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Wenn Hingabe zur Herausforderung wird
"Zu große Gefallen" ist ein Buch, das einen definitiv wachrüttelt – eine schallende Ohrfeige in Sachen Ehrlichkeit über sexuelle Macht, Begierde und persönliche Grenzen. Eins vorweg: Fishman verzichtet bewusst auf klassische Dialoge und setzt stattdessen auf erzählerische Direktheit. Worte wie „gefickt und gefickt werden“ treten wiederholt auf, was für einige sperrig wirken mag, für mich aber genau die Distanz und den Kontrast zu den eigentlichen Gefühlen schafft. Man spürt hier zwischen den Zeilen die Spannung zwischen körperlicher Handlung und emotionaler Tiefe. Im Zentrum steht eine Dreiecksbeziehung – zwei Frauen, ein Mann – und die damit verbundenen Macht- und Rollendynamiken. Besonders das Verhältnis zwischen Evie und Nathan ist verstörend ehrlich: Toxische Dynamiken, Grenzüberschreitungen und subtile Manipulationen („Gaslighting“) werden hier klar benannt. Man erlebt hautnah, wie es sich anfühlt, wenn man sich körperlich hingibt, aber emotional gleichzeitig Teile seiner Selbst verliert. Evie verliert durch diese Affäre zeitweise ihre Prinzipien, ihre Klarheit – und wird gezwungen, sich ihrer eigenen Wünsche, Ängste und Grenzen zu stellen. Neben der schonungslosen Darstellung sexueller Macht ist das Buch auch überraschend sensibel, wenn es um die Reflexion über Selbstbestimmung, Sinnlichkeit und Identität geht. Zwischen Verlust, Sehnsucht und Lust schimmert immer wieder eine leise, nachdenkliche Komponente durch. Fishman schafft es, das Sexuelle mit psychologischer Tiefe zu verbinden, ohne in klischeehafte Romantisierung zu verfallen. Das Buch regt einen an , über die eigene Sexualität, eigene Grenzen und das eigene „Sein“ nachzudenken.
5. März 2026
Wenn Hingabe zur Herausforderung wird
"Zu große Gefallen" ist ein Buch, das einen definitiv wachrüttelt – eine schallende Ohrfeige in Sachen Ehrlichkeit über sexuelle Macht, Begierde und persönliche Grenzen. Eins vorweg: Fishman verzichtet bewusst auf klassische Dialoge und setzt stattdessen auf erzählerische Direktheit. Worte wie „gefickt und gefickt werden“ treten wiederholt auf, was für einige sperrig wirken mag, für mich aber genau die Distanz und den Kontrast zu den eigentlichen Gefühlen schafft. Man spürt hier zwischen den Zeilen die Spannung zwischen körperlicher Handlung und emotionaler Tiefe. Im Zentrum steht eine Dreiecksbeziehung – zwei Frauen, ein Mann – und die damit verbundenen Macht- und Rollendynamiken. Besonders das Verhältnis zwischen Evie und Nathan ist verstörend ehrlich: Toxische Dynamiken, Grenzüberschreitungen und subtile Manipulationen („Gaslighting“) werden hier klar benannt. Man erlebt hautnah, wie es sich anfühlt, wenn man sich körperlich hingibt, aber emotional gleichzeitig Teile seiner Selbst verliert. Evie verliert durch diese Affäre zeitweise ihre Prinzipien, ihre Klarheit – und wird gezwungen, sich ihrer eigenen Wünsche, Ängste und Grenzen zu stellen. Neben der schonungslosen Darstellung sexueller Macht ist das Buch auch überraschend sensibel, wenn es um die Reflexion über Selbstbestimmung, Sinnlichkeit und Identität geht. Zwischen Verlust, Sehnsucht und Lust schimmert immer wieder eine leise, nachdenkliche Komponente durch. Fishman schafft es, das Sexuelle mit psychologischer Tiefe zu verbinden, ohne in klischeehafte Romantisierung zu verfallen. Das Buch regt einen an , über die eigene Sexualität, eigene Grenzen und das eigene „Sein“ nachzudenken.
5. März 2026







