Das Haus der süßen Träume
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Beschreibung
Mailand um 1910: »In der Liebe gibt es keine Opfer.« Diese Worte prägen das Leben von Olga, der Frau von Luigi Zaini. Der sanftmütige Luigi verzaubert Olga mit seiner Güte und verfolgt zugleich einen ehrgeizigen Traum: Er will eine Schokoladenfabrik errichten. Wie die Familie wächst auch die Fabrik und wird zum Zuhause für die unermüdlichen Arbeiter, die ihr Herzblut in die Kreation der Zaini-Schokolade fließen lassen. Als Luigi 1938 eines frühen Todes stirbt, tritt Olga in seine Fußstapfen. Unerschrocken führt sie die Familie Zaini durch Italiens dunkelste Stunden. Dieser berührende, auf wahren Begebenheiten basierende Roman ist ein Fest der Liebe und der Familie und zugleich ein einzigartiges sinnliches Erlebnis.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Giacinta Cavagna di Gualdana ist Kunsthistorikern an der Universität von Mailand und fasziniert von der Geschichte ihrer Heimatstadt. Seit 2010 entwickelt sie Stadtführungen für Kinder und Erwachsene, um die Geheimnisse und künstlerischen Meisterwerke der Stadt zu teilen und die Metropole durch kaum bekannte Anekdoten in neuem Licht erstrahlen zu lassen. Das Haus der süßen Träume ist ihr erster Roman.
Beiträge
Faktenreich, atmosphärisch, aber mit Hürden
**** Mein Eindruck **** Das Buch greift ein interessantes Thema auf – und basiert auf einer wahren Begebenheit. Besonders schön: Die köstliche Schokolade, um die es hier geht, kann man auch heute noch genießen. Der Prolog bot einen gelungenen Einstieg in die Thematik. Anschließend ist die Geschichte in mehrere Epochen unterteilt. In der ersten Epoche habe ich mich jedoch zunächst etwas verloren gefühlt – vor allem, weil mir zu Beginn sehr viele Namen begegneten. Zwar lernte ich nach und nach die Familie, die Zeit und den großen Traum kennen, doch einige tragische Ereignisse konnte ich emotional nicht ganz nachvollziehen. Dafür kannte ich die Figuren zu wenig. Persönlich hätte ich mir gewünscht, stärker bei den direkten Anfängen der Geschichte einzusetzen. Der Start erfolgt mit dem Umzug des Unternehmens – dieser Abschnitt war zwar mit schönen Details versehen, ließ mich aber noch auf Distanz. Erst nach und nach fand ich in die Handlung hinein und wurde von der Atmosphäre immer mehr mitgerissen. Die geschilderte Zeit war alles andere als einfach, und viele historische Details waren mir neu. Die Geschichte sprüht vor Leben und italienischem Charme. Richtig gepackt hat mich das Buch allerdings erst im zweiten Teil, etwa ab der Hälfte. Ab hier tritt Olga stärker in den Vordergrund – eine beeindruckende, bewundernswerte Persönlichkeit, die dem Buch Tiefe und Kraft verleiht. Insgesamt hätte ich mir einen sanfteren Einstieg und eine zielgerichtetere Handlung gewünscht. Dennoch konnten mich viele Details begeistern, und ich habe deutlich gespürt, wie viel Recherchearbeit in dieses Werk geflossen ist. **** Empfehlung? **** Ein Buch für alle, die italienische Geschichte und wahre Begebenheiten lieben – geduldige Leser:innen werden am Ende belohnt.
