Der 3. Band von »Das Rad der Zeit« als Ebook (enthält: Der wiedergeborene Drache, Die Straße des Speers). Ungeteilt, vollständig überarbeitet und absolut unverzichtbar für alle Robert-Jordan-Fans ... Dies ist eine Welt aus Licht und Schatten, in der das Gute und das Böse einen ewigen Krieg begannen, der nicht mehr enden will. Es ist die Welt des Rads der Zeit, des größten Fantasy-Epos, das je geschrieben wurde. Neben J. R. R. Tolkien haben nur wenige Autoren in der Fantasy unsterbliche Mythen erschaffen. Robert Jordan ist dies mit seinem weltberühmten Zyklus »Das Rad der Zeit« aufs Erfolgreichste gelungen. Seine Romane wurden millionenfach verkauft und in 25 Sprachen übersetzt, begleitet von Rollen- und Computerspielen sowie Comics. »Das Rad der Zeit. Das Original« vereint seine Romane vollständig überarbeitet in der kompletten Fassung der amerikanischen Originalausgabe.
Habt ihr Band 3 schon gelesen? Welche Perspektive mögt ihr am liebsten – Rand, Mat, Perrin oder die Aes-Sedai-Fäden? Und: Wie steht ihr zur Serie (bitte ohne Spoiler 😉)?
Ich habe für dieses Buch zwölf Tage gebraucht (an zehn Tagen gelesen, an zwei auf das Hörbuch ausgewichen). Und das war gut so, denn es ist kein „mal eben in der Mittagspause weglesen“-Titel. Sprache, Satzbau und Wortwahl sind spürbar älter/klassischer – das Werk stammt aus einer anderen Fantasy-Ära – und verlangen Aufmerksamkeit. Ich habe mehrfach zwei Seiten zurückgeblättert oder nach einem Kapitel kurz innegehalten: „Habe ich das wirklich verstanden?“ Das Rad der Zeit ist für mich eine Reihe, die man bewusst und konzentriert liest – ich lese außerdem selten parallel andere Bücher, also gehörte meine komplette Lesezeit diesem Band.
Der Anfang war wieder zäh, wie schon bei den ersten beiden Bänden. Ich lese diese Reihe nicht am Stück, sondern mit Abständen von einem bis zwei Monaten. Dadurch brauche ich oft ein paar Kapitel, um wieder reinzukommen und mich zu erinnern: Wo genau standen wir? Das ist mein persönlicher „Lese-Rost“, aber Jordan macht es einem auch nicht leicht: viele Figuren, viele Fäden, wenige Erinnerungsanker.
Band 3 setzt die große Prophezeiungs-Geschichte fort und trennt die anfänglich gemeinsame Gruppe.
Rand zieht eigenwillig los, sein Schicksal drückt und treibt ihn – Spuren von Prophezeiungen und Machtproben liegen auf seinem Weg.
Moiraine und Lan sind mit Perrin unterwegs; sie verfolgen Rand, lesen Zeichen, kämpfen gegen Kreaturen und Politik gleichermaßen.
Egwene, Nynaeve und Elayne werden in die Intrigen der Aes Sedai verwickelt und jagen einer dunklen Spur nach (Stichwort: Schwarzer Ajah).
Mat wird endlich von seiner alten Bürde geheilt, stolpert dann aber mit seinem rotzigen Charme in neue Aufgaben, Glückssträhnen und Lebensgefahr.
Alle Wege führen schrittweise auf einen gemeinsamen Schauplatz zu, an dem Visionen, Prophezeiungen und persönliche Entscheidungen zusammenprallen. Das fühlt sich an wie Fäden, die man lange spinnen sah und die nun knoten – sehr befriedigend.
Was mich begeistert hat
Welt & Wirkung: Dieses Universum ist monumental – Aes Sedai-Politik, das Eine Macht-System, Prophezeiungen, Legenden. Man spürt die Größe, ohne dass Jordan ständig erklärt; er setzt voraus, und das macht die Welt reich.
Figurenbögen: Perrin wächst in seine innere Stärke. Mat ist hier überraschend lebhaft, witzig und endlich er selbst.
Spannungsaufbau: Auch wenn der Start zäh ist, die zweite Buchhälfte zieht die Schraube merklich an. Die großen Set-Pieces sitzen, und das Finale belohnt die Geduld.
Was mich genervt/überfordert hat (warum „nur“ 4 Sterne)⭐️
Zersplitterte Perspektiven: Die Gruppe ist aufgeteilt, und Kapitel wechseln teils ohne klare Kennzeichnung die Sicht. Ich ertappte mich mehrfach am Ende eines Kapitels: Moment, bei wem war ich gerade? Um es voll zu genießen, muss man sehr präsent lesen oder Notizen führen.
