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„Wie man unsterblich wird“ von Sally Nicholls ist einer dieser seltenen Jugendromane, die gleichzeitig leichtfüßig und herzzerreißend sind. Er erzählt vom Sterben, aber eigentlich geht es um das Leben – und darum, wie ein elfjähriger Junge mit entwaffnender Klarheit ausspricht, was Erwachsene kaum auszuhalten wagen. Der Roman lebt vollständig von Tom, der seine letzten Wochen in Tagebuchform festhält. Tom ist witzig, direkt, manchmal trotzig – und gerade dadurch glaubwürdig. Nicholls vermeidet jede Sentimentalität. Tom kommentiert seine Situation mit einer Mischung aus Pragmatismus und schwarzem Humor, die den Text trägt. Der Roman stellt nicht die Krankheit in den Mittelpunkt, sondern die Frage, wie man leben will, wenn die Zeit knapp ist. Die Überforderung der Eltern wird mit großer Empathie, aber ohne Beschönigung gezeigt. Toms Wunsch, seine letzten Entscheidungen selbst zu treffen, ist einer der stärksten Fäden des Buches. „Wie man unsterblich wird“ ist ein klug komponierter, emotional präziser Jugendroman, der weit über seine Zielgruppe hinaus wirkt. Sally Nicholls gelingt es, ein schweres Thema mit Leichtigkeit, Würde und literarischer Klarheit zu erzählen. Wer Geschichten sucht, die existenzielle Fragen ohne Pathos verhandeln, findet hier ein bemerkenswertes, nachhaltiges Buch.
23. Apr. 2026
„Wie man unsterblich wird“ von Sally Nicholls ist einer dieser seltenen Jugendromane, die gleichzeitig leichtfüßig und herzzerreißend sind. Er erzählt vom Sterben, aber eigentlich geht es um das Leben – und darum, wie ein elfjähriger Junge mit entwaffnender Klarheit ausspricht, was Erwachsene kaum auszuhalten wagen. Der Roman lebt vollständig von Tom, der seine letzten Wochen in Tagebuchform festhält. Tom ist witzig, direkt, manchmal trotzig – und gerade dadurch glaubwürdig. Nicholls vermeidet jede Sentimentalität. Tom kommentiert seine Situation mit einer Mischung aus Pragmatismus und schwarzem Humor, die den Text trägt. Der Roman stellt nicht die Krankheit in den Mittelpunkt, sondern die Frage, wie man leben will, wenn die Zeit knapp ist. Die Überforderung der Eltern wird mit großer Empathie, aber ohne Beschönigung gezeigt. Toms Wunsch, seine letzten Entscheidungen selbst zu treffen, ist einer der stärksten Fäden des Buches. „Wie man unsterblich wird“ ist ein klug komponierter, emotional präziser Jugendroman, der weit über seine Zielgruppe hinaus wirkt. Sally Nicholls gelingt es, ein schweres Thema mit Leichtigkeit, Würde und literarischer Klarheit zu erzählen. Wer Geschichten sucht, die existenzielle Fragen ohne Pathos verhandeln, findet hier ein bemerkenswertes, nachhaltiges Buch.
23. Apr. 2026






