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Etwas anders als der Film. Hab mich sehr gequält bei diesem Buch.
6 Tage vor
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Blick ins Buch
Der Roman Moby Dick erschien im Jahre 1851. Der Seemann Ismael schildert darin die Jagd der Mannschaft des Walfängers Pequod aus Nantucket und des bis zum Äußersten entschlossenen Kapitän Ahab nach dem weißen Wal Moby Dick durch alle Ozeane bis zum bitteren Ende. Die hier vorliegende Übersetzung von Alice und Hans Seiffert präsentiert einen überaus lesbaren und doch dem Originaltext treuen Moby Dick. »Sie wollen es nicht besser machen als der Autor, nur annähernd genausogut.« (Dieter E. Zimmer)
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59 Rezensionen
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138 Follower
Etwas anders als der Film. Hab mich sehr gequält bei diesem Buch.
6 Tage vor
Etwas anders als der Film. Hab mich sehr gequält bei diesem Buch.
6 Tage vor

244 Follower
Zuallererst möchte ich sagen, dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat. Die Botschaften, die es vermitteln möchte, gehen weit über die einfache Jagd nach einem Wal hinaus. Es behandelt zahlreiche religiöse, philosophische und sogar wissenschaftliche Aspekte. Warum vergebe ich dennoch nur 3,5 Sterne? Ganz einfach: Für meinen Geschmack war das Buch – insbesondere in den Kampfszenen am Ende – stellenweise etwas langatmig. Das ist jedoch reine Geschmackssache. Was das eigentliche Thema des Buches angeht, wurde ich sehr positiv überrascht. Ich kannte Moby-Dick bisher nur als Film, den ich als Kind gesehen habe, und hatte schon lange den Wunsch, endlich auch die Romanvorlage zu lesen. Natürlich war mir der Film nur noch schemenhaft in Erinnerung, da ich ihn vor mehreren Jahrzehnten gesehen habe. Das Buch vermittelt jedoch weitaus tiefgründigere Botschaften als der Film. Es enthält viele interessante wissenschaftliche Informationen über Wale, regt aber ebenso zum Nachdenken über philosophische Fragen an. Darüber hinaus ist der Roman stark religiös geprägt. Wir begegnen zahlreichen biblischen Namen wie Ismael, Jerobeam und vielen weiteren, die dem Werk eine zusätzliche Bedeutungsebene verleihen. Die wohl eindringlichste Botschaft – oder vielmehr eine von zwei zentralen Botschaften – ist für mich, dass Rache einem Menschen niemals guttut. Kapitän Ahab verfügt über eine starke und loyale Mannschaft. Er wäre gut beraten gewesen, sein Leben mit ihr zu verbringen, gemeinsame Erfolge zu feiern und eine friedliche Zukunft aufzubauen. Doch durch seinen unstillbaren Rachedurst übersieht er all das, was er bereits besitzt. Seine Mannschaft ist bereit, für ihn alles zu tun – bis zum letzten Atemzug. Leider missbraucht Ahab diese Loyalität, um seinen persönlichen Rachefeldzug gegen den Wal zu führen, der ihm einst sein Bein nahm. Die zweite Botschaft, die ich besonders wichtig finde, betrifft den einseitigen Krieg, den die Menschheit gegen die Natur führt. Dieses Buch zeigt eindrucksvoll, was geschieht, wenn der Mensch glaubt, die Natur bezwingen zu können. Wer gegen sie Krieg führt, wird Verluste erleiden – und letztlich verlieren. In einem Krieg gibt es keine Gewinner, sondern nur Leid und Tod. Die Natur wird sich am Ende immer behaupten. Ich denke, dass wir dafür auch heute zahlreiche Beispiele sehen. Der Mensch versucht in seiner Arroganz, alles zu kontrollieren und zu beherrschen, oft ohne Rücksicht auf die Folgen. Die Konsequenzen dieses Handelns erleben wir immer deutlicher. Moby-Dick ist ein starkes Buch und völlig zu Recht ein Klassiker der Weltliteratur. Der Roman bietet wesentlich mehr Tiefe als seine bekannteste Verfilmung. Wer bisher nur den Film kennt, dem kann ich das Buch daher ausdrücklich empfehlen. Es ist weit mehr als nur ein Abenteuerroman – es ist ein philosophisches, religiöses und zeitloses Werk über Besessenheit, Menschlichkeit und das Verhältnis des Menschen zur Natur.
