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beendet am: 20.04.26 Sprache: Deutsch < „Darf ich mal deine Haare anfassen?", "Kannst du Sonnenbrand bekommen?", "Wo kommst du her?" Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören. Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden. > Ein sehr wichtiges Buch, da Rassismus leider immer noch Teil unserer Gesellschaft ist. Auch wenn man sich intensiv mit dem Thema befasst hat, gibt es trotzdem einige Sachen, die man nicht weiß oder über die man sich einfach keine Gedanken machen musste. Alice Hasters erzählt hier aus ihrem eigenen Alltag und lässt mich als Leser bedrückt und wütend, aber auch hoffnungsvoll zurück. Denn, die Situation ist nicht unlösbar und es ist möglich Rassismus zu minimieren oder hoffentlich ganz zu beenden. Das wichtigste, was ich aus diesem Buch mitgenommen habe, steht auch schon im Klappentext, nämlich: Aussagen und Handlungen müssen nicht mit böser Absicht oder Wertung erfolgen, um trotzdem rassistisch zu sein. Und, auch sogenannter „positiver Rassismus“, bei welchem rassistische Komplimente gemacht werden, ist problematisch, da er den Menschen ihre Individualität abspricht und ihre Leistungen untergräbt. Ignoranz ist eine Form der Mikroaggression, da sie bewusst das Thema und die Probleme, die bestehen, verdrängt und sie dadurch nicht besser werden können. Daher sollte man auf den Vorwurf, etwas rassistisches gesagt oder getan zu haben nicht direkt abwehrend reagieren, sondern mit Offenheit und dem Willen zu lernen und das eigene Verhalten zu überdenken. Rassismus ist leider noch so tief in der Gesellschaft verankert, dass einem manchmal gar nicht bewusst ist, dass eine Sache eben rassistisch ist. Zum Thema kulturelle Aneignung sagt die Autorin, dass Kultur lebendig und organisch sei. Aber diejenigen, die uns mit Kultur bereichern sollen auch diejenigen sein, die davon profitieren, oder zumindest nicht aufgrund ihrer Kultur diskriminiert werden. Die Differenz zwischen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus fand ich auch interessant: “Fremdenfeindlichkeit existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm kennen, Rassismus existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm akzeptieren. Rassismus folgt außerdem den systemischen Machtstrukturen, Fremdenfeindlichkeit nicht.” Das Buch hat mich viel aufmerksamer auf den Sprachgebrauch in allgemeinen Medien und Umfeldern achten lassen. Ich fand es sehr informativ und empfehle das Buch auf jeden Fall!
2. Mai 2026
beendet am: 20.04.26 Sprache: Deutsch < „Darf ich mal deine Haare anfassen?", "Kannst du Sonnenbrand bekommen?", "Wo kommst du her?" Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören. Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden. > Ein sehr wichtiges Buch, da Rassismus leider immer noch Teil unserer Gesellschaft ist. Auch wenn man sich intensiv mit dem Thema befasst hat, gibt es trotzdem einige Sachen, die man nicht weiß oder über die man sich einfach keine Gedanken machen musste. Alice Hasters erzählt hier aus ihrem eigenen Alltag und lässt mich als Leser bedrückt und wütend, aber auch hoffnungsvoll zurück. Denn, die Situation ist nicht unlösbar und es ist möglich Rassismus zu minimieren oder hoffentlich ganz zu beenden. Das wichtigste, was ich aus diesem Buch mitgenommen habe, steht auch schon im Klappentext, nämlich: Aussagen und Handlungen müssen nicht mit böser Absicht oder Wertung erfolgen, um trotzdem rassistisch zu sein. Und, auch sogenannter „positiver Rassismus“, bei welchem rassistische Komplimente gemacht werden, ist problematisch, da er den Menschen ihre Individualität abspricht und ihre Leistungen untergräbt. Ignoranz ist eine Form der Mikroaggression, da sie bewusst das Thema und die Probleme, die bestehen, verdrängt und sie dadurch nicht besser werden können. Daher sollte man auf den Vorwurf, etwas rassistisches gesagt oder getan zu haben nicht direkt abwehrend reagieren, sondern mit Offenheit und dem Willen zu lernen und das eigene Verhalten zu überdenken. Rassismus ist leider noch so tief in der Gesellschaft verankert, dass einem manchmal gar nicht bewusst ist, dass eine Sache eben rassistisch ist. Zum Thema kulturelle Aneignung sagt die Autorin, dass Kultur lebendig und organisch sei. Aber diejenigen, die uns mit Kultur bereichern sollen auch diejenigen sein, die davon profitieren, oder zumindest nicht aufgrund ihrer Kultur diskriminiert werden. Die Differenz zwischen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus fand ich auch interessant: “Fremdenfeindlichkeit existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm kennen, Rassismus existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm akzeptieren. Rassismus folgt außerdem den systemischen Machtstrukturen, Fremdenfeindlichkeit nicht.” Das Buch hat mich viel aufmerksamer auf den Sprachgebrauch in allgemeinen Medien und Umfeldern achten lassen. Ich fand es sehr informativ und empfehle das Buch auf jeden Fall!
2. Mai 2026