Bei uns im deutschsprachigen Raum ist dieser Chocolatier eher weniger bekannt: Zaini Schokolade aus Mailand, Italien. Anders als in vergleichbaren Schokoladeherstellerfamilien wird Luigi Zaini die Führung der Firma nicht in die Wiege gelegt, er steigt erst in jungen Jahren in das süße Geschäft ein. Neben seinen Erfolgen erleidet er einen bitteren Schicksalsschlag, als seine Frau bei der Geburt des zweiten Kindes stirbt. Luigi steht alleine mit der Verantwortung für die Firma und zwei Kleinkindern da. Da tritt Olga in sein Leben, anfangs eher in Form einer Zweckgemeinschaft als Ersatz für die Mutter der beiden Kinder, entwickelt sich langsam aber sicher eine enge Bindung und Liebe zwischen Luigi und Olga. Die Familie, die Firma und auch der Haushalt wächst kontinuierlich durch eigene Kinder, neue Angestellte und unverzichtbare Hausangestellte wie das Kindermädchen Emilia oder die Köchin Noemi. Die Schokoladenfirma Zaini ist nicht nur Arbeitgeber, sie ist viel mehr zweites zu Hause von vielen Menschen. Doch über der unbeschwerten Zeit ziehen schon bald dunkle Wolken auf, Luigi erkrankt schwer und Italien schlittert mehr und mehr in eine Diktatur unter Mussolini ab und auch der zweite Weltkrieg scheint vor Italien keinen Halt zu machen. Ob Olga und die Firma Zaini diesen Herausforderungen gewachsen ist? Fazit: Die Schokoladenmarke Zaini lernte ich erst mit diesem Buch kennen. Obwohl es momentan einige Firmengeschichten über Schokoladenhersteller gibt, habe ich dieses Buch gerne gelesen, vermittelt es durchwegs viel Italianità. Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass die Geschichte nicht nur aus der Sicht der Familie Zaini erzählt wird. Die Erzählungen werden ebenso aus der Sicht der Firmenangestellten sowie den Hausangestellten wie dem Kindermädchen, der Köchin oder dem Chauffeur geschildert, was gut erkennbar macht, was es alles braucht um eine Firma erfolgreich führen zu können, vor allem wenn das Firmenklima ein menschliches sein soll. Durch die großen Zeitsprünge im Buch kam mir die ganze Geschichte manchmal eher wie eine Erzählung vor, was es zeitweise für mich etwas langatmig machte. Für mich ist das Buch eine Hommage an eine bei uns weniger bekannte Schokoladenmarke und an Olga Zaini, eine starke Frau, die den harten Zeiten trotzte und die Firma mit viel Menschlichkeit führte. Wer gerne Firmengeschichten liest, ist mit diesem Buch gut bedient und einen Abstecher nach Bella Italia gibt’s noch gratis dazu.

Beschreibung
Mailand um 1910: »In der Liebe gibt es keine Opfer.« Diese Worte prägen das Leben von Olga, der Frau von Luigi Zaini. Der sanftmütige Luigi verzaubert Olga mit seiner Güte und verfolgt zugleich einen ehrgeizigen Traum: Er will eine Schokoladenfabrik errichten. Wie die Familie wächst auch die Fabrik und wird zum Zuhause für die unermüdlichen Arbeiter, die ihr Herzblut in die Kreation der Zaini-Schokolade fließen lassen. Als Luigi 1938 eines frühen Todes stirbt, tritt Olga in seine Fußstapfen. Unerschrocken führt sie die Familie Zaini durch Italiens dunkelste Stunden. Dieser berührende, auf wahren Begebenheiten basierende Roman ist ein Fest der Liebe und der Familie und zugleich ein einzigartiges sinnliches Erlebnis.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Giacinta Cavagna di Gualdana ist Kunsthistorikern an der Universität von Mailand und fasziniert von der Geschichte ihrer Heimatstadt. Seit 2010 entwickelt sie Stadtführungen für Kinder und Erwachsene, um die Geheimnisse und künstlerischen Meisterwerke der Stadt zu teilen und die Metropole durch kaum bekannte Anekdoten in neuem Licht erstrahlen zu lassen. Das Haus der süßen Träume ist ihr erster Roman.