30. Juni 2026
Zuallererst möchte ich sagen, dass mir das Buch wirklich gut gefallen hat. Die Botschaften, die es vermitteln möchte, gehen weit über die einfache Jagd nach einem Wal hinaus. Es behandelt zahlreiche religiöse, philosophische und sogar wissenschaftliche Aspekte. Warum vergebe ich dennoch nur 3,5 Sterne? Ganz einfach: Für meinen Geschmack war das Buch – insbesondere in den Kampfszenen am Ende – stellenweise etwas langatmig. Das ist jedoch reine Geschmackssache. Was das eigentliche Thema des Buches angeht, wurde ich sehr positiv überrascht. Ich kannte Moby-Dick bisher nur als Film, den ich als Kind gesehen habe, und hatte schon lange den Wunsch, endlich auch die Romanvorlage zu lesen. Natürlich war mir der Film nur noch schemenhaft in Erinnerung, da ich ihn vor mehreren Jahrzehnten gesehen habe. Das Buch vermittelt jedoch weitaus tiefgründigere Botschaften als der Film. Es enthält viele interessante wissenschaftliche Informationen über Wale, regt aber ebenso zum Nachdenken über philosophische Fragen an. Darüber hinaus ist der Roman stark religiös geprägt. Wir begegnen zahlreichen biblischen Namen wie Ismael, Jerobeam und vielen weiteren, die dem Werk eine zusätzliche Bedeutungsebene verleihen. Die wohl eindringlichste Botschaft – oder vielmehr eine von zwei zentralen Botschaften – ist für mich, dass Rache einem Menschen niemals guttut. Kapitän Ahab verfügt über eine starke und loyale Mannschaft. Er wäre gut beraten gewesen, sein Leben mit ihr zu verbringen, gemeinsame Erfolge zu feiern und eine friedliche Zukunft aufzubauen. Doch durch seinen unstillbaren Rachedurst übersieht er all das, was er bereits besitzt. Seine Mannschaft ist bereit, für ihn alles zu tun – bis zum letzten Atemzug. Leider missbraucht Ahab diese Loyalität, um seinen persönlichen Rachefeldzug gegen den Wal zu führen, der ihm einst sein Bein nahm. Die zweite Botschaft, die ich besonders wichtig finde, betrifft den einseitigen Krieg, den die Menschheit gegen die Natur führt. Dieses Buch zeigt eindrucksvoll, was geschieht, wenn der Mensch glaubt, die Natur bezwingen zu können. Wer gegen sie Krieg führt, wird Verluste erleiden – und letztlich verlieren. In einem Krieg gibt es keine Gewinner, sondern nur Leid und Tod. Die Natur wird sich am Ende immer behaupten. Ich denke, dass wir dafür auch heute zahlreiche Beispiele sehen. Der Mensch versucht in seiner Arroganz, alles zu kontrollieren und zu beherrschen, oft ohne Rücksicht auf die Folgen. Die Konsequenzen dieses Handelns erleben wir immer deutlicher. Moby-Dick ist ein starkes Buch und völlig zu Recht ein Klassiker der Weltliteratur. Der Roman bietet wesentlich mehr Tiefe als seine bekannteste Verfilmung. Wer bisher nur den Film kennt, dem kann ich das Buch daher ausdrücklich empfehlen. Es ist weit mehr als nur ein Abenteuerroman – es ist ein philosophisches, religiöses und zeitloses Werk über Besessenheit, Menschlichkeit und das Verhältnis des Menschen zur Natur.
