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Romane

Mr Gwyn

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Über das Buch

Jasper Gwyn, ein berühmter englischer Schriftsteller Anfang vierzig, fasst eines Tages einen weitreichenden Entschluss. In einem Zeitungsartikel listet er 52 Dinge auf, die er fortan nicht mehr zu tun gedenkt, darunter auch: Bücher schreiben. Stattdessen beschließt er, in seinem neuen Leben als "Kopist" zu arbeiten und Porträts anzufertigen - dies allerdings nicht mit Pinsel und Palette, sondern in geschriebener Form. Er mietet ein Atelier an, wo ihm fortan Menschen Modell sitzen, die sich später in seinen Porträts gänzlich wiederfinden werden. Bis eine junge Frau auftaucht, die sich den strengen Regeln des Kopisten entzieht.

Editionen (3)

ISBN9783455310337
VerlagHoffmann und Campe
Erscheinungsdatum01.03.16
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

5 Rezensionen

3,9

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  • annejnr
    annejnr

    64 Follower

    4,5

    Im besten Fall schrullig

    Was macht ein Autor, der von jetzt auf gleich kein Autor mehr sein möchte. Mit dieser Frage muss sich Mr Gwyn dieses Buch lang beschäftigen. Ganz nah und voller Gefühl ist Alessandro Baricco an diesem etwas speziellen Einzelgänger dran. Die Inspiration über die Kunst bringt Mr Gwyn dazu, Menschen Portrait sitzen zu lassen und ein Ebenbild zu „schreiben.“ In der angehangenen Kurzgeschichte kann jede*r selbst beurteilen, wie gut das funktioniert.

    1. Mai 2026

  • _isabelle_
    _isabelle_

    4 Follower

    4,0

    "Er hatte Jahre gebraucht, um zu akzeptieren, dass der Beruf des Schriftstellers für ihn unmöglich geworden war, und jetzt sah er sich gezwungen festzustellen, dass es ohne diesen Beruf sehr schwierig für ihn werden würde, weiterzumachen. So begriff er schließlich, dass er sich in einer Situation befand, die zwar vielen Menschen vertraut, deswegen aber nicht weniger leidvoll ist: Das Einzige, was sie fühlen lässt, dass sie am Leben sind, ist etwas, was sie langsam umbringen wird. Die Kinder für die Eltern, der Erfolg für die Künstler, zu hohe Berge für Alpinisten. Bücherschreiben für Jasper Gwyn." Federleicht, schräg, surreal und melancholisch. Eine geheimnisvolle Geschichte um einen Schriftsteller, der kein Schriftsteller mehr sein will und doch nicht ohne das Schreiben leben kann. Soghaft und sprachlich brilliant. Schade nur, dass mehrmals abschätzig über eine "dicke" Frau geschrieben wird. Typisch Baricco, und ein wenig an Haruki Murakami erinnernd. Die angehängte Geschichte "Drei Mal im Morgengrauen", die im Italienischen als eigenes Buch publiziert wurde, habe ich allerdings nur noch überflogen. Sehr wirr, leider.

    13. Okt. 2023

  • _isa_belle_
    _isa_belle_

    1 Follower

    4,0

    "Er hatte Jahre gebraucht, um zu akzeptieren, dass der Beruf des Schriftstellers für ihn unmöglich geworden war, und jetzt sah er sich gezwungen festzustellen, dass es ohne diesen Beruf sehr schwierig für ihn werden würde, weiterzumachen. So begriff er schließlich, dass er sich in einer Situation befand, die zwar vielen Menschen vertraut, deswegen aber nicht weniger leidvoll ist: Das Einzige, was sie fühlen lässt, dass sie am Leben sind, ist etwas, was sie langsam umbringen wird. Die Kinder für die Eltern, der Erfolg für die Künstler, zu hohe Berge für Alpinisten. Bücherschreiben für Jasper Gwyn." Federleicht, schräg, surreal und melancholisch. Eine geheimnisvolle Geschichte um einen Schriftsteller, der kein Schriftsteller mehr sein will und doch nicht ohne das Schreiben leben kann. Soghaft und sprachlich brilliant. Schade nur, dass mehrmals abschätzig über eine "dicke" Frau geschrieben wird. Typisch Baricco, und ein wenig an Haruki Murakami erinnernd. Die angehängte Geschichte "Drei Mal im Morgengrauen", die im Italienischen als eigenes Buch publiziert wurde, habe ich allerdings nur noch überflogen. Sehr wirr, leider.

    13. Okt. 2023

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Alessandro Baricco

Alessandro Baricco, 1958 in Turin geboren, studierte Philosophie und Musikwissenschaft. Er ist Mitherausgeber verschiedener Literaturzeitschriften und von La Repubblica. 1994 gründete Baricco zusammen mit Freunden die Scuola Holden, eine Privatuniversität, an der er Kreatives Schreiben unterrichtet. Neben seinen Romanen hat Baricco zahlreiche Essays, Erzählungen und Theaterstücke verfasst. Sein Roman Seide wurde zum internationalen Bestseller. Er wurde mit dem Premio Campiello, dem Premio Viareggio und dem Prix Médicis Étranger ausgezeichnet.

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