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Wenn alte Mythen lebendig werden
Yeeran will nur eines: Sich als jüngste Kommandantin der Elfenarmee beweisen und den Ewigen Krieg ihres Volkes beenden. Doch gleich ihr erster Einsatz geht furchtbar schief und als Strafe für ihr Versagen wird sie verbannt. Während sie sich allein mit zwei Treuen, die ihr ins Exil gefolgt sind, durch die Wildnis schlägt und nach einer Möglichkeit der Rückkehr sucht, gerät sie jedoch in Gefangenschaft von deutlich mächtigeren Wesen: Fae, die seit einem Jahrtausend als ausgestorben gelten… „Faebound“ ist der Auftakt der Battle of the Drumfire-Trilogie, einer High Fantasy Geschichte voller Liebe, Lügen, Verrat und Krieg. Ausnahmsweise sind es einmal nicht die wehrlosen Menschen, die in die Fänge der Fae geraten, sondern selbst nicht ganz ungefährliche, wenn auch sehr barbarische Elfen. Während diese nach einer Fluchtmöglichkeit aus dem Faekönigreich suchen, setzen sie mehr als eine Prophezeiung über die Zukunft aller Völker in Gang. Man könnte also meinen, dass dieses Buch auf vielseitige Weise unterhalten kann. In der Realität braucht die Geschichte aber bereits eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Der Einstieg ist eher langsam, nicht langweilig, aber auch nicht direkt fesselnd. Allerdings hat man so die Möglichkeit, die Protagonisten in Ruhe kennenzulernen. Den größten Anteil des Buches trägt die Soldatin Yeeran. Sie kämpft eisern für ihr Volk, ist allerdings auch blind für Intrigen, sieht nur das, was sie selbst sehen will. An manchen Stellen nimmt sie sich sehr wichtig und wirkt häufig sehr oberflächlich. Sie stolpert in Geschehnisse, die sie nicht verstehen kann und doch ist ihr erster Gedanke, ein Volk, das ihr nichts getan hat, auszulöschen, um ihre Freiheit wiederzuerlangen. Sympathieträgerin der Geschichte ist demnach eher ihre Schwester Lettle, die gesetztere, nachdenklichere und auch weisere der beiden. Aber auch sie scheint blind für manche Zusammenhänge zu sein, die sich dem Leser schnell erschließen, sodass einige gewollt dramatische Enthüllungen am Ende nur ein müdes Lächeln beim Leser hervorrufen. Wirklich überraschend war an der Handlung dieses Buches also leider eher wenig. Die Idee hinter der Geschichte ist vielversprechend, wenn auch nicht wirklich neu, auch der Ansatz einer Welt, in der die Menschen bereits nicht mehr existieren und stattdessen Elfen ihren Platz eingenommen haben, ist nicht schlecht, nur die Umsetzung kann – mindestens im Auftakt der Reihe – noch nicht besonders überzeugen. Manche Wendungen sind zu gewollt und dem Buch fehlen Komplexität und Details zu den Hintergründen, es wirkt eher distanziert von seinen Protagonisten. Immerhin die tierischen Seelengefährten sind ein wirklich liebenswertes Highlight. Wenn nun in den Folgebänden noch mehr von der angekündigten großen Geschichte der drei Völker zu finden ist, die Autorin sich weniger auf dramatische Liebesgeschichten fokussiert, stattdessen ihrer Geschichte Raum gibt, sich zu entfalten und ihrer Welt noch ein paar mehr Protagonisten und Handlungsorte schenkt, dann kann aus dieser Reihe noch eine High Fantasy/Romantasy werden, die den Namen verdient.

6. Apr. 2026
Wenn alte Mythen lebendig werden
Yeeran will nur eines: Sich als jüngste Kommandantin der Elfenarmee beweisen und den Ewigen Krieg ihres Volkes beenden. Doch gleich ihr erster Einsatz geht furchtbar schief und als Strafe für ihr Versagen wird sie verbannt. Während sie sich allein mit zwei Treuen, die ihr ins Exil gefolgt sind, durch die Wildnis schlägt und nach einer Möglichkeit der Rückkehr sucht, gerät sie jedoch in Gefangenschaft von deutlich mächtigeren Wesen: Fae, die seit einem Jahrtausend als ausgestorben gelten… „Faebound“ ist der Auftakt der Battle of the Drumfire-Trilogie, einer High Fantasy Geschichte voller Liebe, Lügen, Verrat und Krieg. Ausnahmsweise sind es einmal nicht die wehrlosen Menschen, die in die Fänge der Fae geraten, sondern selbst nicht ganz ungefährliche, wenn auch sehr barbarische Elfen. Während diese nach einer Fluchtmöglichkeit aus dem Faekönigreich suchen, setzen sie mehr als eine Prophezeiung über die Zukunft aller Völker in Gang. Man könnte also meinen, dass dieses Buch auf vielseitige Weise unterhalten kann. In der Realität braucht die Geschichte aber bereits eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Der Einstieg ist eher langsam, nicht langweilig, aber auch nicht direkt fesselnd. Allerdings hat man so die Möglichkeit, die Protagonisten in Ruhe kennenzulernen. Den größten Anteil des Buches trägt die Soldatin Yeeran. Sie kämpft eisern für ihr Volk, ist allerdings auch blind für Intrigen, sieht nur das, was sie selbst sehen will. An manchen Stellen nimmt sie sich sehr wichtig und wirkt häufig sehr oberflächlich. Sie stolpert in Geschehnisse, die sie nicht verstehen kann und doch ist ihr erster Gedanke, ein Volk, das ihr nichts getan hat, auszulöschen, um ihre Freiheit wiederzuerlangen. Sympathieträgerin der Geschichte ist demnach eher ihre Schwester Lettle, die gesetztere, nachdenklichere und auch weisere der beiden. Aber auch sie scheint blind für manche Zusammenhänge zu sein, die sich dem Leser schnell erschließen, sodass einige gewollt dramatische Enthüllungen am Ende nur ein müdes Lächeln beim Leser hervorrufen. Wirklich überraschend war an der Handlung dieses Buches also leider eher wenig. Die Idee hinter der Geschichte ist vielversprechend, wenn auch nicht wirklich neu, auch der Ansatz einer Welt, in der die Menschen bereits nicht mehr existieren und stattdessen Elfen ihren Platz eingenommen haben, ist nicht schlecht, nur die Umsetzung kann – mindestens im Auftakt der Reihe – noch nicht besonders überzeugen. Manche Wendungen sind zu gewollt und dem Buch fehlen Komplexität und Details zu den Hintergründen, es wirkt eher distanziert von seinen Protagonisten. Immerhin die tierischen Seelengefährten sind ein wirklich liebenswertes Highlight. Wenn nun in den Folgebänden noch mehr von der angekündigten großen Geschichte der drei Völker zu finden ist, die Autorin sich weniger auf dramatische Liebesgeschichten fokussiert, stattdessen ihrer Geschichte Raum gibt, sich zu entfalten und ihrer Welt noch ein paar mehr Protagonisten und Handlungsorte schenkt, dann kann aus dieser Reihe noch eine High Fantasy/Romantasy werden, die den Namen verdient.
6. Apr. 2026