Beiträge
Faktenreich, atmosphärisch, aber mit Hürden
**** Mein Eindruck **** Das Buch greift ein interessantes Thema auf – und basiert auf einer wahren Begebenheit. Besonders schön: Die köstliche Schokolade, um die es hier geht, kann man auch heute noch genießen. Der Prolog bot einen gelungenen Einstieg in die Thematik. Anschließend ist die Geschichte in mehrere Epochen unterteilt. In der ersten Epoche habe ich mich jedoch zunächst etwas verloren gefühlt – vor allem, weil mir zu Beginn sehr viele Namen begegneten. Zwar lernte ich nach und nach die Familie, die Zeit und den großen Traum kennen, doch einige tragische Ereignisse konnte ich emotional nicht ganz nachvollziehen. Dafür kannte ich die Figuren zu wenig. Persönlich hätte ich mir gewünscht, stärker bei den direkten Anfängen der Geschichte einzusetzen. Der Start erfolgt mit dem Umzug des Unternehmens – dieser Abschnitt war zwar mit schönen Details versehen, ließ mich aber noch auf Distanz. Erst nach und nach fand ich in die Handlung hinein und wurde von der Atmosphäre immer mehr mitgerissen. Die geschilderte Zeit war alles andere als einfach, und viele historische Details waren mir neu. Die Geschichte sprüht vor Leben und italienischem Charme. Richtig gepackt hat mich das Buch allerdings erst im zweiten Teil, etwa ab der Hälfte. Ab hier tritt Olga stärker in den Vordergrund – eine beeindruckende, bewundernswerte Persönlichkeit, die dem Buch Tiefe und Kraft verleiht. Insgesamt hätte ich mir einen sanfteren Einstieg und eine zielgerichtetere Handlung gewünscht. Dennoch konnten mich viele Details begeistern, und ich habe deutlich gespürt, wie viel Recherchearbeit in dieses Werk geflossen ist. **** Empfehlung? **** Ein Buch für alle, die italienische Geschichte und wahre Begebenheiten lieben – geduldige Leser:innen werden am Ende belohnt.
Bei uns im deutschsprachigen Raum ist dieser Chocolatier eher weniger bekannt: Zaini Schokolade aus Mailand, Italien. Anders als in vergleichbaren Schokoladeherstellerfamilien wird Luigi Zaini die Führung der Firma nicht in die Wiege gelegt, er steigt erst in jungen Jahren in das süße Geschäft ein. Neben seinen Erfolgen erleidet er einen bitteren Schicksalsschlag, als seine Frau bei der Geburt des zweiten Kindes stirbt. Luigi steht alleine mit der Verantwortung für die Firma und zwei Kleinkindern da. Da tritt Olga in sein Leben, anfangs eher in Form einer Zweckgemeinschaft als Ersatz für die Mutter der beiden Kinder, entwickelt sich langsam aber sicher eine enge Bindung und Liebe zwischen Luigi und Olga. Die Familie, die Firma und auch der Haushalt wächst kontinuierlich durch eigene Kinder, neue Angestellte und unverzichtbare Hausangestellte wie das Kindermädchen Emilia oder die Köchin Noemi. Die Schokoladenfirma Zaini ist nicht nur Arbeitgeber, sie ist viel mehr zweites zu Hause von vielen Menschen. Doch über der unbeschwerten Zeit ziehen schon bald dunkle Wolken auf, Luigi erkrankt schwer und Italien schlittert mehr und mehr in eine Diktatur unter Mussolini ab und auch der zweite Weltkrieg scheint vor Italien keinen Halt zu machen. Ob Olga und die Firma Zaini diesen Herausforderungen gewachsen ist? Fazit: Die Schokoladenmarke Zaini lernte ich erst mit diesem Buch kennen. Obwohl es momentan einige Firmengeschichten über Schokoladenhersteller gibt, habe ich dieses Buch gerne gelesen, vermittelt es durchwegs viel Italianità. Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass die Geschichte nicht nur aus der Sicht der Familie Zaini erzählt wird. Die Erzählungen werden ebenso aus der Sicht der Firmenangestellten sowie den Hausangestellten wie dem Kindermädchen, der Köchin oder dem Chauffeur geschildert, was gut erkennbar macht, was es alles braucht um eine Firma erfolgreich führen zu können, vor allem wenn das Firmenklima ein menschliches sein soll. Durch die großen Zeitsprünge im Buch kam mir die ganze Geschichte manchmal eher wie eine Erzählung vor, was es zeitweise für mich etwas langatmig machte. Für mich ist das Buch eine Hommage an eine bei uns weniger bekannte Schokoladenmarke und an Olga Zaini, eine starke Frau, die den harten Zeiten trotzte und die Firma mit viel Menschlichkeit führte. Wer gerne Firmengeschichten liest, ist mit diesem Buch gut bedient und einen Abstecher nach Bella Italia gibt’s noch gratis dazu.






