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Romane

Sinkende Sterne

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Über das Buch

Ein einsames Haus in den Bergen und eine Naturkatastrophe, nach der ein Schweizer Kanton sich plötzlich lossagt von unserer Gegenwart: »Sinkende Sterne« ist ein virtuoser, schwebend-abgründiger Roman, in dem eine scheinbare Idylle zur Bedrohung wird und der uns tief hineinführt in die Welt der Literatur selbst. Thomas Hettche erzählt, wie er nach dem Tod seiner Eltern in die Schweiz reist, um das Ferienhaus zu verkaufen, in dem er seine Kindheit verbracht hat. Doch was realistisch beginnt, wird schnell zu einer fantastischen, märchen-haften Geschichte, in der nichts ist, was es zu sein scheint. Ein Bergsturz hat das Rhonetal in einen riesigen See verwandelt und das Wallis zurück in eine mittelalterliche, bedrohliche Welt. Sindbad und Odysseus haben ihren Auftritt, Sagen vom Zug der Toten Seelen über die Gipfel, eine unheimliche Bischöfin und Fragen nach Gender und Sexus, Sommertage auf der Alp und eine Jugendliebe des Erzählers. Grandios schildert Hettche die alpine Natur und vergessene Lebensformen ihrer Bewohner, denen in unserer von Identitätsfragen und Umweltzerstörung verunsicherten Gegenwart neue Bedeutung zukommt. Im Kern aber kreist die musikalische Prosa dieses großen Erzählers um die Fragen, welcher Trost im Erzählen liegt und was es in den Umbrüchen unserer Zeit zu verteidigen gilt.

Editionen (3)

ISBN9783462321241
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum07.09.23
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

21 Bewertungen

9 Rezensionen

3,1

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  • hansdampf
    hansdampf

    199 Follower

    4,0

    Ein Tal im Wallis wird durch einen Erdrutsch vom Rest der Welt abgetrennt. Ein Teil der Häuser versinkt in einem See, der durch die aufgestaute Rhone entstanden ist. Es entwickelt sich eine mittelalterliche Gesellschaftsform im Tal. Thomas Hettche sucht dort das Ferienhaus seiner verstorbenen Eltern auf und begegnet dabei seiner Jugendliebe. Hochphilosophisch, hochliterarisch und hochlyrisch durchleuchtet er Aspekte der Männlichkeit, wie sie beispielsweise in der Odyssee beschrieben wird. Die Naturbeschreibungen sind klasse, die autobiographischen Notizen und Gedanken keine leichte Kost. Rilke lässt grüßen.

    14. Aug. 2025

  • susanne2606
    susanne2606

    117 Follower

    2,0

    Hm - weiß nicht so recht was ich davon halten soll - nicht meins

    29. Feb. 2024

  • flo
    flo

    45 Follower

    3,0

    Spannendes Szenario eines isolieren Wallis, das in mittelalterliche Strukturen zurückfällt. Atmosphärische Beschreibungen, die aber immer wieder von philosophischen und literarischen Diskursen unterbrochen werden. Für Schreibende und Literaturwissenschaftler*innen ist auch das spannend, ich hätte aber lieber mehr Story und noch mehr Atmosphäre gehabt.

    4. Aug. 2024

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Thomas Hettche

Thomas Hettche wurde in einem Dorf am Rande des Vogelsbergs geboren und lebt in Berlin. Seine Essays und Romane, darunter »Der Fall Arbogast« (2001), »Die Liebe der Väter« (2010), »Totenberg« (2012), »Pfaueninsel« (2014) und »Herzfaden« (2020), wurden in über ein Dutzend Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Premio Grinzane Cavour, dem Wilhelm Raabe-Preis, dem Solothurner Literaturpreis und dem Joseph-Breitbach-Preis. Zuletzt erschien »Sinkende Sterne« (2023).

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