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Grosse Leseempfehlung!
Mit «Die Rückkehr der Rentiere» ist Ann-Helén Laestadius ein weiterer eindrücklicher Roman über die Unterdrückung der Sami und den psychischen Folgen für die Betroffenen gelungen. Die Geschichte spielt zwischen den 1970er und den 1990er Jahren. Begleitet wird Marina während ihrer Kindheit sowie als junge Frau. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer samischen Herkunft mütterlicherseits und dem Idealismus und Fanatismus ihres Onkels und dessen Familie väterlicherseits, einem Laestadianer, die streng nach moralischen und äußerst konservativen Maßstäben leben. Die Geschichte beleuchtet beeindruckend, wie eine Psyche bereits in der Kindheit geschädigt wird, wenn vieles verschwiegen wird, wenn die eigene Herkunft geleugnet werden muss und stets nach den Vorstellungen aussenstehender gehandelt werden muss – aus Angst, wenn aus dem Wunsch nach Zugehörigkeit eine jahrelange freundschaftliche, aber dennoch toxische Beziehung zu einer Mitschülerin entsteht. Marina ist mit bald dreissig Jahren noch immer in ihren Mustern gefangen, fängt aber nach und nach an Fragen zu stellen, zu hinterfragen und so ihren eigenen Weg zu finden. Ihren Lebensweg, der mit ihrer großen Liebe einfacher hätte sein können, aber auch diese Liebe wurde ihr vor ihren Augen weggeschnappt. Laestadius Bücher sind nicht einfach zu lesen, ich brauche dafür immer länger, brauche Zeit um das Gelesene zu verdauen, zu verstehen. Den Schreibstil empfinde ich als eher schwer, jedoch zum Thema passend. Die Autorin versteht es, die jahrelange Unterdrückung der Sámi zu beleuchten, sichtbar zu machen mit Geschichten die tiefgehen, berühren und bewegen. Große Leseempfehlung.

21. Jan. 2026
Grosse Leseempfehlung!
Mit «Die Rückkehr der Rentiere» ist Ann-Helén Laestadius ein weiterer eindrücklicher Roman über die Unterdrückung der Sami und den psychischen Folgen für die Betroffenen gelungen. Die Geschichte spielt zwischen den 1970er und den 1990er Jahren. Begleitet wird Marina während ihrer Kindheit sowie als junge Frau. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer samischen Herkunft mütterlicherseits und dem Idealismus und Fanatismus ihres Onkels und dessen Familie väterlicherseits, einem Laestadianer, die streng nach moralischen und äußerst konservativen Maßstäben leben. Die Geschichte beleuchtet beeindruckend, wie eine Psyche bereits in der Kindheit geschädigt wird, wenn vieles verschwiegen wird, wenn die eigene Herkunft geleugnet werden muss und stets nach den Vorstellungen aussenstehender gehandelt werden muss – aus Angst, wenn aus dem Wunsch nach Zugehörigkeit eine jahrelange freundschaftliche, aber dennoch toxische Beziehung zu einer Mitschülerin entsteht. Marina ist mit bald dreissig Jahren noch immer in ihren Mustern gefangen, fängt aber nach und nach an Fragen zu stellen, zu hinterfragen und so ihren eigenen Weg zu finden. Ihren Lebensweg, der mit ihrer großen Liebe einfacher hätte sein können, aber auch diese Liebe wurde ihr vor ihren Augen weggeschnappt. Laestadius Bücher sind nicht einfach zu lesen, ich brauche dafür immer länger, brauche Zeit um das Gelesene zu verdauen, zu verstehen. Den Schreibstil empfinde ich als eher schwer, jedoch zum Thema passend. Die Autorin versteht es, die jahrelange Unterdrückung der Sámi zu beleuchten, sichtbar zu machen mit Geschichten die tiefgehen, berühren und bewegen. Große Leseempfehlung.
21. Jan. 2026