Tempo-Brüche: Lange Aufbaupassagen, dann plötzliche Sprünge – ich fühlte mich nicht immer „mitgenommen“.
Sprachlicher Anspruch: Die klassische, teils altmodische Prosa ist wunderschön, aber anstrengend. Das ist kein Manko per se, es kostet nur Zeit und Konzentration.
Für wen lohnt sich Band 3 (und die Reihe)?
Für Leser*innen, die epische Fantasy mit politischem Intrigenspiel lieben, die Prophezeiungen, Schicksal vs. freier Wille spannend finden und bereit sind, Zeit zu investieren. Wer Tempo-Dauerfeuer braucht, könnte zwischendurch ungeduldig werden. Wer sich aber gern in ein großes Gewebe aus Mythen, Macht und Moral einspinnen lässt, wird reich belohnt.
4 von 5 Sternen. Ein fordernder, stellenweise zäher, am Ende aber packender Band, der die Reihe spürbar voranbringt. Ich habe mich nicht immer abgeholt gefühlt, vor allem wegen der sprunghaften Perspektiven und der hohen kognitiven Last, aber Worldbuilding, Figurenentwicklung und die Konvergenz der Handlungsfäden haben mich überzeugt.
Ich lese weiter – und die Serie hebe ich mir als Dessert für danach auf. 🥰🤭
8. Okt. 2025
4,0
Habt ihr Band 3 schon gelesen? Welche Perspektive mögt ihr am liebsten – Rand, Mat, Perrin oder die Aes-Sedai-Fäden? Und: Wie steht ihr zur Serie (bitte ohne Spoiler 😉)?
Ich habe für dieses Buch zwölf Tage gebraucht (an zehn Tagen gelesen, an zwei auf das Hörbuch ausgewichen). Und das war gut so, denn es ist kein „mal eben in der Mittagspause weglesen“-Titel. Sprache, Satzbau und Wortwahl sind spürbar älter/klassischer – das Werk stammt aus einer anderen Fantasy-Ära – und verlangen Aufmerksamkeit. Ich habe mehrfach zwei Seiten zurückgeblättert oder nach einem Kapitel kurz innegehalten: „Habe ich das wirklich verstanden?“ Das Rad der Zeit ist für mich eine Reihe, die man bewusst und konzentriert liest – ich lese außerdem selten parallel andere Bücher, also gehörte meine komplette Lesezeit diesem Band.
Der Anfang war wieder zäh, wie schon bei den ersten beiden Bänden. Ich lese diese Reihe nicht am Stück, sondern mit Abständen von einem bis zwei Monaten. Dadurch brauche ich oft ein paar Kapitel, um wieder reinzukommen und mich zu erinnern: Wo genau standen wir? Das ist mein persönlicher „Lese-Rost“, aber Jordan macht es einem auch nicht leicht: viele Figuren, viele Fäden, wenige Erinnerungsanker.
Band 3 setzt die große Prophezeiungs-Geschichte fort und trennt die anfänglich gemeinsame Gruppe.
Rand zieht eigenwillig los, sein Schicksal drückt und treibt ihn – Spuren von Prophezeiungen und Machtproben liegen auf seinem Weg.
Moiraine und Lan sind mit Perrin unterwegs; sie verfolgen Rand, lesen Zeichen, kämpfen gegen Kreaturen und Politik gleichermaßen.
Egwene, Nynaeve und Elayne werden in die Intrigen der Aes Sedai verwickelt und jagen einer dunklen Spur nach (Stichwort: Schwarzer Ajah).
Mat wird endlich von seiner alten Bürde geheilt, stolpert dann aber mit seinem rotzigen Charme in neue Aufgaben, Glückssträhnen und Lebensgefahr.
Alle Wege führen schrittweise auf einen gemeinsamen Schauplatz zu, an dem Visionen, Prophezeiungen und persönliche Entscheidungen zusammenprallen. Das fühlt sich an wie Fäden, die man lange spinnen sah und die nun knoten – sehr befriedigend.
Was mich begeistert hat
Welt & Wirkung: Dieses Universum ist monumental – Aes Sedai-Politik, das Eine Macht-System, Prophezeiungen, Legenden. Man spürt die Größe, ohne dass Jordan ständig erklärt; er setzt voraus, und das macht die Welt reich.
Figurenbögen: Perrin wächst in seine innere Stärke. Mat ist hier überraschend lebhaft, witzig und endlich er selbst.
Spannungsaufbau: Auch wenn der Start zäh ist, die zweite Buchhälfte zieht die Schraube merklich an. Die großen Set-Pieces sitzen, und das Finale belohnt die Geduld.
