tun. Diese Art der Konnektivität bietet wenige der Vorteile, die ein direktes Gespräch mit Freunden mit sich bringt. Tatsächlich ist sie für viele junge Leute geradezu toxisch." (S.50) Wie schnell und unbemerkt sich doch Smartphones und Social Media in das eigene Leben geschlichen haben und anderes aus dem Alltag gedrängt haben - erschreckend und mit spürbaren Folgen.

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Autorin / Autor

Über Jonathan Haidt

Jonathan Haidt ist Sozialpsychologe und Professor an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen. Die Macht der Moral, Ergebnis jahrzehntelanger Forschung und zahlreicher Studien zum Thema, erschien im englischen Original 2012 und wurde in den USA zu einem Bestseller. Haidts Buch Generation Angst (2024) stand direkt nach Erscheinen auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste, weltweit wurden mehr als zwei Millionen Exemplare verkauft.

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