Blick ins Buch

Die letzten Kinder von Schewenborn

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Über das Buch

Eine fiktive Atombombenexplosion in Deutschland. Ein Szenario zum Nachdenken.

Editionen (7)

ISBN9783473540327
VerlagRavensburger Verlag GmbH
Erscheinungsdatum01.11.96
Seitenzahl126

Rezensionen & Bewertungen

155 Bewertungen

31 Rezensionen

4,1

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  • buecherwurm74
    buecherwurm74

    360 Follower

    3,5

    Noch immer lesenswert!

    Roland sitz, zusammen mit seinen beiden Geschwistern und seinen Eltern, im Auto auf dem Weg nach Schewenborn, um dort die Ferien bei seinen Großeltern zu verbringen. Während die Familie auf der Autobahn unterwegs ist, werden sie von einem grellen Lichtblitz geblendet und kurze Zeit später, wird das Auto von einer Druckwelle erfasst und kommt dadurch ins schleudern. Ab jetzt ist nichts mehr so wie es war. Ich habe das Buch das erste mal mit 12 Jahren gelesen. Es war damals bei uns Pflichtlektüre in der Schule. Jetzt, fast 40 Jahre später, habe ich es nochmals gelesen. Ich finde das Buch, auch nach so langer Zeit, noch immer lesenswert. Es zeigt auf erschreckende und schonungslose Art und Weise, wie extrem sich Menschen verhalten, wenn sie ums nackte überleben kämpfen. Das Buch wurde damals ab 12 Jahren freigegeben und ehrlich gesagt, konnte ich mich nach so langer Zeit nicht mehr an alles erinnern. Nachdem ich es jetzt wieder gelesen habe, kann ich es nicht verstehen, dass es ab 12 Jahren war. Meiner Meinung nach, hätte es erst ab 16 Jahren freigegeben werden müssen, da im Buch doch extreme Situationen dargestellt werden. Man nehme nur die Szene, in dem Roland, welcher selbst erst 12 Jahre alt ist, einem verletzten Kind hilft sich zu erhängen. Nach wir vor ein sehr interessantes Buch, welches nachdenklich macht. Ich kann es jedem, der es noch nicht kennt, empfehlen.

    Noch immer lesenswert!

    11. Nov. 2025

  • nomi
    nomi

    43 Follower

    4,0

    Ich hoffe, hoffe, hoffe das dieses Szenario niemals Realität wird. Es gilt als Jugendbuch, ist aber das mit Abstand schlimmste "Horrorbuch" das ich jemals gelesen habe.

    1. März 2026

  • bienemaja_
    bienemaja_

    63 Follower

    4,0

    Einmal fragte ich sie, warum es so still im Haus sei. „Sie schlafen alle“, antwortete sie. „Schlaf du nur auch.“

    Wo fang ich denn an? Brutal und schonungslos. Das sind zwei Worte, die mir sofort in den Kopf kommen, wenn ich das Buch beschreiben möchte. Ich hab das Buch beim Lesen echt schlimm empfunden, nicht, weil es nicht gut ist, sondern aufgrund der erbarmungslosen Ehrlichkeit, die sich durch das Buch zieht. Es wird von dem schlimmsten Katastrophenereignis erzählt und es geht immer weiter. Weiter. Weiter. Weiter. Auch wenn ich aufhören wollte, ich konnte das Buch nicht so recht aus der Hand legen, denn literarisch gesehen, ist das Buch wirklich sehr gut geschrieben. Warum das Buch ab 12 Jahren freigegeben ist, verstehe ich allerdings nicht. Ich verstehe, wieso es als Schullektüre verwendet wird, da man gut auf gesellschaftliche und ethische Diskussionen lenken kann. Die Alterfreigabe find ich persönlich einfach ein wenig heftig, eben weil es so ehrlich und ungeschönt beschrieben wird. Manche Szenen hätte ich als 12-Jährige wirklich nicht lesen wollen. Abgesehen davon ist der Schreibstil total einnehmend. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, da es so schön flüssig und leicht geschrieben ist (was irgendwie sehr schräg ist, bei einem solchen schwerwiegenden Thema). Würde ich das Buch empfehlen? Ja, aber eher an Personen, die nicht zart besaitet sind und doch etwas aushalten, vor allem was ausführliche Beschreibungen angeht…

    5. Feb. 2026

3 von 31 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Gudrun Pausewang

Gudrun Pausewang wurde 1928 als das älteste von sechs Kindern in Wichstadtl (Ostböhmen) geboren. Ihr Vater kam 1943 in Russland um und ihre Mutter musste nach Kriegsende allein mit den sechs Kindern in den Westen fliehen. Gudrun Pausewang arbeitete als Lehrerin an verschiedenen Schulen in Deutschland und Mittel- und Südamerika. So lehrte sie in Chile, Venezuela und Kolumbien. 1972, zwei Jahre nach der Geburt ihres Sohnes, kehrte sie endgültig nach Deutschland zurück. Hier unterrichtete sie bis 1989 an einer hessischen Grundschule. Im Ruhestand beendete sie ihr Germanistikstudium und promovierte 1998 an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Gudrun Pausewang ist seit 1958 schriftstellerisch tätig. Sie hat - neben Romanen für Erwachsene - zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, in denen sich ihre eigenen Erfahrungen und die Betroffenheit über die Armut in Südamerika, das Schicksal von Flüchtlingen und über die atomare Bedrohung niederschlagen. Sie engagiert sich in ihren Büchern für den Frieden, die Umwelt und soziale Gerechtigkeit. Ein wichtiges Thema ist auch die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Dritten Reich. Für ihr literarisches Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 1988 für "Die Wolke". 1999 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und 2009 bekam sie den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Volkach für ihr Lebenswerk.

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