Was mich genervt/überfordert hat (warum „nur“ 4 Sterne)⭐️
Zersplitterte Perspektiven: Die Gruppe ist aufgeteilt, und Kapitel wechseln teils ohne klare Kennzeichnung die Sicht. Ich ertappte mich mehrfach am Ende eines Kapitels: Moment, bei wem war ich gerade? Um es voll zu genießen, muss man sehr präsent lesen oder Notizen führen.
Tempo-Brüche: Lange Aufbaupassagen, dann plötzliche Sprünge – ich fühlte mich nicht immer „mitgenommen“.
Sprachlicher Anspruch: Die klassische, teils altmodische Prosa ist wunderschön, aber anstrengend. Das ist kein Manko per se, es kostet nur Zeit und Konzentration.
Für wen lohnt sich Band 3 (und die Reihe)?
Für Leser*innen, die epische Fantasy mit politischem Intrigenspiel lieben, die Prophezeiungen, Schicksal vs. freier Wille spannend finden und bereit sind, Zeit zu investieren. Wer Tempo-Dauerfeuer braucht, könnte zwischendurch ungeduldig werden. Wer sich aber gern in ein großes Gewebe aus Mythen, Macht und Moral einspinnen lässt, wird reich belohnt.
4 von 5 Sternen. Ein fordernder, stellenweise zäher, am Ende aber packender Band, der die Reihe spürbar voranbringt. Ich habe mich nicht immer abgeholt gefühlt, vor allem wegen der sprunghaften Perspektiven und der hohen kognitiven Last, aber Worldbuilding, Figurenentwicklung und die Konvergenz der Handlungsfäden haben mich überzeugt.
Ich lese weiter – und die Serie hebe ich mir als Dessert für danach auf. 🥰🤭
Mehr Prophezeiung, mehr Zufälle, mehr mächtige Zauberinnen!
Band 3 hat wieder mehr Fahrt aufgenommen als Band 2, das Rad dreht sich weiter und die Spannung steigt!
Immer mehr kristallisiert sich heraus, gegen welche Feinde unsere Helden bestehen müssen und wie die Chancen stehen. (Spoiler: Schwierig.)
Während die männlichen Protagonisten immer mehr eingesponnen werden vom Muster des Schicksals, wachsen die Frauen immer mehr in ihre Macht und ihre Entscheidungsfähigkeit herein und ich lache mir deshalb leicht ins Fäustchen.
Beides ist sehr spannend zu beobachten und ich persönlich bin am meisten gespannt, wie sich erklären lässt, was mit Mat geschieht.
Generell war es sehr cool, in diesem Buch mal mehr aus seiner und Perrins Perspektive zu lesen und Egwenes Sicht mochte ich sowieso schon immer.
Eine coole Sache, den Fokus zwischendurch mal auf andere Charaktere zu verschieben, die genauso wichtig und spannend sind, aber andere Dinge erleben. Bietet die nötige Abwechslung!
4 Tage vor
4,0
Mehr Prophezeiung, mehr Zufälle, mehr mächtige Zauberinnen!
Band 3 hat wieder mehr Fahrt aufgenommen als Band 2, das Rad dreht sich weiter und die Spannung steigt!
Immer mehr kristallisiert sich heraus, gegen welche Feinde unsere Helden bestehen müssen und wie die Chancen stehen. (Spoiler: Schwierig.)
Während die männlichen Protagonisten immer mehr eingesponnen werden vom Muster des Schicksals, wachsen die Frauen immer mehr in ihre Macht und ihre Entscheidungsfähigkeit herein und ich lache mir deshalb leicht ins Fäustchen.
Beides ist sehr spannend zu beobachten und ich persönlich bin am meisten gespannt, wie sich erklären lässt, was mit Mat geschieht.
Generell war es sehr cool, in diesem Buch mal mehr aus seiner und Perrins Perspektive zu lesen und Egwenes Sicht mochte ich sowieso schon immer.
Eine coole Sache, den Fokus zwischendurch mal auf andere Charaktere zu verschieben, die genauso wichtig und spannend sind, aber andere Dinge erleben. Bietet die nötige Abwechslung!
4 Tage vor
3 von 23 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Robert Jordan
Robert Jordan, geboren 1948 in South Carolina, begeisterte sich schon in seiner Jugend für fantastische Literatur von Jules Verne und H.G. Wells. Als ihm der Lesestoff ausging, begann er selbst zu schreiben. 1990 erschien der Auftakt zu seinem Zyklus »Das Rad der Zeit«, einem einzigartigen epischen Werk, das Millionen Fans in der ganzen Welt gefunden hat und das derzeit verfilmt wird. 2007 starb Robert Jordan an einer seltenen Blutkrankheit, danach wurde die Reihe von Bestsellerautor Brandon Sanderson fortgesetzt.