»Brennen« ist eine atemlose Reise, voller Exzesse, skurriler Begegnungen, über Grenzen, an den Rand von Abgründen – und immer wieder zurück zu den Sommern der Jugend in Tel Aviv, zu Tyler und einer Nacht, die alles veränderte.
Zwölf Jahre, nachdem das Schicksal die beiden auseinandergerissen hat, drängt es den Erzähler, seinem Freund Tyler zu schreiben: von dem Leben, das inzwischen vergangen ist. Von Dreharbeiten im russischen Schnee, kurz vor dem Krieg, von einer sizilianischen Jagdgesellschaft und einem furchtlosen Dackel, einem in Flammen stehenden Filmstudio in der Nähe von Auschwitz, vom existenziellen Kampf gegen eine wuchtige Britin – eine Geschichte von Übermut, von der Verzweiflung und der brennenden Leidenschaft.
In einer Sprache, die zugleich aufwühlt und tröstet, schreibt Daniel Donskoy über Aufbrüche, über den Rausch und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Man lacht laut – und im nächsten Moment trifft es einen mitten ins Herz.
Ein mitreißender Roadtrip, der mich gefesselt hat. Empfehlung!
"Manchmal ist das Leben nur ein langer, stiller Kampf gegen die eigene Bedeutungslosigkeit. Ein Versuch, sich selbst zu verstehen, während man vom Sturm verschlungen wird."
"Brennen" ist das literarische Debüt, das für mich so scheint, als wäre da ganz viel eigene Erfahrung vom Autor selbst drin. Ob das stimmt, weiß ich nicht und steht jetzt auch nicht explizit darauf, aber ja. Zurück zum Buch.
Es war mitreißend und auch sehr einnehmend. Es geht viel über die Sehnsucht und über die Suche nach dem Sinn im Leben. Ein Roadtrip das an verschiedenen Orten spielt.
Empfehlung!
25. Jan. 2026
4,0
Ein mitreißender Roadtrip, der mich gefesselt hat. Empfehlung!
"Manchmal ist das Leben nur ein langer, stiller Kampf gegen die eigene Bedeutungslosigkeit. Ein Versuch, sich selbst zu verstehen, während man vom Sturm verschlungen wird."
"Brennen" ist das literarische Debüt, das für mich so scheint, als wäre da ganz viel eigene Erfahrung vom Autor selbst drin. Ob das stimmt, weiß ich nicht und steht jetzt auch nicht explizit darauf, aber ja. Zurück zum Buch.
Es war mitreißend und auch sehr einnehmend. Es geht viel über die Sehnsucht und über die Suche nach dem Sinn im Leben. Ein Roadtrip das an verschiedenen Orten spielt.
Empfehlung!
Den Anfang fand ich noch spannend und echt, aber ab dieser Passage im Urlaub, die leider auch 1/3 des Buches ausmacht, ging es heftig bergab. So viele möchtegern-philosophischen Vergleiche und Metaphern, bei denen ich echt oft die Augen rollen musste, denn kein Mensch spricht so. Die seichten als tiefgründig getarnten Überlegungen, ohne wirklich ehrlich mit sich selbst zu sein. Puh. Der Autor stellt es dar, als hätte er viel gelernt, aber als Leserin merke ich davon nichts. Aber man kann das Buch schnell lesen, langweilig ist es nicht. Und am Ende kam wieder etwas mehr von der Authentizität vom Beginn durch. Ich mochte auch den Aufbau mit den Briefen, aber bei den Passagen dazwischen hätte man zum Teil wirklich einen anderen Fokus legen können.