30. Juni 2026

23 Follower
Eine ganz schwierige Sache. Der Schreibstil war für seine Zeit weit voraus. Als ich meine Ausgabe von 1986 mit einer neueren Version von 2016 verglichen habe, fand ich meine von der Ausdrucksform her einfach viel angenehmer zu lesen – trotz sehr langer Schachtelsätze. Ich finde, es hat einfach die Atmosphäre präziser herübergebracht und man konnte sich durchaus an einigen Stellen in der Geschichte verlieren. Moby Dick ist ein Klassiker, den eine Bandbreite der Bevölkerung mit Namen her kennen sollte, aber nur ein Bruchteil weiß wirklich, was dieses Buch eigentlich bedeutet. Meine Wenigkeit ist mit komplett falscher oder Großteil falscher Idee und Anforderungen an diese Story herangegangen. Wer darauf hofft, eine bahnbrechende, aktionreiche Verfolgungsjagt und einen epischen Kampf zwischen Kapitän und Wal vorzufinden, wird hier leider auf Enttäuschung treffen. Der Autor des Werkes hat zu seiner Zeit erstmalig das Leben als Seefahrer zu Papier gebracht. Die große, verheißungsvolle Zwietracht zwischen Mann und Wal, wird hier meiner Meinung nach als Mittel zum Zweck benutzt. Und es gibt uns tatsächlich einen gewissen Einblick in die Fahrt auf hoher See. Der Alltag wird einem sehr detailreich nahegebracht. Man lernt mehr, als man eigentlich wissen möchte. Bei einigen Thematiken war ich sogar sehr fasziniert. Durch meinen eigenen Berufsfeld war es interessant zu sehen, auf welchen Wissensstände man damals schon war, da es irgendwann ja einen Anfang geben muss. Ab einem bestimmten Punkt ging es mir aber zu sehr ins fachliche. Ich muss kein ganzes Kapitel über Lampen und Schmelzöfen haben, weder über den präzisen Vergleich vom Pott- und Grönlandwalkopf. Das war dann doch zu viel des Guten und hat das Buch einfach nur in die Länge gezogen. Mir fehlt letztlich die Ausgewogenheit zwischen Handlung und sachlichen Wissen dieser Lektüre. Nichtsdestotrotz ist es ein Klassiker und wer vor solchen, teils schwieriger Kost, nicht zurückschreckt, könnte hier sein Vergnügen daran finden.

20. Juni 2026
Eine ganz schwierige Sache. Der Schreibstil war für seine Zeit weit voraus. Als ich meine Ausgabe von 1986 mit einer neueren Version von 2016 verglichen habe, fand ich meine von der Ausdrucksform her einfach viel angenehmer zu lesen – trotz sehr langer Schachtelsätze. Ich finde, es hat einfach die Atmosphäre präziser herübergebracht und man konnte sich durchaus an einigen Stellen in der Geschichte verlieren. Moby Dick ist ein Klassiker, den eine Bandbreite der Bevölkerung mit Namen her kennen sollte, aber nur ein Bruchteil weiß wirklich, was dieses Buch eigentlich bedeutet. Meine Wenigkeit ist mit komplett falscher oder Großteil falscher Idee und Anforderungen an diese Story herangegangen. Wer darauf hofft, eine bahnbrechende, aktionreiche Verfolgungsjagt und einen epischen Kampf zwischen Kapitän und Wal vorzufinden, wird hier leider auf Enttäuschung treffen. Der Autor des Werkes hat zu seiner Zeit erstmalig das Leben als Seefahrer zu Papier gebracht. Die große, verheißungsvolle Zwietracht zwischen Mann und Wal, wird hier meiner Meinung nach als Mittel zum Zweck benutzt. Und es gibt uns tatsächlich einen gewissen Einblick in die Fahrt auf hoher See. Der Alltag wird einem sehr detailreich nahegebracht. Man lernt mehr, als man eigentlich wissen möchte. Bei einigen Thematiken war ich sogar sehr fasziniert. Durch meinen eigenen Berufsfeld war es interessant zu sehen, auf welchen Wissensstände man damals schon war, da es irgendwann ja einen Anfang geben muss. Ab einem bestimmten Punkt ging es mir aber zu sehr ins fachliche. Ich muss kein ganzes Kapitel über Lampen und Schmelzöfen haben, weder über den präzisen Vergleich vom Pott- und Grönlandwalkopf. Das war dann doch zu viel des Guten und hat das Buch einfach nur in die Länge gezogen. Mir fehlt letztlich die Ausgewogenheit zwischen Handlung und sachlichen Wissen dieser Lektüre. Nichtsdestotrotz ist es ein Klassiker und wer vor solchen, teils schwieriger Kost, nicht zurückschreckt, könnte hier sein Vergnügen daran finden.
20. Juni 2026

3 von 59 Rezensionen
Autorin / Autor
Herman Melville, geboren am 1. August 1819 in New York, stammte aus einer verarmten Kaufmannsfamilie. Ab 1839 war er Matrose, unter anderem auf Walfangschiffen. 1844 kehrte er in die USA zurück und arbeitete als freier Schriftsteller. 1851 schrieb er Moby Dick, der Roman verkaufte sich zu seinen Lebezeiten nur 3000-mal und ist heute einer der wichtigsten Romane der Weltliteratur. Melville starb am 28. September 1891 in New York.
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