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Die philosophische Hintertreppe

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Über das Buch

Die Hintertreppe benützt man dort, wo man Zugang hat und sich zu Hause weiß. Die Hintertreppe ist, so sagt Weischedel, „der Zugang zum unmittelbar Menschlichen”. So lernen wir in diesem Buch die Philosophen als die Menschen kennen, die sie sind. Weischedel läßt uns am Privatleben jener Männer teilnehmen, die den Gang der europäischen Geistesgeschichte bestimmt haben. Er zeigt uns aber gleichzeitig, dass das Anekdotische Fragen aufwerfen kann, die an das Wesen des Philosophierens rühren. Wer sich Weischedel und den von ihm empfohlenen Hintertreppen anvertraut, kommt ohne Umstände ans Ziel. Er wird in die großen Gedanken und Systeme der Philosophen eingeführt und dadurch animiert, den Fragen, die die Welt bewegen, auf den Grund zu gehen.

Editionen (9)

ISBN9783485011617
VerlagNymphenburger
Erscheinungsdatum31.08.08
Seitenzahl368

Rezensionen & Bewertungen

24 Bewertungen

3 Rezensionen

3,7

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  • suat
    suat

    134 Follower

    4,0

    Wilhelm Weischedel lädt in "Die philosophische Hintertreppe" dazu ein, 2500 Jahre Philosophiegeschichte auf unterhaltsame Weise zu entdecken.

    In 34 Kapiteln bringt er uns die größten Denker näher von den Anfängen bei Thales, der alles auf das Wasser zurückführte, bis zu Wittgenstein, der mit seinen Gedanken die Sprache und Logik hinterfragte. Doch es geht nicht nur um ihre Philosophie selbst, sondern auch um die Höhen und Tiefen der einzelnen Philosophen: von Sokrates, der für seine Überzeugungen den Tod wählte, bis zu Nietzsche, der mit seinen revolutionären Gedanken und seiner Einsamkeit kämpfte. Die Philosophie wird dabei nur angerissen, aber genug um die Neugier zu wecken. Wer sich auf den einen oder anderen Denker tiefer einlassen möchte, bekommt einen schönen Einstieg. Fazit: Dieses Buch ist echt gut für alle, die einen ersten Schritt in die Welt der Philosophie wagen möchten. Weischedels Auswahl mag nicht alle großen Denker abdecken, doch die Lektüre inspiriert, sich auch über die im Buch vorgestellten Philosophen hinaus mit weiteren faszinierenden Köpfen zu beschäftigen. I like it 🌟

    Wilhelm Weischedel lädt in "Die philosophische Hintertreppe" dazu ein, 2500 Jahre Philosophiegeschichte auf unterhaltsame Weise zu entdecken.

    23. Jan. 2025

  • saltysalt
    saltysalt

    9 Follower

    2,5

    Nichts Halbes, nichts Ganzes

    Im Schnelldurchlauf werden 34 Philosophen vorgestellt, sowohl biographisch als auch die Grundgedanken ihrer Werke. Die Idee diese beiden Aspekte zusammen zu betrachten finde ich super. Allerdings fand ich den philosophischen Bereich nicht so gelungen. Einerseits bleibt bei 34 Personen nicht viel Platz für ausführliche Tiefgänge. Andererseits fand ich die Erklärung der Konzepte sehr sperrig, schwer verständlich, was bei mir den Eindruck erweckt hat, dass es sich an Leser richtet, die bereits mit den Systemen vertraut sind. Als Nachschlagwerk einigt sich das Buch daher leider auch nicht; da kann man lieber die Wikipedia-Artikel lesen. Auch werden die Denker sequentiell abgearbeitet. Es gab es keine Metaebene oder Vernetzung der Aspekte oder substantielle Kommentierung des Autors.

    Nichts Halbes, nichts Ganzes

    14. Sept. 2025

  • elises
    elises

    79 Follower

    4,0

    Philosophie für Anfänger

    Sehr hilfreich im Studium Guter Überblick.

    25. Jan. 2023

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 206%
jaded_jan
jaded_jan3. Nov. 2025

Alles ist und mit Wasser. „Ursprung von allem ist das Wasser“ — und doch gilt zugleich: alles, was ist, ist von göttlichen Kräften durchwaltet. Was bleibt also? Liegen die Anfängen der Natur im Materiellen oder im Geistigen? Ganz ehrlich — ich war anfangs echt verwirrt, doch bald wurde mir eins klar: Thales zeigt uns etwas, dass beide Substanzen verbindet. Wenn sich die Forschung eines Tages eindeutig für das materielle oder das Geistige festlegen, (und danach sucht und müht sich der Mensch) würde es die Leidenschaft des philosophischen Fragens verlieren. Aus gutem Grund gaben die alten Griechen der irdischen Wirklichkeit einen göttlichen Namen: Gott Ares des Streites, Gott Pan der dämonischen Stille,… Sie wussten, dass das Reale Tiefe braucht und das Geistige Gestalt. Thales vereint diese zwei Weltdeutungen im Wasser: Dampf, Eis, Schnee — es wandelt sich und bleibt doch dasselbe im Wesen. Das Göttliche ist nicht jenseits der Materie, vielmehr ist es in ihr: im Fließen, im Kreislauf, dass sich verwandelt. Der „Ursprung von allem ist das Wasser“ ist nicht nur, weil alles aus ihm entsteht, sondern weil in ihm das Sein selbst lebendig bleibt. Die Anfänge der Natur lassen sich also weder allein materiell noch allein geistig fassen — in Thales‘ Wasser jedoch fließt beides zugleich: das Reale und das Göttliche.

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