6. Apr. 2026
2,5
Er wollte zu viel
Den Anfang fand ich noch spannend und echt, aber ab dieser Passage im Urlaub, die leider auch 1/3 des Buches ausmacht, ging es heftig bergab. So viele möchtegern-philosophischen Vergleiche und Metaphern, bei denen ich echt oft die Augen rollen musste, denn kein Mensch spricht so. Die seichten als tiefgründig getarnten Überlegungen, ohne wirklich ehrlich mit sich selbst zu sein. Puh. Der Autor stellt es dar, als hätte er viel gelernt, aber als Leserin merke ich davon nichts. Aber man kann das Buch schnell lesen, langweilig ist es nicht. Und am Ende kam wieder etwas mehr von der Authentizität vom Beginn durch. Ich mochte auch den Aufbau mit den Briefen, aber bei den Passagen dazwischen hätte man zum Teil wirklich einen anderen Fokus legen können.
Mit „Brennen“ legt Daniel Donskoy sein literarisches Debüt vor – und es ist genau das, was der Titel verspricht: ein Roman voller Hitze, Rastlosigkeit und existenzieller Dringlichkeit. Das Buch erzählt von einem jungen Mann, der sich mit aller Kraft lebendig fühlen will – und dabei immer wieder an Grenzen stößt.
Ausgangspunkt ist ein Brief. Zwölf Jahre nachdem sich die Wege des Erzählers D. und seines engsten Jugendfreundes Tyler getrennt haben, beginnt D. zu schreiben. Was folgt, ist kein linearer Lebensbericht, sondern ein literarischer Roadtrip durch Erinnerungen, Exzesse und Selbstbefragungen. London, Moskau, Tel Aviv, Berlin, New York, Kalabrien – die Orte wechseln, die Intensität bleibt.
Der Roman ist stark autofiktional geprägt. Wie sein Autor ist der Erzähler jüdisch, russisch-ukrainischer Herkunft, Schauspieler, ein Suchender zwischen Kulturen, Sprachen und Erwartungen. Dreharbeiten im russischen Schnee kurz vor dem Krieg, eine bizarre Jagdgesellschaft in Sizilien, ein brennendes Filmstudio in der Nähe von Auschwitz – Donskoy reiht Episoden aneinander, die teils realistisch, teils fast surreal wirken. Realität und Imagination verschwimmen, wie Erinnerungen es eben tun.
Thematisch kreist „Brennen“ um Identität, Zugehörigkeit, Herkunft und die Sehnsucht nach Verbindung. Was bleibt von Freundschaft, wenn Zeit und Schicksal dazwischengehen? Wer ist man, wenn man sich in unterschiedlichen Ländern, Szenen und Beziehungen immer wieder neu erfindet? Und was bedeutet es, Jude zu sein in einer Gegenwart, in der politische Spannungen und alte Ressentiments wieder offen zutage treten?
Sprachlich ist der Roman unmittelbar, sinnlich, teilweise roh. Donskoy schreibt mit spürbarer Energie, oft atemlos, manchmal fast überbordend. Viele Passagen sind bildgewaltig und filmisch – man merkt, dass hier jemand erzählt, der Szenen denkt und fühlt. Gelegentlich wirkt der Stil bewusst auf Effekt gesetzt, manche Übergänge erscheinen lose oder fragmentarisch. Doch gerade diese Unruhe passt zur Figur: D. ist kein Erzähler der Ordnung, sondern einer des Rauschs.
Besonders stark sind die leisen Momente: die Sehnsucht nach Tyler, das Nachdenken über eine prägende Nacht in Tel Aviv, die Reflexion über Scheitern, Übermut und Verletzbarkeit. Zwischen Exzess und Selbstüberschätzung blitzt immer wieder Unsicherheit auf. Das macht den Roman mehr als nur zu einer Abenteuergeschichte – er wird zur Innenreise.
„Brennen“ ist kein stilles Buch für nebenbei. Es will gespürt werden. Es fordert Tempo, Offenheit und die Bereitschaft, sich auf Brüche einzulassen. Wer Literatur als intensives Erlebnis begreift, wird hier fündig: ein kraftvolles Debüt über das Feuer in uns – und die Frage, wie man brennt, ohne zu verbrennen.
10. März 2026
Mit „Brennen“ legt Daniel Donskoy sein literarisches Debüt vor – und es ist genau das, was der Titel verspricht: ein Roman voller Hitze, Rastlosigkeit und existenzieller Dringlichkeit. Das Buch erzählt von einem jungen Mann, der sich mit aller Kraft lebendig fühlen will – und dabei immer wieder an Grenzen stößt.
Ausgangspunkt ist ein Brief. Zwölf Jahre nachdem sich die Wege des Erzählers D. und seines engsten Jugendfreundes Tyler getrennt haben, beginnt D. zu schreiben. Was folgt, ist kein linearer Lebensbericht, sondern ein literarischer Roadtrip durch Erinnerungen, Exzesse und Selbstbefragungen. London, Moskau, Tel Aviv, Berlin, New York, Kalabrien – die Orte wechseln, die Intensität bleibt.
Der Roman ist stark autofiktional geprägt. Wie sein Autor ist der Erzähler jüdisch, russisch-ukrainischer Herkunft, Schauspieler, ein Suchender zwischen Kulturen, Sprachen und Erwartungen. Dreharbeiten im russischen Schnee kurz vor dem Krieg, eine bizarre Jagdgesellschaft in Sizilien, ein brennendes Filmstudio in der Nähe von Auschwitz – Donskoy reiht Episoden aneinander, die teils realistisch, teils fast surreal wirken. Realität und Imagination verschwimmen, wie Erinnerungen es eben tun.
Thematisch kreist „Brennen“ um Identität, Zugehörigkeit, Herkunft und die Sehnsucht nach Verbindung. Was bleibt von Freundschaft, wenn Zeit und Schicksal dazwischengehen? Wer ist man, wenn man sich in unterschiedlichen Ländern, Szenen und Beziehungen immer wieder neu erfindet? Und was bedeutet es, Jude zu sein in einer Gegenwart, in der politische Spannungen und alte Ressentiments wieder offen zutage treten?
Sprachlich ist der Roman unmittelbar, sinnlich, teilweise roh. Donskoy schreibt mit spürbarer Energie, oft atemlos, manchmal fast überbordend. Viele Passagen sind bildgewaltig und filmisch – man merkt, dass hier jemand erzählt, der Szenen denkt und fühlt. Gelegentlich wirkt der Stil bewusst auf Effekt gesetzt, manche Übergänge erscheinen lose oder fragmentarisch. Doch gerade diese Unruhe passt zur Figur: D. ist kein Erzähler der Ordnung, sondern einer des Rauschs.
Besonders stark sind die leisen Momente: die Sehnsucht nach Tyler, das Nachdenken über eine prägende Nacht in Tel Aviv, die Reflexion über Scheitern, Übermut und Verletzbarkeit. Zwischen Exzess und Selbstüberschätzung blitzt immer wieder Unsicherheit auf. Das macht den Roman mehr als nur zu einer Abenteuergeschichte – er wird zur Innenreise.
„Brennen“ ist kein stilles Buch für nebenbei. Es will gespürt werden. Es fordert Tempo, Offenheit und die Bereitschaft, sich auf Brüche einzulassen. Wer Literatur als intensives Erlebnis begreift, wird hier fündig: ein kraftvolles Debüt über das Feuer in uns – und die Frage, wie man brennt, ohne zu verbrennen.
10. März 2026
3 von 20 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Daniel Donskoy
Daniel Donskoy, geboren 1990 in Moskau, wuchs in Berlin und Tel Aviv auf. Nach seiner Schauspielausbildung in London und New York wurde er bald einer der international gefragtesten deutschen Schauspieler seiner Generation. Er spielte in erfolgreichen Netflix- und Disney+-Produktionen sowie in gefeierten Kinofilmen. Er entwickelte und moderierte die preisgekrönte ARD-Show »Freitagnacht Jews«.